Begabtenförderung in Studium und Beruf

Die Bundesregierung setzt auf das Beste, was wir in diesem Land haben: Engagierte Menschen, die ihre Talente und Fähigkeiten für Gesellschaft und Wirtschaft einsetzen. Sie zu fördern, ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert gezielt junge Talente, damit sich unser Land zu einer international anerkannten Talentschmiede entwickelt. © Thinkstock

Ob in Schule, Studium oder Beruf - die Bundesregierung hat die Förderung unterschiedlicher Begabungen und Talente zu einem ihrer bildungspolitischen Ziele bestimmt.

Schülerinnen und Schüler

Besondere Begabungen benötigen besondere Förderung. Im Bereich von Vorschule und Schule ist Begabtenförderung vor allem Aufgabe der Länder. Die Bundesregierung unterstützt deren Politik durch Jugendwettbewerbe wie zum Beispiel "Jugend forscht/Schüler experimentieren".

Bundesweite Wettbewerbe bieten Jugendlichen Möglichkeiten, die weit über den normalen Schulalltag hinausgehen: Sie können ihre eigenen Ideen verwirklichen, sich ausprobieren und Fähigkeiten messen. Die Jungforscher können ihre Neugier und Begeisterung für die Wissenschaft mit Gleichgesinnten teilen und von den Erfahrungen nachhaltig profitieren. Die vielen klugen und pfiffigen Wettbewerbsbeiträge zeigen das große Interesse an den vom Bundesbildungsministerium geförderten Wettbewerben.

Begabtenförderung für Berufserfahrene

Lebenslanges Lernen und Weiterbildung sind die Grundlage für beruflichen Erfolg und die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt Berufserfahrene mit zwei Förderprogrammen, dem Weiterbildungsstipendium und dem Aufstiegsstipendium. Ziel der beiden Förderprogramme ist es, Berufserfahrene darin zu unterstützen sich, weiterzuentwickeln und Spitzenfachkräfte auf ihrem Gebiet zu werden.

Das Weiterbildungsstipendium richtet sich an Absolventinnen und Absolventen beruflicher Ausbildungen. Mit einem Weiterbildungsstipendium können drei Jahre lang fachliche oder fachübergreifende Weiterbildungsmaßnahmen finanziert werden. Das Aufstiegsstipendium soll ein zusätzlicher Anreiz sein, ein Studium aufzunehmen. Es richtet sich an Frauen und Männer mit Berufserfahrung, die in Ausbildung und Beruf hoch motiviert sind und herausragende Leistungen erbringen. Das Bundesbildungsministerium fördert durch die Aufstiegsstipendien die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Studierende und Promovierende

Die Förderung begabter und leistungsstarker Studierender ruht auf drei Säulen: dem Deutschlandstipendium, der Förderung durch die Begabtenförderungswerke sowie dem Aufstiegsstipendium für Studierende, die bereits Berufserfahrung sammeln konnten.

Die Begabtenförderungswerke spiegeln die Vielfalt der deutschen Gesellschaft wider. Sie bilden die verschiedenen weltanschaulichen, religiösen, politischen, wirtschafts- oder gewerkschaftsorientierten Strömungen in Deutschland ab.

Beim Deutschlandstipendium wählen die Hochschulen die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus. Neben erstklassigen Noten werden bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums auch gesellschaftliches Engagement und besondere persönliche Leistungen berücksichtigt – etwa die erfolgreiche Überwindung von Hürden in der eigenen Bildungsbiografie. Ein Deutschlandstipendium wird dabei zur Hälfte von privaten Förderern – Stiftungen, Unternehmen, Privatleuten – finanziert und zur anderen Hälfte vom Bund.

Stipendiatenzahl mehr als vervierfacht

Seit 2005 hat die Bundesregierung die Förderung junger Talente massiv ausgebaut: Die Zahl der aus Bundesmitteln vergebenen Stipendien für Studierende wurde in diesem Zeitraum mehr als vervierfacht von rund 13.400 auf über 56.000 im Jahr 2015. Das ist zum einen auf einen Ausbau der Begabtenförderungswerke zurückzuführen, zu denen die Studienstiftung des Deutschen Volkes, die parteinahen und die konfessionellen Stiftungen sowie die Stiftungen der Sozialpartner gehören. Daneben hat sich das Deutschlandstipendium etabliert. Mittlerweile werden damit fast so viele Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert wie durch die 13 Begabtenförderungswerke.