Beratung zu „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“

Der Wettbewerb zielt darauf ab, die besten Köpfe und Konzepte für die Gründung von zwei Großforschungseinrichtungen zu finden. Dieses ungewöhnliche Ziel gibt Anlass zu Fragen, hier finden Sie Antworten.

Interessierten stehen drei Wege zur Beratung offen:

  1. Sie können Fragen an diese E-Mail Adresse richten: WissenSchafftPerspektiven@bmbf.bund.de

Sie erhalten eine Antwort per E-Mail, die zusätzlich für alle Interessenten in anonymisierter Form veröffentlicht wird.

  1. Sie können sich telefonisch beraten lassen und hierzu auch Termine vereinbaren. Ansprechpartner beim Projektträger Jülich (PtJ) sind Dr. Christiane Püttmann sowie Dr. Christoph Wannek. Ihre Kontaktdaten finden Sie in der rechten Spalte.
  1. Fragen von allgemeinem Interesse und deren Antworten werden in anonymisierter Form veröffentlicht und sind damit allen Interessierten zugänglich. Hier finden sie die Zusammenfassung der FAQ:

Allgemeines

Was ist der Hintergrund und das Ziel des Ideenwettbewerbs?

Am 14. August 2020 ist das Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen vom 8. August 2020 (BGBl. I S. 1795) in Kraft getreten. Dieses sieht in § 17 Nummer 29 die „Gründung je eines neuen institutionell geförderten Großforschungszentrums nach Helmholtz oder vergleichbaren Bedingungen in der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier auf Grundlage eines Wettbewerbsverfahrens“ vor (zur Definition der genannten Regionen vgl. § 2 des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen https://www.gesetze-im-internet.de/invkg/BJNR179510020.html)

Ziel der Förderung von Vorhaben im Rahmen der Initiative „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ ist es, zwei neue Großforschungszentren mit internationaler Strahlkraft zu gründen, die herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt anziehen, welche mit exzellenter Forschung an der Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen mitwirken. Die Forschungszentren sollen durch ihre strukturelle und thematische Ausrichtung zu einer langfristigen Stärkung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Deutschland beitragen und durch eine enge Vernetzung mit regionalen Hochschulen und Unternehmen wesentlich zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Standorte beitragen. Mit der Gründung der neuen Großforschungszentren sollen der Strukturwandel in der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier zukunftsgerichtet gestaltet werden und insbesondere das wirtschaftliche Wachstum und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gefördert werden. Der Fokus der neuen Forschungszentren soll daher in besonderem Maße auf dem Transfer und der Förderung des Innovationsgeschehens in der Region, in Deutschland und in Europa liegen. Dabei sollen neue zukunftsgerichtete Modelle der strukturellen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft umgesetzt werden.

Grundlegende Fragen zum Verfahren 

Wie läuft das Auswahlverfahren?

Das Auswahlverfahren ist mehrstufig angelegt:

1) Auswahl der erfolgversprechendsten Konzeptskizzen

Aus den eingereichten Konzeptskizzen werden auf Grundlage der Empfehlung einer mit hochrangigen Expertinnen und Experten besetzten Perspektivkommission etwa drei Ideen pro Region ausgewählt, die jeweils eine kurzfristige Förderung von bis zu 500.000 € (Dauer: etwa sechs Monate) zur weiteren Ausarbeitung zu einem begutachtungsfähigen Konzept erhalten.

2) Auswahl der erfolgversprechendsten Konzepte zur Gründung

Abschließend werden die Konzepte zur Gründung der beiden neuen Großforschungszentren durch die Zuwendungsgeber ausgewählt. Dies geschieht auf Grundlage einer externen Begutachtung, die die wissenschaftliche Exzellenz der Konzepte sowie parallel den zu erwartenden Beitrag zum wirtschaftlichen Strukturwandel und die vorgeschlagenen Strukturen zur Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bewertet.

Was sind die Kriterien für die Auswahl der Skizzen für die Konzeptionsphase?

Die Bewertung der eingereichten Konzeptskizzen erfolgt anhand folgender Kriterien:

  • Wissenschaftliche Exzellenz und langfristige forschungspolitische Relevanz der Forschungsmission;
  • Exzellenz und Expertise des Antragstellers und gegebenenfalls der beteiligten Partner, sowie einschlägige Vor­arbeiten aller Partner;
  • Innovationspotenzial des Vorschlags für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland, sowie insbesondere das Potenzial des Vorschlags, neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu eröffnen;
  • überregionale Bedeutung, Potenzial des Vorschlags, Beiträge zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen und zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas, verstanden als Mitgestaltung von Zukunftstechnologien auf Augenhöhe mit Spitzenzentren der Welt, zu leisten;
  • Zukunftsperspektive des neuen Forschungszentrums im internationalen Wettbewerb und überregionale Bedeutung des Vorhabens für den Forschungsstandort Deutschland als Grundlage für die angestrebte institutionelle Förderung der neuen Einrichtung durch den Bund;
  • zu erwartender Beitrag zum Strukturwandel in der Region;
  • Erfolgsaussichten und Realisierungschancen des raschen Aufbaus.

Wie lange dauert die Konzeptionsphase? Wie lange dauert die Aufbauphase?

Die Dauer der Konzeptionsphase (Förderphase I) ist auf etwa sechs Monate; die Dauer der Aufbauphase (Förderphase II) auf etwa drei Jahre angelegt; die Projektförderung in der Aufbauphase kann einmalig um bis zu drei Jahre verlängert werden.

Ziel der Förderung ist die Gründung zweier neuer Forschungseinrichtungen als rechtlich selbstständige Einrichtungen. Mit der Gründung wird eine Überführung in die institutionelle Förderung angestrebt. Der Zeitpunkt der Gründung hängt von der gewählten Governance sowie den Fortschritten in der Förderphase II ab.

Wer erhält die Förderung in der Konzeptionsphase?

Die Förderung in der Konzeptionsphase erfolgt als personengebundene Förderung an eine Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Deutschland. grundsätzlich unabhängig davon, ob sie in oder in unmittelbarer Umgebung einer der beiden Standortregionen ansässig ist.

Es steht jeder wissenschaftlichen Einrichtung frei, sich an mehreren Konzeptskizzen zu beteiligen oder diese zu unterstützen.

Um eine angemessene Unterstützung sicherzustellen, sind insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland aufgefordert, sich für die Förderphase I mit einer Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung in Deutschland zusammen zu schließen.

Was bedeutet „Personenbezogene Förderung“ in der Konzeptionsphase?

Zur Einreichung von Konzeptskizzen aufgerufen sind international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Falls eine Skizze für die Förderung ausgewählt wird, sind diese weiterhin inhaltlich verantwortlich für die weitere Ausarbeitung zu einem begutachtungsfähigen Konzept. Die administrative Abwicklung der Fördermittel erfolgt über eine juristische Person (Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung). Diese stellt den Formantrag auf Förderung durch das BMBF und wird Zuwendungsempfänger.

Die Zuwendung wird durch das BMBF zweckgebunden ausgesprochen. In dieser Fördermaßnahme wird der Förderzweck über besondere Nebenbestimmungen nicht nur an die wissenschaftlichen Inhalte, sondern auch an die Person des Autors / der Autorin / der Autoren der Skizze gebunden.

Wegen der Notwendigkeit einer Forschungseinrichtung für die Aministration der Fördermittel wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die Skizzen zur Begutachtung einreichen, empfohlen, sich im Vorfeld mit derjenigen Einrichtung abzustimmen, die dies übernehmen soll.

Was sind die Kriterien für die Auswahl der Konzepte für die Aufbauphase?

Im zweiten Auswahlschritt werden aus den etwa drei ausgearbeiteten Konzepten pro Region die beiden besten Konzepte zur Gründung auf Grundlage einer externen wissenschaftlichen Begutachtung ausgewählt. Kriterien für die Bewertung sind dabei:

  • Exzellenz, Kohärenz und Innovationskraft der institutionellen Gesamtstrategie;
  • wissenschaftliche Exzellenz der Forschungsmission; Kohärenz und Originalität der vorgeschlagenen Forschungsschwerpunkte und -methoden;
  • Exzellenz und Expertise der Antragsteller und beteiligten Partner; Qualität der einschlägigen Vorarbeiten aller Beteiligten und wissenschaftliche Qualität der Forschungsaktivitäten, die in das neue Forschungszentrum überführt werden sollen;
  • langfristige forschungspolitische Relevanz der vorgeschlagenen Forschungsmission;
  • Potenzial, Beiträge zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen und zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas, verstanden als Mitgestaltung von Zukunftstechnologien auf Augenhöhe mit Spitzenzentren der Welt, zu leisten;
  • Qualität der vorgeschlagenen wissenschaftlichen Kooperationsstrukturen, insbesondere des Vorschlags zur institutionellen Kooperation mit einer oder mehreren regionalen Hochschulen;
  • Innovationspotenzial für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland, insbesondere das Potenzial, neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu eröffnen;
  • Qualität, Originalität und sowie dessen Passfähigkeit zur Gesamtstrategie;
  • Tragfähigkeit, struktureller Mehrwert und Reifegrad der vorgeschlagenen Organisationsstruktur;
  • Qualität und Originalität des Standortentwicklungskonzepts, sowie dessen Passfähigkeit zum Gesamtkonzept;
  • zu erwartender langfristiger Beitrag zum Strukturwandel in der Region;
  • Nachvollziehbarkeit der Ressourcen- und Meilensteinplanung für die gesamte Aufbauphase;
  • Umsetzbarkeit und Qualität der Aufbauplanungen und des Konzepts zur Personalrekrutierung und -entwicklung;
  • langfristige Entwicklungsperspektiven über den Gründungszeitraum hinaus, Wettbewerbsfähigkeit des neuen Forschungszentrums im internationalen Vergleich und überregionale Bedeutung des Vorhabens für den Wissenschaftsstandort Deutschland.

Weiterhin wird die Projektbeschreibung für die dreijährige Aufbauphase bis zur Gründung nachfolgenden Kriterien bewertet:

  • Nachvollziehbarkeit und Angemessenheit der Planungen und der Kosten- und Ausgabenschätzung für die dreijährige Aufbauphase;
  • Zielorientierung und Realisierungschancen der Planung für die Aufbauphase.

Entsprechend der oben angegebenen Kriterien werden die für eine Förderung am besten geeigneten Konzepte ausgewählt.

Fragen zur Einreichung von Skizzen für die Konzeptionsphase

Bis wann können Konzeptskizzen beim BMBF eingereicht werden?

Die Frist für die Einreichung von Konzeptskizzen wurde verlängert und ist nun der 30. April 2021.

Wer kann am Ideenwettbewerb teilnehmen?

Der Ideenwettbewerb richtet sich an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im In‑ und Ausland, die eine innovative Idee für ein neues Großforschungszentrum in einer der beiden Regionen haben und bereit sind, diese Idee zu einem tragfähigen Konzept weiterzuentwickeln und vor Ort umzusetzen. Eine bereits bestehende Verbindung zwischen den Antragstellerinnen und Antragstellern und dem Ort, an dem eine Ansiedlung geplant ist, ist keine Teilnahmevoraussetzung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die zum Zeitpunkt der Antragstellung im Ausland arbeiten und sich langfristig bei der Gründung der neuen Einrichtungen in den jeweiligen Regionen engagieren wollen, wird empfohlen, sich frühzeitig mit einer Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung mit Sitz in Deutschland abzustimmen, da in der Konzeptphase eine Förderung nur über eine solche Einrichtung formal beantragt werden kann.

Auch die gemeinsame Einreichung einer Konzeptskizze durch mehrere Personen ist möglich. Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind dazu aufgerufen, ihre Ideen zunächst in Form einer Konzeptskizze einzureichen.

Können Nachwuchswissenschaftler/innen am Ideenwettbewerb teilnehmen?

Grundsätzlich können auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler eine Konzeptskizze einreichen. Da die Gründung einer Großforschungseinrichtung mit erheblichen Finanzressourcen und Personalkapazitäten sowohl in der Planungs- als auch in der Umsetzungsphase hohe Anforderungen an die handelnden Personen stellt, sind Erfahrung im Aufbau und/oder im Management von Forschungseinrichtungen wünschenswert. Daher wird in diesen Fällen zu einem Zusammenschluss mit geeigneten Partnern geraten.

In welcher Sprache soll die Skizze eingereicht werden?

Sofern möglich reichen Sie die Skizze für die Konzeptionsphase zum 30.04. bitte auf Deutsch ein. Englischsprachige Skizzen werden ebenfalls entgegengenommen und bewertet.
(Für die Anträge zur Aufbauphase wird zusätzlich zum deutschsprachigen Konzept eine englische Übersetzung notwendig.)

Was muss für den ersten Auswahlschritt vorgelegt werden?

Erwartet werden drei Dokumente:

  • eine Zusammenfassung der Skizze (Formulare für die Skizzeneinreichung in easy-Online)
  • eine 20-seitige Vorhabenbeschreibung, die aus der Darstellung des Konzepts für die neue Forschungseinrichtung sowie einem Arbeits- und Finanzplan für die sechsmonatige Konzeptionsphase besteht (nach vorgegebener Gliederung in easy-Online „Anlage“)
  • ein Video von maximal 3 Minuten (Modalitäten der Einreichung werden noch bekannt gegeben)

Das wissenschaftliche Konzept sollte selbsterklärend sein und eine Beurteilung ohne weitere Recherchen zulassen. Verbundanträge sind möglich.

Gesucht sind die besten Ideen für die Gründung der beiden neuen Forschungszentren. Im Fokus der Konzeptskizze steht daher ein Vorschlag für eine ambitionierte Forschungsmission für das neue Forschungszentrum, die den Bogen von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung spannt und große gesellschaftliche Herausforderungen adressiert und eine Darstellung, wie ein neuer Weg der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der neuen Einrichtung ausgestaltet werden könnte, einschließlich einer Transferstrategie, die u. a. die geplanten Aktivitäten der Einrichtung zur Förderung des Innovationsgeschehens in der Region umreißt.

Eine Forschungsmission wird dabei als eine langfristig angelegte wissenschaftliche Zielsetzung definiert, die weit über kurzfristige Projektförderung hinausdenkt, deren Wege zum Erfolg ggf. erst erprobt werden müssen und die eine Kombination von flexiblen wissenschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Planungssicherheit erfordert.

Weiterhin ist eine kurze Projektbeschreibung für die Konzeptionsphase mit nachvollziehbarer Finanzplanung notwendig.

Die Einreichung der Projektskizze in elektronischer Form erfolgt über das Internetportal easy-Online unter https://foerderportal.bund.de/easyonline/. Dort ist neben dem easy-Formular auch eine Formatvorlage für die Vorhabenbeschreibung hinterlegt.

Zusätzlich zur Konzeptskizze sind die Antragsteller aufgefordert, eine kurze anschauliche und allgemeinverständliche Präsentation der Konzeptidee als Video zu erstellen. Nach Einreichung der Projektskizze in elektronischer Form erhalten die Antragsteller eine gesonderte Aufforderung zur Einreichung des Videos. Vorgaben zu technischen Anforderungen an den Videoclip werden bis spätestens Anfang April 2021 auf der Internetseite des BMBF zur Förderinitiative veröffentlicht.

Im easy-Online Portal kann ich die entsprechende Fördermaßnahme nicht auswählen. Wird diese noch erstellt?

Die Förderbekanntmachung ist auf easy-Online noch nicht freigeschaltet. Wir gehen davon aus, dass dies in der Kalenderwoche 12 abgeschlossen sein wird.

Was ist Zweck und Zielgruppe der Video-Präsentation? Ist eine aufgenommene Kurz-Präsentation (mit PowerPoint und Ton) ausreichend?

Das Video sollte eine anschauliche und allgemeinverständliche Präsentation der Konzeptidee enthalten (wahlweise englisch/deutsch maximal drei Minuten). Zielgruppe ist zunächst die Perspektivkommission. Hierfür sind dem BMBF Nutzungsrechte zu gewähren. Sofern das Vorhaben zur Förderung in der Konzeptionsphase ausgewählt wird, kann die Videovorstellung in Abstimmung mit den Antragstellern vom Zuwendungsgeber für Öffentlichkeitsarbeit etc. verwendet werden.

Wie soll die Abgabe des Videos erfolgen? Wird es hierfür ebenfalls eine Funktion zum Hochladen bei easy-Online geben?

Die Abgabe des Videos erfolgt nicht über easy-Online. Nach Einreichung der Projektskizze in elektronischer Form erhalten die Antragstellerinnen und Antragsteller eine gesonderte Aufforderung zur Einreichung des Videos.

Wie sollte die Projektskizze gegliedert sein?

Die Projektskizzen müssen eine Konzeptskizze für das neue Forschungszentrum und eine Projektbeschreibung für die Konzeptionsphase mit nachvollziehbarer Finanzplanung beinhalten. Die Unterlagen sollen selbsterklärend sein, eine Beurteilung ohne weitere Recherchen zulassen und folgende Struktur aufweisen (insgesamt maximal 20 Seiten, Schrifttyp Arial, Schriftgrad 11, 1,5-zeilig). Sie sollen wie folgt gegliedert sein:

  1. Informationen zum Antragsteller (Anschrift, Telefonnummer, E-Mailadresse), gegebenenfalls Nennung der Partner etc. werden im Rahmen des Formulars für die Antragstellung in easy online erfasst, als Anlage hierzu wird die Konzeptskizze wie folgt gegliedert:
  2. Deckblatt mit Kurztitel und Fachgebiet, sowie Angabe einer Präferenz hinsichtlich der beiden im Strukturstärkungsgesetz vorgesehenen Gebiete;
  3. Vorschlag für eine ambitionierte Forschungsmission für das neue Forschungszentrum, die den Bogen von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung spannt und große gesellschaftliche Herausforderungen adressiert;
  4. Einordnung des Vorschlags hinsichtlich des wissenschaftlichen Potenzials, Stand von Wissenschaft und Technik und Originalität des Forschungsansatzes;
  5. kurze Darstellung der bisherigen, einschlägigen Arbeiten der Antragsteller auf diesem Gebiet;
  6. Vorschlag für einen möglichen Kern an Ressourcen (inklusive Personal) für die neue Einrichtung;
  7. Vorschlag, wie ein neuer Weg der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der neuen Einrichtung ausgestaltet werden könnte;
  8. Transferstrategie, die u. a. Aktivitäten der Einrichtung zur Förderung des Innovationsgeschehens in der Region skizziert;
  9. Einordnung des geplanten Forschungszentrums in die nationale und internationale Wissenschaftslandschaft und Beschreibung der strukturellen Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Deutschland;
  10. Projektbeschreibung für die Konzeptionsphase:
    1. Arbeitsplan für die Konzeptionsphase inklusive Kosten- bzw. Ausgabenabschätzung, sowie einer belastbaren Planung von Arbeits-, Zeit- und Personalaufwand in Personenmonaten;
    2. gegebenenfalls Darstellung der Kooperationspartner und Arbeitsteilung;
    3. Finanzierungsplan: tabellarische Darstellung der geschätzten Ausgaben/Kosten getrennt nach Kooperationspartnern und Einzelpositionen.

Es steht den Antragstellern frei, weitere Punkte unter Beachtung der maximalen Seitenanzahl anzufügen, die nach ihrer Auffassung für die Beurteilung ihres Vorschlags von Bedeutung sind. Anlagen, die die maximale Seitenzahl überschreiten, können beigefügt werden, können aber möglicherweise nicht berücksichtigt werden.

Weiterhin ist eine anschauliche und allgemeinverständliche Präsentation der Konzeptidee als Video beizufügen (wahlweise englisch/deutsch maximal drei Minuten). Sofern das Vorhaben zur Förderung in der Konzeptionsphase ausgewählt wird, kann die Videovorstellung in Abstimmung mit den Antragstellern vom Zuwendungsgeber für Öffentlichkeitsarbeit etc. verwendet werden.

Müssen die Konzeptskizzen detaillierte Angaben über Budgets und Personalbedarf liefern?

Der Finanzierungsplan für die Projektförderung der Konzeptionsphase soll den allgemeinen Anforderungen an die Projektplanung genügen. Dies erfordert eine tabellarische Darstellung der geschätzten Ausgaben/Kosten getrennt nach Kooperationspartnern und Einzelpositionen des Gesamtfinanzierungsplans / der Gesamtvorkalkulation.

Im Rahmen der Konzeptskizze muss für das Budget der neuen Einrichtung lediglich ein Vorschlag für einen möglichen Kern an Ressourcen (inklusive Personal) dargestellt werden, der aber verständlich und plausibel sein sollte.

Wie detailliert muss im Rahmen der Projektskizze auf den „Kern der Ressourcen“ der Einrichtung eingegangen werden? Soll Bezug genommen werden auf die Anfangs-/Aufbauphase oder soll lediglich der Endzustand dargestellt werden?

Die Finanzplanung für das neue Forschungszentrum sollte prägnant und verständlich sein und eine erste Einschätzung erlauben, ob die Planung im Einklang mit der Forschungsmission steht und plausibel ist. Detailliertere Planungen werden erst in den ausgearbeiteten Konzepten erwartet.

Der Kern an Ressourcen beschreibt dabei die bereits vorhandenen Ressourcen (ins. Personal und Infrastrukturen, bezogen auf die Ausführungen zu eigene Vorarbeiten und Beiträgen der Kooperationspartner, s.o.) von denen ausgehend die weiteren Aktivitäten aufgebaut werden sollen.

Daher wäre es hilfreich, wenn sowohl der Verlauf in der Aufbauphase als auch der angestrebte Endzustand dargestellt werden könnte. Auch Aussagen, welche der Ressourcen ggf. bei der Gründung der neuen Einrichtung in diese überführt werden könnten, sind hilfreich.

Zählt eine Liste der Literaturzitate zu den 20 Seitenlimit? Sind neben den 20 Seiten Anhänge erlaubt und welche?

In der Konzeptskizze soll eine kurze Darstellung der bisherigen, einschlägigen Arbeiten der Antragsteller auf diesem Gebiet enthalten sein (siehe auch Punkt 4 der Gliederung in der Förderrichtlinie im Absatz 7.2.1). Essentielle Referenzen sollten hier angegeben werden.

Weiterhin bitten wir darum eine Kurzvorstellung für den oder die federführende(n) Wissenschaftler/in/nen auszufüllen. Eine entsprechend Formatvorlage findet sich unter easy online. Diese wird nicht auf die maximale Seitenzahl angerechnet.

Es steht den Antragstellern frei, weitere Punkte unter Beachtung der maximalen Seitenanzahl anzufügen, die nach ihrer Auffassung für die Beurteilung ihres Vorschlags von Bedeutung sind. Anlagen, die die maximale Seitenzahl überschreiten, können beigefügt werden, können aber möglicherweise nicht berücksichtigt werden.

Zählen Abbildungen, Tabellen etc. zu den 20 Seiten oder können diese alternativ in den Anhang eingefügt werden? Werden entsprechende Abbildungen und Tabellen, die im Anhang aufgeführt werden, berücksichtigt?

Die Darstellung auf den 20 Seiten sollte selbsterklärend sein und eine Beurteilung ohne weitere Recherchen zulassen. Abbildungen und Tabellen sollten daher soweit erforderlich in die 20 Seiten integriert werden.

Es steht den Antragstellern frei, weitere Punkte unter Beachtung der maximalen Seitenanzahl anzufügen, die nach ihrer Auffassung für die Beurteilung ihres Vorschlags von Bedeutung sind. Anlagen, die die maximale Seitenzahl überschreiten, können beigefügt werden, können aber möglicherweise nicht berücksichtigt werden.

Fragen zur Bedeutung des Standorts

Welche Rolle spielt der Standort der Einrichtung, die in der Konzeptionsphase die Abwicklung der Projektförderung übernimmt?

Eine Verbindung zwischen Antragstellerinnen und Antragstellern und dem Ort, an dem eine Ansiedlung geplant ist, ist keine Voraussetzung, um sich für die Konzeptionsphase (Förderphase I) zu qualifizieren. Sofern in der ersten Förderphase noch keine Kooperation mit einer oder mehreren regionalen Hochschule/n und/oder außeruniversitären Forschungseinrichtung/en in der Region besteht, wird von den Antragstellern erwartet, dass sie in der Konzeptionsphase eine strategische Partnerschaft etablieren.

Die Einrichtung, die die Projektförderung der Konzeptionsphase administriert, muss daher nicht in einem der beiden Reviere liegen. Es wird erwartet, dass die Einrichtung den/die Wissenschaftler/in umfassend administrativ und logistisch unterstützt.

Ein Wechsel der für die Konzeptskizze verantwortlichen Wissenschaftlerin/des verantwortlichen Wissenschaftlers an eine andere Hochschule oder Forschungseinrichtung (idealerweise in der Region) für die Förderphase II (Aufbauphase) ist möglich.

Wie erfolgt die Auswahl der Standorte? Welche Rolle spielt der vorgesehene Standort für die neuen Großforschungszentren?

Im ersten Auswahlschritt liegt der Fokus auf der thematischen Ausrichtung und auf der Auswahl der besten Köpfe. Daher wird bei der Einreichung der Konzeptskizze zunächst nur um die Nennung einer Präferenz hinsichtlich der beiden im Strukturstärkungsgesetz vorgesehenen Gebiete, sowie um eine kurze Beschreibung der geplanten Aktivitäten der Einrichtung zur Förderung des Innovationsgeschehens in der Region gebeten.

Es ist geplant, aus den eingereichten Konzeptskizzen auf Grundlage der Empfehlung einer mit hochrangigen Expertinnen und Experten besetzten Perspektivkommission etwa drei pro vorgegebener Region auszuwählen, die eine Förderung zur weiteren Ausarbeitung erhalten.

Im zweiten Auswahlschritt, also nach der Einreichung der in der Konzeptionsphase ausgearbeiteten Konzepte, wird ein Vorschlag für einen konkreten Standort innerhalb der jeweiligen Region für das neue Forschungszentrum erwartet. Dieser ist die Grundlage für das geforderte Konzept für die Standortentwicklung mit entsprechender Raumplanung (einschließlich der Zusage der Unterstützung durch die Standortgemeinde/n) und Darstellung der möglichen Beiträge zur regionalen Entwicklung.

Welche Standorte kommen für eine Gründung infrage?

§ 17 Nummer 29 des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen (StStG) sieht die „Gründung je eines neuen institutionell geförderten Großforschungszentrums nach Helmholtz oder vergleichbaren Bedingungen in der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier auf Grundlage eines Wettbewerbsverfahrens“ vor. Die zu diesen beiden Fördergebieten zählenden Gemeinden und Gemeindeverbände werden in §2 StStG näher definiert. Die abschließende Förderentscheidung treffen der Bund und das Sitzland auf Basis der Begutachtungsergebnisse und der Verfügbarkeit der Mittel.
https://www.gesetze-im-internet.de/invkg/BJNR179510020.html.

Kommen Dresden und Leipzig als Standorte der neuen Großforschungszentren in Frage?

§ 17 Nummer 29 des StStG benennt die sächsische Lausitz und das mitteldeutsche Revier als die möglichen Standorte für die beiden neu zu gründenden Großforschungszentren. Die zu diesen beiden Fördergebieten zählenden Gemeinden und Gemeindeverbände werden in §2 StStG näher definiert. Die Stadt Leipzig, sowie der Landkreis Leipzig sind gemäß dieser Definition als Teil des mitteldeutschen Reviers ein mögliches Fördergebiet. Dresden ist von dieser Definition nicht umfasst.

Kommen auch Standorte außerhalb der beiden genannten Regionen als Standort für die neuen Großforschungszentren in Frage?

Gründungen außerhalb der beiden genannten Regionen, wie z. B. andere im Strukturstärkungsgesetz geförderte Regionen, können im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ nicht gefördert werden. Die beiden in § 17 Nummer 29 genannten Förderregionen sind die sächsische Lausitz und das mitteldeutschen Revier.

Die Einbeziehung weiterer Projektpartner in Förderphase II ist wünschenswert. Partner sind regional nicht begrenzt, aktuell sind Fördermittel allerdings ausschließlich im Mitteldeutschen Revier und der Lausitz vorgesehen. Partner außerhalb dieser Regionen müssen ihre Finanzierung selbst sicherstellen.

Fragen zur Ausgestaltung der Förderung

Was umfasst die Förderung in der Konzeptionsphase?

Im Rahmen der Konzeptentwicklungsphase werden gemeinsame wissenschaftliche und organisatorische Planungsarbeiten gefördert, welche die Grundlagen zur Realisierung eines neuen Großforschungszentrums darstellen. Das in der Förderphase I erarbeitete Konzept bildet die Grundlage für den Aufbau des neuen Großforschungszentrums. Die die verantwortlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützenden Einrichtungen (Hochschulen oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) erhalten u.a. Fördermittel die es Ihnen erlauben, für die Zeit der Konzeptionsphase den Autor/die Autorin von anderen Aufgaben zu entbinden. Die Förderung kann zudem Unterstützung durch wissenschaftliches, wissenschaftsunterstützendes sowie Verwaltungspersonal, Sachmittel und Mittel für Aufträge umfassen. Das zusätzliche Personal ist an der jeweiligen Einrichtung beschäftigt. Größere Investitionen, wie z. B. die Anschaffung von Großgeräten oder Neubauten sind in der Konzeptionsphase nicht vorgesehen. Externe Aufträge werden ggf. durch die Einrichtung vergeben.

Gefördert werden können zudem beispielsweise:

  • Maßnahmen zur umfassenden strategischen Analyse des Forschungsfeldes, inklusive nationaler wie internationaler Trends und Entwicklungen;
  • Bestandsaufnahmen vorhandener Expertisen, Analyse von Bedarfen;
  • Maßnahmen zum Austausch und zur gemeinsamen Entwicklung und Abstimmung eines detaillierten gemeinsamen Gesamtkonzepts für ein neues Großforschungszentrum;
  • Erstellung einer Wirkungsanalyse/Risikoanalyse und eines Risikomanagements für das Gesamtkonzept;
  • Machbarkeitsstudien.

Ist in dem genannten Maximalbetrag von 500.000 € die Projektpauschale schon enthalten?

Nach § 5 der Förderrichtlinie wird bei nichtwirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen und Universitätskliniken zusätzlich zu den durch das BMBF anerkannten zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt. Dies gilt für beide Förderphasen.

Die Projektpauschale ist in der Obergrenze der Fördermittel enthalten.

Welche Förderung ist für die Aufbauphase vorgesehen?

In der zweiten Förderphase (Aufbauphase) werden auf Grundlage der beiden ausgewählten Konzepte Forschungsprojekte zum Auf- und Ausbau der wissenschaftlichen Aktivitäten, der notwendige Kompetenzaufbau im administrativen Bereich sowie innovationsunterstützende Aktivitäten in Vorbereitung der Gründung der beiden neuen Forschungseinrichtungen gefördert. Der Förderzeitraum beträgt in der Regel drei Jahre und kann einmalig um bis zu drei Jahre verlängert werden. In der Förderphase II werden alle Aktivitäten gefördert, die dem Aufbau des neuen Großforschungszentrums dienen, von wissenschaftlichen Projekten über den Aufbau benötigter Forschungsinfrastrukturen und administrativer Kapazitäten, sowie die für die Einbindung weiterer Partner erforderliche Mittel. Diese richten sich nach dem ausgewählten Konzept. Gefördert werden können beispielsweise

  • Ausbau der im Konzept aufgeführten Forschungsschwerpunkte;
  • Aufbau der Organisationsstruktur (inklusive eines Aufbaus des wissenschaftlichen und administrativen Personals des neuen Forschungszentrums);
  • Ausbau der Infrastruktur;
  • notwendige Unterstützungen durch Experten bei der Erstellung einer Governance;
  • Beratungen und Unterstützungsleistungen bei der Gründung des neuen Zentrums, z. B. durch eine Kanzlei.

Verbundanträge sind möglich. Auch größere Investitionen, wie z.B. die Anschaffung von Großgeräten oder Neubauten sind in der Aufbauphase grundsätzlich möglich, es ist angesichts der Planungshorizonte davon auszugehen, dass diese zumindest teilweise in die Phase der institutionellen Förderung fallen.

Die konkrete Fördersumme in der zweiten Phase richtet sich nach der im Konzept aufgeführten Projektbeschreibung. Es kann pro Vorhaben eine Förderung von bis zu 7 Mio. Euro im ersten Jahr ausgesprochen werden. Die Fördersumme in den Folgejahren kann entsprechend des erforderlichen Bedarfs erhöht werden.

Ziel der Projektförderung ist die Gründung zweier neuer Forschungseinrichtungen als rechtlich selbstständige Einrichtungen. Mit der Gründung wird eine Überführung in die institutionelle Förderung angestrebt.

In der Aufbauphase ist ein Wechsel der für die Konzeptskizze verantwortlichen Wissenschaftlerin/des verantwortlichen Wissenschaftlers an eine andere Hochschule oder Forschungseinrichtung (ggf. in der Region) möglich.

Die Einbeziehung weiterer Projektpartner in Förderphase II ist wünschenswert. Partner sind regional nicht begrenzt, aktuell sind Fördermittel allerdings ausschließlich im Mitteldeutschen Revier und der Lausitz vorgesehen. Partner außerhalb dieser Regionen müssen ihre Finanzierung selbst sicherstellen.

Wie sehen die Regelungen für Unternehmen als „Associate Partner“ in der zweiten Förderphase aus, vor allem die Regelungen für IP Rechte und die Verwertungsregelungen?

In dieser Förderbekanntmachung sind Wirtschaftsunternehmen als direkte Zuwendungsnehmer nicht vorgesehen, da primäres Ziel die Vorbereitung der Gründung einer neuen Großforschungseinrichtung ist.

Verbundanträge sind allerdings grundsätzlich möglich. Mit der Bezeichnung „Associate Partner“ verbinden wir generell einen Partner, der für einen Verbund relevante Arbeiten/Teilprojekte durchführt, aktiv an der Verbundarbeit mitwirkt, jedoch keine projektbezogene Zuwendung vom BMBF erhält, sondern die Finanzierung seiner Beiträge selbst sicherstellt. Die Zusammenarbeit wird im Rahmen einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung und in einem gemeinsamen Verwertungsplan geregelt, damit Verbindlichkeit hergestellt ist, die Beiträge des „Associate Partners“ sichergestellt sind und zum Erfolg des Verbunds beitragen.

Die Kooperationsvereinbarung wird zwischen den Partnern abgeschlossen und sollte Regelungen zu IP beinhalten, sofern dies für die Projekte relevant ist. Der Zuwendungsgeber nimmt auf die konkrete Ausgestaltung der Kooperationsverträge keinen Einfluss.

Ein Merkblatt für Kooperationsverträge ist abrufbar unter: https://foerderportal.bund.de/easy/module/profi_formularschrank/download.php?datei1=219.

Wie wird der Aufbau der neuen Großforschungszentren finanziert?

Die Phase der Projektförderung (Konzeptions- und Aufbauphase) wird ausschließlich vom Bund getragen (etwa sechs Monate + etwa drei Jahre mit der Option auf eine einmalige Verlängerung um bis zu drei Jahre).

Ziel der Projektförderung ist die Gründung zweier neuer Forschungseinrichtungen als rechtlich selbstständige Einrichtungen. Gemäß der Vorgabe des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen „nach Helmholtz oder vergleichbaren Bedingungen“ wird ab dem Gründungszeitpunkt eine dauerhafte Finanzierung der beiden neuen Forschungseinrichtungen durch den Bund und durch das Sitzland angestrebt. Der Zeitpunkt der Gründung hängt von der gewählten Governance sowie den Fortschritten in der Förderphase II ab.

Ob eine Aufnahme in eine der bestehenden Wissenschaftsorganisationen angestrebt wird, wird von den Zuwendungsgebern nach Auswahl der Konzepte zur Gründung und auf Grundlage der thematischen und strukturellen Ausrichtung der Vorhaben entschieden.

Mit welchen Baukosten wird je Zentrum kalkuliert?

Es ist in Abhängigkeit vom wissenschaftlichen Erfolg langfristig ein Ausbau im Rahmen des Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen auf ein Budget von jährlich bis zu 170 Mio. € pro Zentrum vorgesehen. Es ist möglich, Baukosten aus diesen Mitteln zu finanzieren.“

Beratung

Wie können persönliche oder telefonische Beratungen zur Antragstellung vereinbart werden?

Die Rahmenbedingungen für das Wettbewerbsverfahren werden in der Richtlinie zur Förderung von Vorhaben im Rahmen der Initiative „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ vom 18. Dezember 2020 festgelegt, siehe auch  https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3295.html

Fragen zum Wettbewerbsverfahren sind schriftlich an die speziell hierfür eingerichtet E-Mail-Adresse zu richten: WissenSchafftPerspektiven@bmbf.bund.de.

Anfragen werden schriftlich beantwortet und die entsprechenden Antworten für alle potentiellen Antragstellerinnen und Antragsteller transparent auf die BMBF-Themenseite zum Ideenwettbewerb (https://www.bmbf.de/de/wissen-schafft-perspektiven-fuer-die-region-13122.html) eingestellt, um sicherzustellen, dass alle Antragsteller den gleichen Stand an Informationen haben.

Mit der Wahrnehmung persönlicher Beratungen zu grundsätzlichen Fragen zum Wettbewerbsverfahren „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ sowie zur fachlichen Ausgestaltung von Projektskizzen ist seit dem 05.03.2021 folgender Projektträger vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beauftragt:

Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH

Ansprechpersonen

Dr. Christiane Püttmann

E-Mail: ptj-perspektiven@fz-juelich.de

Telefon: +49 2461 / 61 96 397

Fax: 02461 / 61 90 80

Dr. Christoph Wannek

E-Mail: ptj-perspektiven@fz-juelich.de

Telefon: +49 176 / 20 51 51 64

Fax: 030 / 20 19 94 12

Definition von Bezeichnungen:

Projektskizze für Konzeptionsphase , erste Förderphase

Die Skizze für die Konzeptionsphase wird zum 30.04.2021 eingereicht, sie besteht aus drei Dokumenten: dem elektronischen Datensatz im easy-Online-Portal, der beizufügenden Anlage mit der Vorhabenbeschreibung und dem Video. Diese Skizze ist Grundlage für die Bewilligung der Fördermittel der ersten Förderphase./Konzeptionsphase

Vorhabenbeschreibung

Die Vorhabenbeschreibung umfasst eine Projektbeschreibung und eine Konzeptskizze.

Konzeptskizze

Die Konzeptskizze beschreibt den Vorschlag für das neue Forschungszentrum und Vorarbeiten hierzu. Dies entspricht den Gliederungspunkten 2.- 8. unter 7.2.1. der Förderrichtlinie.  

Projektbeschreibung für die erste Förderphase /Konzeptionsphase

Die Projektbeschreibung enthält die konkreten Arbeiten (inkl. Arbeitsplan und Finanzierungsplan) für die sechsmonatige Konzeptionsphase und beschreibt diejenigen Maßnahmen (inkl. Analysen, Studien), die notwendig sind, um für die zweite Förderphase/Aufbauphase eine ausgereiftes und umfassendes Konzept vorzulegen.

Konzept

Ausgereifte und umfassende Beschreibung des neuen Zentrums (Gliederungspunkte 2 – 6 von 7.3.1.)