Berufliche Bildung attraktiver machen

Wissenschaftsrat legt Empfehlungen zum Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung vor / Wanka: „Beide Bereiche sind gleichwertig“

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat begrüßt, dass der Wissenschaftsrat die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung betont hat. „Ich freue mich, dass der Wissenschaftsrat ein deutliches Signal für die Gleichwertigkeit beider Bereiche setzt“, sagte Wanka. „Ein passendes Angebot an gut qualifizierten Fachkräften ist entscheidend, damit Deutschland auch in Zukunft innovativ ist und seinen Wohlstand erhält und ausbaut. Das Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung in eine richtige Balance zu bringen und die Gleichwertigkeit dieser beiden erfolgreichen Bildungsbereiche sicherzustellen, sind dabei zentrale Aufgaben.“

Eine zentrale Empfehlung des Wissenschaftsrates sind bessere Orientierungsangebote für Jugendliche hinsichtlich der Entscheidung zwischen Berufsausbildung und Studium. „Information und Beratung sind die Grundlage dafür, dass Menschen sich für den Bildungsweg entscheiden, der zu ihren Neigungen und Fähigkeiten passt“. Das BMBF wird deshalb die Vorschläge des Wissenschaftsrates in seine Strategie zur Stärkung der beruflichen Bildung und ihrer Verzahnung mit der akademischen Bildung einbeziehen.

Um auf diesen Gebieten konkrete Fortschritte zu erzielen, hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren wichtige Initiativen gestartet. So wird beispielsweise im Deutschen Qualifikationsrahmen ein Abschluss als Meister der gleichen Stufe zugeordnet wie ein Bachelor. Der Wettbewerb offene Hochschulen oder das ANKOM-Projekt, das sich der Anrechnung beruflich erworbener Qualifikationen auf ein Hochschulstudium widmet, zielen darauf ab, beruflich Qualifizierten den Weg zur Aufnahme eines Studiums zu erleichtern.

Die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und hochschulischen Bildung zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Bildungspolitik in den nächsten Jahren. „Es geht darum, die duale Ausbildung dadurch attraktiver zu machen, dass der Wechsel vom Beruf an die Hochschule einfacher wird“, sagte Wanka. Umgekehrt müssten von Studienabbrechern erbrachte Leistungen bei einer anschließenden Berufsausbildung besser anerkannt werden.

Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates sowie weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.wissenschaftsrat.de/home.html
http://www.bmbf.de/de/6346.php
http://www.bmbf.de/de/544.php