Berufsorientierungsprogramm

Das Berufsorientierungsprogramm unterstützt Schülerinnen und Schüler frühzeitig darin, ihre Stärken zu erkennen und erste praktische Erfahrungen mit der Berufswelt zu sammeln. Das hilft ihnen bei ihrer künftigen Berufswahl.

Schülerinnen und Schüler mit Ausbilder an der Werkbank im Rahmen der Werkstatttage des Berufsorientierungsprogramms des BMBF
Schülerinnen und Schüler mit Ausbilder an der Werkbank im Rahmen der Werkstatttage des Berufsorientierungsprogramms des BMBF © Berufsorientierungsprogramm des BMBF / Annegret Hultsch Photography

Das Berufsorientierungsprogramm (BOP) besteht aus einer Potenzialanalyse in der 7. Klasse und Werksstatttagen in der 8. Klasse. In der Potenzialanalyse erfahre Jugendliche mehr über ihre Neigungen, Kompetenzen und Stärken. Anschließend können sie ganz praktisch und wirklichkeitsnah über zwei Wochen mindestens drei Berufsfelder kennenlernen.

Damit erhalten sie zusätzliche Motivation, den Schulabschluss zu erreichen und sie gewinnen einen guten Einblick in viele Berufsfelder. Und es hilft ihnen, einen geeigneten Praktikums- und Ausbildungsplatz zu finden und eine gute Wahl zwischen Ausbildung und Studium zu treffen. Spätere Ausbildungs- oder Studienabbrüche können dadurch verhindert werden.

Die Maßnahmen werden in überbetrieblichen oder vergleichbaren Berufsbildungsstätten durchgeführt. Diese können hierfür Fördermittel beantragen. Für neue Anträge gelten seit dem 1. Januar 2015 die Förderrichtlinien vom 18. November 2014 und neue Qualitätsstandards für die Potenzialanalyse.

Seit dem Start des Programms im Jahr 2008 wurden Zuschüsse in Höhe von über 360 Millionen Euro für mehr als 1000 Vorhaben bewilligt. Damit werden knapp 815.000 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Das Berufsorientierungsprogramm trägt wesentlich zur Initiative Bildungsketten bei. Hierin werden verschiedene Förderelemente zum Übergang Schule – Beruf eng miteinander verzahnt – wie die Glieder einer Kette.