Bessere Kitas und Grundschulen

Kindertagesstätten und das pädagogische Personal auf die Zukunft vorbereiten - das ist das Ziel von 30 Forschungsvorhaben, die das Bundesbildungsministerium fördert.

Besser lernen durch frühe Förderung: Dafür macht sich das Bundesbildungsministerium mit zahlreichen Förderprogrammen und Initiativen stark. © Thinkstock

Der Ausbau und die Verbesserung der individuellen Frühförderung von Kindern sind wichtig. Gefördert wird in zwei Bereichen: Bei „Kooperation von Elementar- und Primarbereich“ geht es um eine bessere Verzahnung von Kitas und Grundschulen. Bei „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ steht die Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften im Zentrum.

„Kooperation von Elementar- und Primarbereich“

Aktuelle nationale und internationale Schulleistungsstudien verweisen auf die Notwendigkeit einer bildungsstufen-übergreifenden Zusammenarbeit im Bildungssystem. Ziel der Forschungsförderung „Kooperation von Elementar- und Primarbereich“ ist seit 2010 eine Verbesserung der Kooperation von Kindertagesstätten und Grundschulen. Hierzu gehört auch die vertiefte Zusammenarbeit des Personals. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten 14 Forschungsvorhaben liefern Erkenntnisse sowie empirische Grundlagen der Kooperation. Ziel ist es, neue Formen der Fort- und Weiterbildung zu entwickeln.

Im Zentrum stehen Untersuchungen zu unterschiedlichen Arten der Kooperation von Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Elternhäusern. Sie setzen bei der Vernetzung von Kindergarten, Grundschule und Familie an. Neben diesem Schwerpunkt wird ein weiterer Akzent auf die Dokumentation von Bildungsverläufen innerhalb dieses Netzwerks gesetzt. Untersucht werden Kooperationstypen sowie Instrumentarien und Strategien der Bildungsdokumentation.

Auf jährlichen Vernetzungstreffen wurden die Forschungsvorhaben vorgestellt und der Transfer in die Praxis diskutiert.

„Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“

Der Förderbereich „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ begleitet die „Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (WIFF) wissenschaftlich. Die 16 Projekte liefern seit 2011 empirisch fundierte Forschungsergebnisse. Hierzu gehören die Qualifikation von Kindertagesstätten sowie die Aus- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte.

Bei den Untersuchungen geht es beispielsweise um Anforderungen an die Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern, Qualifikationsprofile des Personals sowie die Bedeutung von Unterstützungssystemen. Es werden Erkenntnisse zum System der Ausbildung sowie zu Fragen der Weiterbildung gewonnen. Forschungsprojekte analysieren Berufswahl, Berufseinmündung und Karriereverläufe von Frühpädagoginnen sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Auf jährlichen Vernetzungstreffen wurden auch diese Forschungsvorhaben vorgestellt und der Transfer in die Praxis diskutiert.

Bis auf ein Verbundprojekt sind die Forschungsprojekte im Förderbereich „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ zum 30.11.2014 ausgelaufen. Das Verbundprojekt „Übergang von fachschul- und hochschulausgebildeten pädagogischen Fachkräften in den Arbeitsmarkt (ÜFA)“ wurde durch eine zweite Förderphase bis zum 31.03.2016 verlängert.