Gesund ernähren im Alter: Bundesministerin Wanka setzt Sommerreise fort

Wie sieht unser Leben im Alter aus? In Potsdam informierte sich Bundesministerin Johanna Wanka darüber, wie die Forschung optimale Lebensmittel für ältere Menschen entwickelt. In Chemnitz spricht sie mit Bewohnern der Siedlungsgemeinschaft.

Bundesministerin Johanna Wanka im Labor des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung. Hier werden Lebensmittel für ältere Menschen entwickelt. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Bis ins hohe Alter fit und gesund bleiben – neben ausreichend Bewegung kann auch eine gesunde Ernährung dazu beitragen. Sie kann uns vor Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs schützen. Doch es ist nicht immer so einfach, sich im Alter gesund und ausgewogen zu ernähren. Denn die Bedürfnisse des Körpers ändern sich mit dem Lebensalter.

Häufig entwickeln ältere Menschen einen Mangel an Proteinen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Spurenelementen. Die Gründe für die Unterversorgung sind bislang noch ungeklärt. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, entwickelt das Kompetenzcluster „NutriAct“ am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke neue Lebensmittel, die besonders reich an wichtigen Nährstoffen sind: Brot mit Lupine oder Müsli mit Erbsenprotein. Herkömmliche Lebensmittel werden mit Proteinen und anderen Nährstoffen angereichert – oftmals auch „Functional Food“ genannt.

Wissenschaftlich belegt: Ernährung beeinflusst unsere Gesundheit

Bundesforschungsministerin Wanka hat von den Lebensmitteln selbst probiert und sich erklären lassen, wie das Kompetenzcluster „NutriAct“ bei deren Herstellung mit der regionalen Unternehmen aus Brandenburg zusammenarbeitet. „Bei unserer Forschung achten wir besonders darauf, dass die Nährstoffe pflanzlichen Ursprungs sind und aus der Region kommen. Statt auf Soja und Olivenöl  zu setzen, nutzen wir beispielsweise heimische Erbsen und Rapsöl“, sagte Tilman Grune, wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung.

Den Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheiten konnten die Wissenschaftler des DIfE bereits mit Studien belegen: Sie haben herausgefunden, dass der Konsum des Zuckers Isomaltulose im Vergleich zum herkömmlichen Haushaltszucker, der Saccharose, das Risiko senkt, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Der Grund: Isomaltulose aus Honig oder Zuckerrohr wird vom Körper langsamer verarbeitet als Haushaltszucker und macht länger satt. Dadurch steigt der Insulinspiegel weniger stark an. Solche wissenschaftlichen Funde könnten es in Zukunft möglich machen, Nahrungsmittel zu entwickeln, die das Erkrankungsrisiko deutlich senken – damit Menschen auch im hohen Alter fit und gesund bleiben.

Welche Nahrungsbestandteile können uns im Alter vor Krankheiten schützen und welche nicht? Wie kann es gelingen, dass Ergebnisse der Ernährungsforschung auch angenommen werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Kompetenzcluster für Ernährungsforschung ins Leben gerufen. Hier wird das Wissen aus Forschung und Wirtschaft gebündelt – damit wir alle schneller von diesen Ergebnissen im Alltag profitieren.

Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung