Bestmögliche Förderung von Anfang an

BMBF unterstützt neues Forschungsprojekt zur frühkindlichen Entwicklung / Wanka: "Wichtige Grundlage, um frühzeitig Chancengerechtigkeit zu fördern"

Das Bundesbildungsministerium (BMBF) unterstützt ein neues Forschungsprojekt zur Förderung der frühkindlichen Entwicklung. Bei der "Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung" (BRISE) erhalten Familien frühzeitig spezielle Förderangebote, deren Wirkung auf die Kinder wissenschaftlich untersucht wird. Insgesamt werden bei BRISE rund 1000 Familien vom Zeitpunkt der Geburt des Kindes bis zum Schuleintritt begleitet. Das BMBF stellt für das zunächst auf vier Jahre angelegte Forschungsprojekt 6,2 Millionen Euro bereit. BRISE arbeitet mit dem Stadtstaat Bremen sowie der Jacobs Foundation zusammen.

"Erkenntnisse aus der Bildungsforschung zeigen auch im internationalen Vergleich, wie wichtig frühe Förderung für eine gute Entwicklung ist. Im Projekt BRISE untersuchen Wissenschaftler erstmalig in Deutschland die langfristige Wirkung von Angeboten zur Förderung kognitiver, sozialer und emotionaler Kompetenzen von Kindern. Dies liefert eine wichtige Basis dafür, dass wir die Qualität der frühen Förderung verbessern und jedem Kind gerechte Chancen eröffnen können", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Zur Erforschung der Wirkung bauen Forscher an der Universität Bremen eine kindgerechte Umgebung auf. Hier spielen die Wissenschaftler in einer angenehmen Atmosphäre mit den Kindern, spielen ihnen Töne vor, schauen mit ihnen Filme oder Bilder an. Dabei nimmt eine Videokamera das Blickverhalten der Kinder auf. Dies ermöglicht, Rückschlüsse auf die motorischen und geistigen Fähigkeiten der Kinder zu ziehen. Das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel übernimmt die wissenschaftliche Koordination von BRISE.