Besuch der Landes-Gewerbeförderstelle des nordrheinwestfälischen Handwerks e.V. (LGH)

Grußwort des Parl. Staatssekretärs bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, anlässlich der Übergabe des Förderbescheides aus dem Berufsorientierungsprogramm des BMBF (BOP) für das Vorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“

Thomas Rachel bei der Bescheidübergabe
Thomas Rachel bei der Bescheidübergabe © BMBF

Sehr geehrte Frau Schönefeld,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Dr. Schäffer,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Hecke,
sehr geehrter Herr Ehlert,
sehr geehrter Herr Nolten,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schülerinnen und Schüler der Dumont-Lindemann-Schule

Vielen Dank für die freundliche Begrüßung, Herr Murauer.

Ziemlich genau vor einem Jahr habe ich die Gelegenheit gehabt, hier in Düsseldorf zum wiederholten Male einen Förderbescheid an die Landes-Gewerbeförderstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks, die LGH, aus dem Berufsorientierungsprogramm des  Bundesministeriums für Bildung und Forschung überreichen zu können.

In der Zwischenzeit ist einiges geschehen: wir haben das vergangene Jahr dazu genutzt, eine neue, umfassendere Bildungsketten-Vereinbarung zu schließen.

Die Partner sind mehr geworden: auf Seiten des Bundes sind es neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit. Auf Seiten des Landes sind das Schul- und Weiterbildungsministerium und das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales sowie die Regionaldirektion der Bundesagentur vertreten.

Mit dem Zuwachs an neuen Partnern sind auch die Zielvorgaben der Vereinbarung ehrgeiziger geworden: es sollen die unterschiedlichen Instrumente und Maßnahmen der Partner in einen systemischen Bezug zur Landeskonzeption gebracht werden und es soll eine nachhaltige strukturelle Entwicklung gesichert werden. Damit soll eine effiziente Begleitung der Jugendlichen im Übergang Schule-Beruf aufgebaut werden. Und letztlich soll der erfolgreiche Ausbildungsabschluss oder die richtige Studienwahl der jungen Menschen erreicht werden.

Die Tinte unter der Vereinbarung ist gerade getrocknet – und damit ist rechtzeitig die Voraussetzung für die Umsetzung geschaffen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren seit 2009 gestalten wir den Einstieg in die Bildungskette durch Potenzialanalyse und Werkstattage – oder wie es hier in Nordrhein-Westfalen heißt: Berufsfelderkundung. Viele Jugendliche sind sich unsicher über Ihre Stärken und fragen sich, welcher Beruf am besten zu Ihnen passt. Mit den Potenzialanalysen und Werkstatttagen unterstützen wir sie frühzeitig und individuell, diese Fragen zu beantworten. Schülerinnen und Schüler können erste praktische Erfahrungen sammeln. Das hilft nicht nur bei der künftigen Berufswahl, sondern motiviert auch in der Schule und beugt damit Schul- und Ausbildungsabbrüchen vor. Je klarer die persönlichen Ziele sind, desto entschlossener kann man den Weg dorthin beschreiten.

Ich freue mich, dass wir uns hier in einem Bildungszentrum treffen, in dem seit Jahren erfolgreich den Schülerinnen und Schülern solche Werkstatterfahrungen geboten werden.

Thomas Rachel mit jungen Auszubildenden
Thomas Rachel mit jungen Auszubildenden © BMBF

Und ich gespannt auf den Rundgang gleich durch die Einrichtung. Denn ich denke, da werdet Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler von der Dumont-Lindemann-Schule, mir zeigen können, wie Ihr praktisch das Berufsfeld Bau erprobt. Und ich hoffe, dass ich von Euch erfahre, wie Euch diese Werkstatttage gefallen – und ob Ihr vielleicht schon eine Vorstellung entwickelt habt, was Ihr denn so einmal werden wollt!

Ich bin überzeugt davon, dass eine frühzeitige, praktische Betätigung ganz wichtig ist, um sich überhaupt einmal einen Berufsalltag vorstellen zu können. Die Beschäftigung mit der Berufswahl darf dann nicht aufhören, sondern dann müssen sich Praktika und ein geeigneter Schulunterricht anschließen. Damit werden ihr Schülerinnen und Schüler dann schrittweise für den Übergang von der Schule in die Ausbildung vorbereitet. Und ich hoffe: ihr werdet dann gut informiert eure Wahl treffen und schließlich erfolgreich eure Ausbildung abschließen!

Ich freue mich nun auf den Rundgang!

Sehr geehrter Herr Ehlert,

Sie haben jetzt durch die Statements noch einmal gehört, welche Bedeutung wir alle der Bildungskette und dem Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zumessen. Sie und die LGH sind für die administrative Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich. Dass Sie das können, haben Sie in der Vergangenheit ja bereits überzeugend bewiesen. Sie betreuen das Programm hier im Land; im Bund nimmt das Bundesinstitut für Berufsbildung, das BIBB, diese Aufgabe. Und ich weiß, dass die Zusammenarbeit von LGH und BIBB hervorragend und reibungsfrei funktioniert.

Daher überreiche ich Ihnen gerne heute den Zuwendungsbescheid über einen Betrag von rund 18,6 Millionen Euro.

  • Davon werden die Haupt- Real- und Sekundarschulen   für die Durchführung von Potenzialanalysen profitieren;
  • rund 45.000 Schülerinnen und Schüler werden  Berufsfelderkundungen in Bildungsstätten erleben;
  • und es werden bis zu etwa 17.500 Schülerinnen und Schüler an den ausführlichen Praxistagen in Berufsbildungsstätten teilnehmen können.

Ich bin überzeugt: das ist sehr gut angelegtes Geld

  • für die Betriebe, denen damit eine gute Basis zur Sicherung ihres künftigen Fachkräftebedarfs gegeben wird;
  • und vor allem den jungen Menschen, die damit einen spannenden Einstieg in ihre Beschäftigung mit ihrer beruflichen Zukunft erhalten.