Bewegte Kindheit

Bewegung kann dazu beitragen, Bildungsprozesse zu unterstützen und die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern.  Darauf hat Bundesministerin Wanka beim 10. Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“ hingewiesen.

Kinder lernen durch Bewegung. © Thinkstock/FamVeld

Kinder erleben die Welt über und mit ihrem Körper. Sie  wollen sich ausprobieren, ihre Umwelt mit allen Sinnen erkunden. Mit viel Freude sind sie ständig in Bewegung  - und das völlig selbständig.

Integration von Kindern mit Migrationshintergrund

Beim Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“ hat Bundesministerin Wanka darauf hingewiesen, wie wichtig Bewegung ist - und dass sie nicht zuletzt Teilhabe und Integration in das soziale Umfeld fördert. Bewegung ist ein wichtiger Motor für Begegnungen und stärkt Zugehörigkeitsgefühle, zum Beispiel im Sport. Diese Potenziale sind besonders wertvoll: Sie bringen uns dem Ziel, Inklusion und Integration von Kindern mit Migrationshintergrund auszuweiten, entscheidend näher. Das ist angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen eine wichtige Aufgabe.

Bundesministerin Johanna Wanka mit der Bewegungswissenschaftlerin Renate Zimmer, der Leiterin des Kongress © Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung

Pädagogische Fachkräfte gut ausbilden

Um die Bewegungserfahrungen gezielt für Bildungsprozesse nutzen zu können, müssen die   pädagogischen Fachkräfte gut ausgebildet sein – ob sie in Kindertagesstätten, in Krippen, in der Tagespflege, in einer Grund- oder Förderschule arbeiten oder sich ehrenamtlich als Übungsleiterinnen oder Übungsleiter im Sportverein engagieren. Dabei ist es zum einen wichtig, Kinder zur Bewegung zu erziehen. Zum anderen muss aber auch das Potenzial von Bewegung für das Lernen erkannt und gefördert werden. Hierfür setzt sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit seinen Forschungsprojekten zur Frühen Bildung sowie den Projekten im Programm „Kultur macht stark“ ein.

Der Osnabrücker Kongress

Der Osnabrücker Kongress "Bewegte Kindheit“ wendet sich zum 10. Mal an alle Fachkräfte, die in der frühen Bildung tätig sind: Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagogen, aber auch Ärztinnen, Psychologen, Physiotherapeutinnen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Kongressprogramm umfasst 22 Hauptvorträge, 43 Seminare sowie 101 Workshops. 160 Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland stellen neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entwicklung von Kindern vor und geben praktische Anregungen für die Gestaltung einer „bewegten Kindheit“.

Bewegung bildet

Bewegung ist als eigenständiger Bildungsbereich und als Querschnittsthema Aufgabenfeld professionellen Handelns und erfordert von pädagogischen Fachkräften allgemeine wie fachbereichsspezifische Wissens- und Handlungskompetenzen.