Bienen im Bundesforschungsministerium

BMBF startet ökologisches Engagement zum Schutz der Bienen

Sie sind für unser Ökosystem unverzichtbar: Bienen. Ohne Bienen würde es im Garten nicht so üppig blühen, die Obst- und Gemüseernte fiele deutlich geringer aus. Leider haben sich die Lebensbedingungen für Bienen in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert. Insbesondere die Wildbienen sind stark gefährdet. Aber auch für die Honigbiene ergeben sich erschwerte Lebensbedingungen.

Deshalb siedelt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit kurzer Zeit auf seinen Liegenschaften in Bonn und Berlin Honig- und Wildbienen an. Es leistet damit einen aktiven ökologischen Beitrag zum Schutz der Insekten und knüpft an weitere Maßnahmen der Bundesregierung für die Bienengesundheit und die Imkerei an. Dazu gehört das "Aktionsprogramm Insektenschutz", mit dem die Lebensbedingungen für Insekten verbessert werden sollen. Die Initiative "Bienen füttern" und die "Bienen-App" informieren, welche Blühpflanzen besonders bienenfreundlich sind.

Gemeinsam mit zahlreichen Akteuren leistet die BMBF-Initiative einen aktiven Beitrag zum Schutz der Insektenvielfalt. Bundesministerin Anja Karliczek betont: "Bienen sind zwar kleine Nutztiere, aber von großer Bedeutung für unser Ökosystem. Wir wünschen uns möglichst viele Nachahmer unserer Initiative. Denn nur gemeinsam können wir die Insekten wirksam schützen, zum Beispiel durch Blühflächen im eigenen Garten oder auf dem Bürodach."

Pünktlich zum Frühlingsbeginn wurden in Bonn zwei Honigbienenvölker angesiedelt. Unter regelmäßiger fachkundiger Betreuung durch eine Imkerin werden sie hoffentlich bald den ersten BMBF-Honig produzieren. Damit die Bestäuber während der Vegetationsphase ausreichend Nahrung finden können, wurde bereits im Vorjahr die Bepflanzung auf der Liegenschaft mit zusätzlichen bienenfreundlichen Pflanzen ergänzt.

Etwa die Hälfte der heimischen Wildbienen ist in ihrem Bestand gefährdet. Vor diesem Hintergrund rückt das BMBF an seinem Berliner Dienstsitz die Wildbienen in den Mittelpunkt und schafft mit seinem Engagement Lebensraum für diese Bestäuber und für andere Insekten. Dafür wurde bereits eine Wildblumenwiese zur Ergänzung der bestehenden Bepflanzung angelegt. Nun sollen die Wildbienen dieses neu geschaffene Biotop für sich erobern.

Mit welchen weiteren Maßnahmen man nicht nur Wildbienen und Insekten, sondern auch zahlreiche weitere gefährdete Arten schützen kann, ist die Mission der jüngst gestarteten "Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt". Die Initiative ist im BMBF-Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA³)" angesiedelt und trägt zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) sowie zur Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung bei.