Bildung für nachhaltige Entwicklung: Bundesregierung begrüßt Aktionsplan

Das Bundeskabinett hat die Stellungnahme zum „Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beschlossen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung: Es geht darum, dass Nachhaltigkeit stärker Eingang findet in Lehrpläne, Curricula und Ausbildungsverordnungen. © Thinkstock

Die Bundesregierung begrüßt den Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung und beteiligt sich an dessen Umsetzung entsprechend ihrer Zuständigkeit und in Kooperation mit den Ländern. Der Aktionsplan wurde am 20. Juni 2017 von der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung verabschiedet.

Der Aktionsplan

Der Aktionsplan ist der deutsche Beitrag zum UNESCO-Weltaktionsprogramm. Er ist zudem ein zentraler Baustein, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen auf nationaler Ebene umzusetzen.
 

Lehrpläne, Curricula, Ausbildungsordnungen

Die 130 Ziele und 349 Maßnahmenempfehlungen des Aktionsplans zeigen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bildungsbereichen kurz-, mittel und langfristig verankert werden soll. Es geht darum, dass Nachhaltigkeit stärker Eingang findet in Lehrpläne, Curricula und Ausbildungsordnungen. Pädagogische Fachkräfte wie Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher benötigen dazu Aus-, Fort- und Weiterbildungen. Sie sind entscheidend für die BNE. Dies gilt auch für Freiwillige und Nichtregierungsorganisationen, die nachmittags in Schulen und unzähligen Orten des informellen Lernens, vom Museum über den Bürgerpark bis hin zum Sportverein Nachhaltigkeit vermitteln.

Bildung ist der Schlüssel

Alle staatlichen und gesellschaftlichen Akteure müssen aktiv werden, um den globalen Herausforderungen angemessen zu begegnen. Bildung ist dafür der Schlüssel. Sie ist zentral, damit Menschen wissen, was in der Welt passiert, wie sie mit ihrem eigenen Verhalten im Alltag zu den Problemen, aber auch zu Lösungen beitragen und wie sie eine global nachhaltige Entwicklung mitgestalten können.

Bundesbildungsministerium ist federführend

Das federführende Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt den Aktionsplan bereits um. So fördert das BMBF beispielsweise die Jugendbeteiligung mit einem Jugendkongress, regionalen Veranstaltungen und einem eigens eingerichteten Jugendforum im BNE-Weltaktionsprogramm. Zudem hat das BMBF eine Förderrichtlinie zur Entwicklung von BNE-Indikatoren veröffentlicht. Diese sollen u. a. in die nationale Nachhaltigkeitsstrategie integriert und auch von den Ländern und Kommunen genutzt werden können. Mit einer Förderlinie zum Schwerpunkt „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015 – 2019“ setzt sich das BMBF für die Kompetenzentwicklung bei Ausbildenden und Auszubildenden ein.