"Bildung kann nur vor Ort gelingen"

Bundesministerin Johanna Wanka hat auf die Bedeutung des kommunalen Bildungsmanagements hingewiesen. "Bildung kann nur vor Ort gelingen", sagte sie in Berlin.

Bundesministerin Johanna Wanka bei der Bundeskonferenz Bildungsmanagement 2016. © phototek / Thomas Köhler

Bei der Bundeskonferenz Bildungsmanagement 2016 in Berlin hat Bundesministerin Johanna Wanka angekündigt, die "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement" um weitere fünf Jahre zu verlängern. Somit werden die Transferagenturen weiterhin den Kommunen als professioneller Partner zur Seite stehen und sie bei Umgestaltung und Modernisierung des Bildungsmanagements unterstützen können. "Bildung kann nur vor Ort gelingen", sagte Wanka.

Die "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement" hat sich nicht nur etabliert, sondern ist in den vergangenen Jahren zu einer bundesweiten Bewegung herangewachsen. Sie ist auch wichtig, damit überall im Land die Integration der Flüchtlinge gelingt.

Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement

Die "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement" ist das zentrale Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), um bundesweit Kreise und kreisfreie Städte dabei zu unterstützen, ein ressortübergreifendes und datenbasiertes Bildungsmanagement auf kommunaler Ebene aufzubauen und weiterzuentwickeln. Das Bildungsmanagement soll dabei die gesamte Bildungskette in den Blick nehmen, die formale und non-formale Bildung zusammenführen und an den empirisch ermittelten Bedarfen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort orientiert sein.

Angebote für Neuzugewanderte

Unter ihrem  Dach stehen derzeit drei BMBF-Aktivitäten: das Transferagenturen-Netzwerk, die ESF-Förderrichtlinie "Bildung integriert" und die BMBF-Förderrichtlinie "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte".

Denn Bildung ist eine anspruchsvolle Querschnittsaufgabe. Auf kommunaler Ebene sind daran viele verschiedene Akteure beteiligt: die kommunalen, kirchlichen oder freien Kita-Träger; das Schulamt, die Volkshochschule, die Jugendhilfe; der Sportverein, die Musikschule – aber auch die vielen zivilgesellschaftlich organisierten Bildungsakteure.

Koordinatoren: Personen, die sich kümmern

Für das Zusammenspiel aller Akteure müssen in den Kommunalverwaltungen Kooperations- und Koordinierungsstrukturen aufgebaut werden. Es muss Personen geben, die sich darum kümmern. Das sind beispielsweise die Kommunalen Koordinatorinnen und Kommunalen Koordinatoren, die das Bundesbildungsministerium mit der Förderrichtlinie „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ unterstützt.

Große Resonanz

Die Resonanz auf die Förderrichtlinie ist enorm. 326 Kommunen haben sich um eine Förderung beworben. Das sind 80 Prozent aller antragsberechtigten Kreise und kreisfreien Städte. Die Antragszahlen zeigen, dass es hier gelungen ist, die Kommunen bundesweit schnell zu unterstützen und einen dringenden Bedarf zu decken.

Vor fast exakt zwei Jahren hat die erste Transferagentur ihre Arbeit begonnen. Mittlerweile arbeiten deutschlandweit 160 Kreise und kreisfreie Städte fest mit einer Transferagentur zusammen und haben eine Zielvereinbarung unterzeichnet.

Bundeskonferenz Bildungsmanagement 2016 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung © phototek / Thomas Köhler