Bildungsforschung

Gute Bildung für jeden Einzelnen – das ist das Ziel eines zukunftsfähigen Bildungswesens und Grundlage einer leistungsfähigen Gesellschaft. Das Bundesbildungsministerium fördert daher die fundierte Bildungsforschung.

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Bildung entscheidet maßgeblich über die Chancen der Menschen, ihre individuellen Fähigkeiten zu entfalten, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen und an der Gesellschaft teilzuhaben. Doch wie muss Bildung heute gestaltet werden, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden? Um diese Frage zu beantworten, müssen die Stärken und Schwächen unseres Bildungssystems sichtbar gemacht werden, Entwicklungen müssen hinterfragt und auf der Grundlage dieser Erkenntnisse Weichen gestellt werden.

Eine zentrale Rolle dabei spielt die Bildungsforschung. Sie liefert wichtige Hinweise und Lösungsvorschläge. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat aus diesem Grund das Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung aufgelegt. Es bündelt Maßnahmen zur strukturellen Stärkung der empirischen Bildungsforschung sowie zur Förderung von Forschungsprojekten in thematischen Schwerpunkten.

Die vom Bundesbildungsministerium geförderten Forschungsvorhaben werden an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt. Das Spektrum der Förderung reicht von der Entwicklung von Angeboten für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche bis hin zur Beantwortung der Frage, wie Kinder mit und ohne Migrationshintergrund in ihrer sprachlichen Bildung am besten unterstützt werden können oder die Professionalität von Lehrerinnen und Lehrern gesteigert werden kann.

Sprache als Schlüssel zur Welt

Deutschlandweit eine bessere und individuellere Sprach- und Leseförderung für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen – das ist das Ziel der gemeinsamen Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS). Im Herbst 2012 haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und die Jugend- und Familienkonferenz der Länder die gemeinsame Initiative zur Verbesserung der Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen vereinbart.

Das Programm ist auf sieben Jahre angelegt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überprüfen, wie wirksam bereits eingesetzte Verfahren der Sprach- und Leseförderung wirklich sind und wie man diese weiterentwickeln kann. Darüber hinaus testen die Forschenden auch neue Verfahren in den genannten Bereichen. Das Bundesbildungsministerium fördert den wissenschaftlichen Teil des Programms.

 

Um das Bildungswesen erfolgreich weiter zu entwickeln, ist eine fundierte Bildungsforschung notwendig. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Bildungsforschung im Kontext der allgemeinen institutionellen Forschungsförderung, z.B. Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Max-Planck-Gesellschaft (MPG), Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL), der Ressortforschung, z. B. Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und über die Projektförderung. Die Schwerpunkte in der Projektförderung liegen im Bereich der sprachlichen Bildung und in der Verbesserung des wissenschaftlichen Fundaments für Entscheidungen im Bildungssystem.