Bildungsketten: Aus der Schule in die Ausbildung

Wie wichtig berufliche Orientierung und individuelle Begleitung von Schule in Ausbildung sind, hat Wanka bei ihrem Besuch in der Mörikeschule in Nürtingen betont. Mit der Initiative „Bildungsketten“ arbeiten Bund und Länder deshalb eng zusammen.

Bundesministerin Wanka hat im Rahmen der Initiative Bildungsketten eine Schule in Nürtingen besucht.
Kein Abschluss ohne Anschluss: Berufsorientierung ist besonders für Schülerinnen und Schüler wichtig. Bundesministerin Johanna Wanka zu Besuch in einer Schule in Nürtingen. © Kultusministerium Baden-Württemberg

„Mit der Initiative ,Bildungsketten‘ wollen wir erreichen, dass Jugendlichen der Übergang von der Schule in den Beruf möglichst gut gelingt. Durch Potenzialanalysen und Angebote zur Berufsorientierung unterstützen wir Schülerinnen und Schüler frühzeitig und individuell. Das hilft ihnen bei ihrer künftigen Berufswahl“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka bei ihrem Besuch der Mörikeschule in Nürtingen.

Bund und Länder arbeiten mit der Initiative „Bildungsketten“ eng zusammen. Im August 2016 haben die Bundesregierung, die Bundesagentur für Arbeit sowie sieben Landesregierung, darunter die Baden-Württembergs, eine Bund-Länder-Vereinbarung unterzeichnet. Damit verzahnen Bund und Länder ihre Förderungen, um Potenzialanalysen, Berufsorientierung und Berufseinstiegsbegleitung flächendeckend und einheitlich anbieten zu können. Denn damit junge Menschen nach der Schule nahtlos ins Berufsleben starten können, müssen sie zunächst erkennen, was sie gut können und was sie interessiert.

Bund und Länder arbeiten gemeinsam

Potenziale erkennen – das ist besonders wichtig, um auch Geflüchtete in das deutsche Schul- und Ausbildungssystem zu integrieren. „Baden-Württemberg hat durch die Bildungsketten-Vereinbarung ein starkes Zeichen für die berufliche Integration gesetzt. Außerdem leisten wir mit Baden-Württemberg Pionierarbeit bei der so genannten Eingangsdiagnostik für schulpflichtige Flüchtlinge. Es geht darum, ihre Fähigkeiten und Lernvoraussetzungen richtig einzuschätzen, damit die jugendlichen Flüchtlinge in eine für sie passende Schulform integriert und zielgerichtet gefördert werden können. Was hier mit der Förderung meines Hauses entwickelt wird, können auch alle anderen Länder nutzen“, sagte Wanka weiter.

Ob Goldschmied/-in, Verfahrensmechaniker/-in oder Optiker/-in: In Deutschland gibt es mehr als 330 Ausbildungsberufe – von handwerklichen bis hin zu sozialen Berufen. Damit bietet der deutsche Ausbildungsmarkt jungen Menschen eine große Bandbreite an unterschiedlichen Möglichkeiten. Aber das macht es nicht immer einfacher: Was kann ich besonders gut? Was macht mir wirklich Spaß? Wie möchte ich eigentlich leben und arbeiten? Das sind schwierige Fragen, die sich Schülerinnen Schüler stellen müssen, um den passenden Ausbildungsberuf zu finden. Bei der Entscheidung helfen Potenzialanalysen und Berufsorientierung – ganz unabhängig davon, ob man schon lange in Deutschland lebt oder als Flüchtling gekommen ist.