Bioökonomierat überreicht Empfehlungen

Der Bioökonomierat hat Schwerpunkte für die Fortsetzung der Forschungsförderung der Bioökonomie vorgeschlagen. Die künftige Forschung solle auf dem Erfolg der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie aufbauen und stärker auf Nachhaltigkeit setzen.

Forschungsstaatssekretär Georg Schütte (links) mit den beiden Vorsitzenden des Bioökonomierats, Christine Lang und Joachim von Braun. Copyright: Stefan Zeitz Photography

Die beiden Vorsitzenden des Bioökonomierats, Christine Lang und Joachim von Braun, haben Forschungsstaatsekretär Georg Schütte Empfehlungen für die Weiterentwicklung der "Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie" übergeben.

Der Bioökonomierat

Als unabhängiges Beratungsgremium für die Bundesregierung wurde der Bioökonomierat 2009 durch das Bundesforschungsministerium und das Bundeslandwirtschaftsministerium einberufen. Er berät die Bundesregierung auf dem Weg zu einer biobasierten Wirtschaft. Seine 17 Mitglieder decken mit ihrem Sachverstand das Thema Bioökonomie inhaltlich in seiner ganzen Breite ab.

Der Bioökonomierat betont in seinen Empfehlungen, dass die neue Strategie auf den Zielen und Handlungsfeldern der vorherigen aufbauen sollte. Die Forschungsthemen "Nachhaltige Agrarsysteme" und Ernährung sollen zentral bleiben. Außerdem nennt der Bioökonomierat die Schwerpunkte Digitalisierung, biobasierte und nachhaltige Stadt, Ressourcenschutz, biobasierte Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Konsum.

Auch in Zukunft muss nach Ansicht des Bioökonomierats die Vernetzung der Forschung weiter unterstützt werden. Dabei sollen sowohl Partnerschaften zwischen verschiedenen Forschungsfeldern entstehen als auch zwischen verschiedenen Akteuren des Innovationssystems. Das Gremium fordert zudem zusätzliche Methoden für die Einbindung der Gesellschaft.

Bioökonomie - eine nachhaltige Form des Wirtschaftens

Seit 2010 fördert die Bundesregierung erfolgreich Forschung zur Bioökonomie. Die wissensbasierte Bioökonomie ist eine moderne und nachhaltige Form des Wirtschaftens. Sie basiert auf der intelligenten und effizienten Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen. Bei der Weiterentwicklung der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 werden neben den Empfehlungen des Bioökonomierats die Ergebnisse der Evaluation sowie die Erkenntnisse aus Fachgesprächen und weiteren Strategieprozessen Berücksichtigung finden.