BMBF-Agendakongress - Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, zur Eröffnung des Kongresses in Berlin

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka spricht auf dem Agendakongress 2016 Bildung für nachhaltige Entwicklung © Photothek.net/Thomas Köhler

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kollegin Löhrmann,
sehr geehrte Frau Präsidentin Metze-Mangold,
liebe Gäste!

"Gemeinsam!“ lautet das Motto dieses ersten nationalen Agendakongresses. Gemeinsam möchten wir Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Deutschland voranbringen. Es kann nur gemeinsam gehen. Gerade wurde vom Moderator auf der Bühne gesagt, Gemeinsamkeit könne man nicht von oben verordnen. Viele Akteure und darunter natürlich die staatlichen Institutionen sind wichtig, wenn das Ziel, alle zu erreichen, wirklich gelingen soll.

In dem eindrucksvollen Filmbeitrag, der am Anfang gezeigt wurde, haben wir gesehen, wie intensiv sich bereits Kinder mit globalen Herausforderungen beschäftigen –  mutig und ehrgeizig auf ihrem Schulweg für eine bessere Zukunft. Es ist überraschend, wenn Kinder aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt demonstrieren, wie sie sich Gedanken machen; wenn sie sagen ‚sieben Milliarden Menschen sind eigentlich schon zu viele‘ aber trotzdem optimistisch sind. Ich finde diese Idee des Schulweges, gerade weil es um Bildung für Nachhaltige Entwicklung geht, essentiell.

Wir wollen auf diesem Agendakongress gemeinsam arbeiten an neuen Methoden und neuen Wegen. Zentrale Fragen, um die es geht, lauten:

Wie sieht eine nachhaltige Zukunft aus – und welchen Beitrag kann Bildung dazu leisten?

Das ist die zentrale Frage, die uns alle beschäftigt. Viele von Ihnen sind schon jahrelang aktiv in dem Bereich. Wir in meinem Haus auch. Aber, ich glaube, wir müssen jetzt mal ein Stück weiterkommen - systematisch, damit Strukturen verankert werden. Dauerhaft, nachhaltig. Damit nicht nur viele einzelne Projekte und Initiativen bestehen. Das ist etwas, was in Deutschland, glaube ich, ein bisschen unterbelichtet ist. Bei uns bekommt man immer Geld für Projekte, wenn man eine gute Idee hat. Aber dass die Dinge, die sich bewährt haben, die funktionieren, die anregen, dass die dann auch übertragen und an anderer Stelle genutzt werden, damit man etwas in der Fläche erreicht, das ist oftmals leider noch nicht der Fall.

Die Frage ist natürlich auch auf diesem Kongress: Wie sieht die Sicht der Kinder und Jugendlichen auch hier in Deutschland zu diesem Thema aus? Sowohl die Sicht der ganz aktiven Jugendlichen, als auch die der Jugendlichen, denen das Thema weniger nah ist.

Wir haben gerade bei der Abstimmung in Großbritannien erlebt, dass die Jugend unter Umständen Prioritäten ganz anders setzt. Deswegen ist es außerordentlich wichtig, dass dieser Blick der Jugendlichen, der Kinder einbezogen wird. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich bei diesem Kongress einzubringen. Ziel ist es, vor allem in den zahlreichen Workshops konkrete Ansätze für eine strukturelle Verankerung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu finden und dann auch mit staatlichem Handeln stärker zu verankern. Zum Beispiel in der Schule, in der Kita, in den Einrichtungen, in denen wir viele erreichen.

Dabei handeln wir in internationalem Auftrag.

Das Ziel der Vereinten Nationen mit ihrer Agenda 2030 kennen sie alle. Dort heißt es unter anderem: „Alle Lernenden sollen bis 2030 das Wissen und die Fähigkeiten für die Förderung von nachhaltiger Entwicklung erlangen.“

„Alle Lernenden bis 2030“ – das ist ehrgeizig. Es geht keinesfalls nur darum, Fachkenntnisse zu erwerben, sondern vor allen Dingen darum, Zusammenhänge zu verstehen und, was ich immer ganz wichtig finde, auch kritisch zu hinterfragen. Aber dazu braucht man eben auch Wissen.

Zum Beispiel über das Thema Plastikmüll im Meer - eines unserer großen Forschungsthemen, über das wir uns verständigt haben auf dem G7-Wissenschaftsministertreffen letztes Jahr in Berlin. Wir machen jetzt immer in dem Jahr, in dem das G7-Treffen der Staatpräsidenten stattfindet, ein G7-Wissenschaftsministertreffen. In diesem Jahr in Japan, im nächsten Jahr in Italien. Das haben wir im letzten Jahr in Berlin begonnen. Bei diesem G7-Treffen der Wissenschaftsminister geht es darum, in Wissenschaft und Forschung Dinge zu identifizieren, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Das sind natürlich große Forschungsinfrastrukturen, die nicht mehr ein Land alleine oder zwei, drei Länder finanzieren können. Aber das sind auch Themen, die global, weltumspannend sind. Eines dieser Themen ist eben die Zukunft der Meere. Und das Thema Plastikmüll im Meer gehört zu den drei Punkten, neben den vernachlässigten und armutsassoziierten Erkrankungen, die bei uns jetzt einen Schwerpunkt in der G7 Wissenschaftsministerrunde bilden.

Uns wird immer erzählt, es gäbe „biologisch abbaubare Tüten“, aber ob da Mikroplastikteilchen trotzdem ins Meer kommen, darüber wird zu wenig diskutiert und geredet. Und gerade, was Plastikmüll im Meer betrifft, haben wir zum Teil katastrophale Situationen.

Aber Nachhaltigkeit ist nicht immer vordergründig ökologisch zu verstehen, sondern in einem viel umfassenderen Sinn. Für Nachhaltigkeit steht auch die Beantwortung der Frage, wie gelingt es, Menschen anderer Kulturen, anderen Glaubens zu integrieren und gut miteinander zu leben? Das gelingt nur mit vereinten Kräften und deswegen ist das einfache Motto: „Gemeinsam!“ wichtig.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung darf kein Randthema sein. Es gehört zentral in die Mitte der Überlegungen, wenn es um Nachhaltige Entwicklung geht.

Ich möchte ein, zwei Beispiele nennen:

Klima – Die Klimakonferenz im letzten Jahr in Paris hat die herausragende Rolle von Bildung für den Klimaschutz betont. Bildung soll als roter Faden die Globale Nachhaltigkeitsagenda 2030 mit den Klimaschutzmaßnahmen verbinden. Das ist ein ganz klares Commitment aus Paris. Deswegen stellt sich für uns die Aufgabe: wie kann man das noch stärker in unseren Bildungssystemen verankern?  

In der Schule kann man alle Kinder über viele Jahre erreichen. Schule ist ein Ort, bei dem unter Umständen lebenslange Veränderungen bewirkt werden können. Das gilt auch für die berufliche Bildung, da haben wir ja sozusagen den Zugang zu Materialien, zu Technologien, zu dem was überall in den Haushalten, in den öffentlichen Einrichtungen passiert. Deswegen gehört das Thema Nachhaltigkeit auch in die Curricula der Bäcker und der Tischler und aller Anderer, die ausgebildet werden.

In Artikel 11 und Artikel 12 des Klima-Abkommens geht es darum, alle Akteure zu gewinnen, um

a) die Bildung und Ausbildung zum Thema Klimawandel zu stärken,

b) die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, und

c) Beteiligungschancen zu eröffnen und Informationen allgemein zugänglich zu machen.

Das neue Klima-Abkommen bietet, glaube ich, einen perfekten Rahmen für Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Aber ein Rahmen muss gefüllt werden. Und er muss auch national gefüllt werden, d.h. angepasst werden an unsere Bedingungen, an das System in Deutschland.

Ein zweites Beispiel „Energiewende“.

Es gibt eine Forsa-Umfrage: Wie finden die Menschen, den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen? Wenn man die Ministerpräsidenten fragt, dann ist jeder Spitzenreiter in seinem Bundesland, was die Umstellung auf Erneuerbare anbetrifft, ob nun Brandenburg oder NRW oder Andere. Wenn man die Bevölkerung fragt, wie wichtig ihr die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen ist, dann sagen 82 Prozent der Befragten: sehr wichtig. Auf der anderen Seite hat die Bundesnetzagentur im Jahr 2013 im Rahmen der Stromlieferanten-Befragung ermittelt, wie viele private Anschlüsse sich tatsächlich aus erneuerbarer Energie, also Ökostrom, speisen. Da sind es nicht 82 Prozent, sondern nur 17 Prozent. Das nenne ich lax „gefühlte Nachhaltigkeit“. Sie zeigt an, dass es sozial erwünscht ist, nachhaltig zu handeln, aber in der Realität ist es dann doch schwieriger umzusetzen. Deswegen ist es entscheidend, dass Bildung für Nachhaltige Entwicklung nicht einfach ein Anhängsel ist. Nachhaltige Entwicklung beginnt in den Köpfen. Nicht nur in den Köpfen der Wissenschaftler, die sich tolle Dinge überlegen, sondern in allen Köpfen. Das setzt fundiertes Wissen voraus, aber eben auch einen mentalen Wandel bis hin zur Handlungsbereitschaft. Das ist schon ein Stück Weg.

Seit 2015 gibt es das UNESCO-Weltaktionsprogramm zur Umsetzung von BNE. Wir haben von Seiten der Bundesregierung diese Zielvorgaben sehr ernst genommen. Die Bundeskanzlerin hat das bei dem letzten Rat für Nachhaltige Entwicklung auf die eindrucksvolle Formel gebracht: „Nachhaltigkeit ist ein allgemeiner Anspruch an unser Handeln geworden.“ Ganz global. Wir wollen von Seiten der Bundesregierung im Herbst eine Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie präsentieren. Es ist uns gelungen, dass ganz viele, das Bundeskanzleramt, alle Akteure in der Bundesregierung und nicht nur die vordergründig zuständigen wie das Umweltministerium oder das Bildungsministerium, einbezogen sind. Zurzeit findet ein breiter Dialogprozess statt. Ein Konsultationsprozess mit vielen Stakeholdern, mit vielen Aktivisten. Unser Kongress Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist sozusagen eine Komponente und ordnet sich ein in diesen Dialogprozess zur Ermittlung der Nachhaltigkeitsstrategie. Dass sie „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ heißt, ist auch besser als 2002, als es noch etwas vager „Perspektiven für Deutschland“ hieß.

Es soll aber nicht nur Bericht erstattet werden, sondern wir wollen eine strategische Weiterentwicklung erreichen. Deswegen wird in dieser Nachhaltigkeitsstrategie Bildung für Nachhaltige Entwicklung als eigenständiger Punkt berücksichtigt. Es ist also kein Randthema sondern hat jetzt einen höheren Stellenwert als in vorangegangenen Strategien, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigten. In dem Bericht werden Schlüsselindikatoren benannt. Wenn man Indikatoren hat, hat man immer die Möglichkeit, etwas zu messen, etwas zu bewerten. Aber Indikatoren zu finden, die wirklich aussagekräftig sind, ist nicht einfach. Neu erforscht werden sollen auch Indikatoren für Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ich weiß, dass einige  Kongressteilnehmer beteiligt sind an der Entwicklung solcher Indikatoren.

Mein Haus, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, ist seit Jahren auf dem Feld der Nachhaltigen Entwicklung aktiv. Es gibt viele Förderprogramme in unserem Haus, die diesem Thema gewidmet sind. Zum Beispiel Forschung für Nachhaltige Entwicklung, das große FONA-Programm. Wir haben auch viele Projekte für Bildung für Nachhaltige Entwicklung gefördert. Wir möchten aber mehr. Wir möchten ein Stück weit auch Treiber sein für den Prozess, um den es hier heute und morgen geht, um zu vernetzen und mehr als nur gute Einzelaktivitäten neben einander zu haben. Deswegen haben wir im vergangenen Jahr eine Nationale Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung ins Leben gerufen, die vor allen Dingen die Vernetzung, die Brücke zwischen Wissenschaft und Bildung und Praxis bieten soll; die überwinden soll, dass vieles noch isoliert nebeneinander ohne Kenntnis voneinander läuft. Und die vor allem partizipativ ist. Diese Plattform vereint viele Verantwortliche aus der Politik natürlich, aus dem Bildungssektor, auch klar, aus der Wissenschaft, aus der Wirtschaft, aus der Zivilgesellschaft. Auch Jugendliche bewegen sich auf dieser Plattform. Am Anfang gab es Bedenken, ob das vielleicht nicht zu sehr zerfasert, weil der Bogen Bildung für Nachhaltige Entwicklung weit gespannt werden kann. Wir haben in diesem Gremium sechs Fachforen und zehn assoziierte Partnernetzwerke – also 350 Experten, die einen Nationalen Aktionsplan für Bildung für Nachhaltige Entwicklung aufstellen sollen. Dieser Nationale Aktionsplan soll eine Strategie bieten, wie sich die Bildungsinstitutionen in der Bundesrepublik Deutschland, wie sich die gesellschaftlichen Netzwerke, wie sich die Kommunen aufstellen müssen, damit an vielen Stellen Nachhaltigkeit gelernt, gelebt und vermittelt werden kann. Und viele der Akteure sind auch heute hier. Ich bedanke mich für Ihr Engagement!

Wir wollen im Frühjahr nächsten Jahres diesen Nationalen Aktionsplan verkünden oder vorstellen. Nicht mit einem großen Hype, Pressekonferenz, und das ist es. Sondern wir wollen jetzt im Herbst zur öffentlichen Kritik, Anregung, Konsultation einladen und werden den Entwurf eines solchen Aktionsplanes ins Netz stellen. Wir haben mit unserer Homepage einen Ort, wo man sich sehr gut informieren und auch aktiv sein kann. Ich denke, viele von Ihnen tun das bereits. Halten Sie sich da nicht zurück mit Kritik. Loben können Sie auch. Kommt darauf an, wie sie es empfinden, ob vieles von dem, was Sie für wichtig halten, sich dort wiederfindet. Ob dieser Aktionsplan gut wird, hängt stark davon ab, wie diese Konsultationen genutzt werden.

Wir verknüpfen das Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung auch mit anderen Aktionen in unserem Haus. Im Moment haben wir das Wissenschaftsjahr zum Thema Ozeane und Meere gestartet. Ein spannendes Wissenschaftsjahr, das uns alle betrifft. Wo wir über einen Zeitraum von 14 Monaten an den unterschiedlichsten Orten in der Bundesrepublik Deutschland mit den unterschiedlichsten Zielgruppen diskutieren, auch über das Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Bereich der Meere. Sie finden zum Beispiel auf unserer Homepage jede Woche eine Zahl der Woche. Letztens war die Zahl der Woche 99. 99 Prozent des Meeresbodens sind noch nicht erforscht. Wenn man davon ausgeht, dass 87 Prozent der Erdoberfläche von Meer bedeckt sind, zeigt das, wie wichtig Forschung in diesem Bereich ist. Und was es für Klima, Energie, für globale Probleme bedeutet, dass man sich auf diesen Bereich konzentriert - auch im Rahmen der G7.

Andere Beispiele: die Schülerlabore. Wir haben die druckfrische Broschüre zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Zusammenhang mit dem Schülerlabor auf diesem Kongress ausgelegt. Oder die Stiftung Haus der kleinen Forscher. Sie wissen, was in den Kindereinrichtungen an Wissen über Zeit, über Mengenverhältnisse, über vieles mehr vermittelt wird. Da haben wir einen sehr guten Ansatzpunkt, um Bildung für Nachhaltige Entwicklung mittlerweile in über 26.000 Kitas und Horten zu vermitteln. Das Schöne ist, dass über die Kinder auch Eltern interessiert werden. Das ist auch „Weiterbildung“ für die Eltern, weil sie erklären möchten, was die Kinder zu Hause fragen.

Das ist das, was ich anfangs sagte: Man muss neben allen Einzelaktionen schauen, wo erreicht man Viele! Ich finde, 26.000 Kindereinrichtungen mit den Netzwerken drum herum, das ist schon eine Größenordnung! Und wenn ich immer wieder sage, dass die Schule entscheidend ist, dann spielen natürlich die Länder die entscheidende Rolle. Weil die Kompetenz für Schule in unserem föderalen System in den Ländern liegt. Die Zusammenarbeit, das glaube ich, Frau Löhrmann, sagen zu können – die Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bereich der Bildung für Nachhaltige Entwicklung – die funktioniert. Es gibt eine Reihe von Bundesländern, die dort sehr engagiert sind und auch Vorzeigemodelle haben.

So viel zum politischen Prozess, der wichtig ist für Bildung für Nachhaltige Entwicklung, damit sie wirklich in der Gesellschaft ankommt!

Ich bedanke mich bei all denjenigen von Ihnen, die sich schon jahrelang dafür engagieren! Und ich freue mich, dass wir heute auch Auszeichnungen vornehmen werden im Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Wettbewerbe, Auszeichnungen sind immer auch ein Indiz dafür, dass etwas wahrgenommen wird. Das etwas sichtbar wird. Ich glaube, Bildung für Nachhaltige Entwicklung bedeutet bei uns in Deutschland einen Paradigmenwechsel. Es ist eine Bildung für verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Denken und Handeln. Dies ist eine Kompetenz, die man nicht in einer frontalen Unterrichtssituation vermitteln kann, sondern die vor allen Dingen Mitgestaltung ermöglicht – was ja sehr schön ist – aber eben auch verlangt. Das gilt nicht nur für die Schule, das gilt auch für die berufliche Ausbildung.

Und, um es zum Schluss nochmal zu sagen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist nicht nur ökologisch orientiert. Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist auch ein wichtiges Instrument für Demokratiebewusstsein, für Demokratiegestaltung! Eine Demokratie kann nur leben, lebendig sein und funktionieren durch aufgeschlossene, informierte Bürger. Das gilt auch für den Bereich, der umschrieben wird mit Nachhaltiger Entwicklung.

Es geht um das, wozu am Ende der abgelaufenen UN-Dekade aufgerufen wurde: „Vom Projekt zur Struktur“! Es geht also nicht nur darum, sich immer etwas Neues zu überlegen – das sehr wohl auch – sondern es geht auch darum, das gute Bestehende zu propagieren, zu verbessern und Dinge umzusetzen. Umsetzen kann man nicht von oben! Umsetzen kann man auch nicht alleine von unten - deswegen ist das Thema „Gemeinsam!“ richtig gewählt.