BMBF-Neubau in Berlin offiziell eingeweiht

Brennstoffzelle, LED-Beleuchtung und hohe architektonische Qualität zeichnen das neue Gebäude aus / Wanka: „Bildung und Forschung in nachhaltigen Räumlichkeiten“

Der Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin wurde heute offiziell mit Schlüsselübergabe und Einsegnung eingeweiht. Bauherrin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Auftragnehmer die BAM Deutschland AG. Nach nur rund 2 1/2-jähriger Bauzeit wurde das an der Spree zwischen Reichstag und Hauptbahnhof gelegene Gebäude planmäßig im August 2014 fertig gestellt. Im Oktober sind die bis dahin auf drei Häuser in der Hauptstadt verteilt tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Kapelle-Ufer 1 umgezogen und können dort erstmals unter einem Dach gemeinsam arbeiten. Es handelt sich um das erste zivile Hochbauprojekt des Bundes, das im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) entstanden ist und jetzt auch betrieben wird.

„Unser neues Gebäude ist energieeffizient und nachhaltig, bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern moderne Büros und passt einfach prima mitten ins Berliner Stadtbild. Bildung und Forschung werden im Zentrum der Hauptstadt für jeden sichtbar“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bei der Einweihung. Sie unterstrich den offenen Charakter des Neubaus. „Jeder ist eingeladen, das Ministerium zu besuchen und sich im Foyer über unsere Arbeit und Angebote zu informieren“, so Wanka.

„Wir sind stolz darauf, dass bei diesem umfangreichen Bauprojekt sowohl der Kosten- als auch der Zeitrahmen eingehalten wurden“, sagte der Vorstandssprecher der BImA Dr. Jürgen Gehb bei der Schlüsselübergabe. „Man konnte in den vergangenen Jahren fast den Eindruck gewinnen, dass es einfacher ist, einen Flugkörper zum Mars zu bringen als ein Bauvorhaben zu einer Punktlandung zu bringen.“

Mit modernen Büroräumen, der konsequent umgesetzten Barrierefreiheit, einer nachhaltigen Architektur und einem innovativen Energiemanagement setzt das 173 Meter lange Haus hohe städtebauliche Standards. Die Energieversorgung basiert auf einer intelligenten Vernetzung der einzelnen Anlagenkomponenten (Smart Grid) unter Einsatz u.a. einer großen gasbetriebenen Brennstoffzelle und eines Blockheizkraftwerkes zur Strom-, Kälte und Wärmeerzeugung sowie durch Photovoltaikanlagen auf den 22 Meter hohen Dächern und an der Fassade. Diese Systemlösung minimiert den Primärenergiebedarf und den Kohlendioxidausstoß. Ein innovatives LED-Beleuchtungssystem in allen Etagen und Räumen trägt zugleich zur Senkung des Stromverbrauchs bei. So kann der Anforderungswert der geltenden Energieeinsparverordnung für den Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes um über 70 Prozent unterschritten werden. „Nicht nur unsere Forschung, auch unser Neubau trägt zur Energiewende bei. Wir fühlen uns in den nachhaltigen Räumlichkeiten sehr wohl“, so Wanka.

Errichtung und Betrieb des Neubaus zeichnen sich auch durch das gewählte ÖPP-Verfahren durch hohe Wirtschaftlichkeit aus. Gegenüber einer konventionellen Eigenrealisierung wurden 9,5 Prozent der Kosten eingespart.

Weitere Informationen und Angaben zum Neubau finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/16888.php