Büchergeld wird erhöht

Zum Wintersemester wird der monatliche Betrag von 150 auf 300 Euro verdoppelt. Schavan: „Wichtiger Bestandteil der Begabtenförderung“

Zum Beginn des Wintersemesters wird das Büchergeld, das alle Stipendiatinnen und Stipendiaten der zwölf Begabtenförderungswerke als einkommensunabhängigen Grundsockel ihrer Förderung erhalten, auf 300 Euro im Monat erhöht. Damit wird eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Nachdem das Büchergeld seit 1980 in nahezu unveränderter Höhe gezahlt wurde, hat die Bundesregierung es zum Sommersemester 2011 in einem ersten Schritt von 80 auf 150 Euro angehoben. Mit der Erhöhung auf 300 Euro zum 1. September wird nun eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt.

„Die Förderung begabter und leistungsstarker junger Menschen ist ein Schlüssel für die Zukunft von Wirtschaft und Wissenschaft“, erklärte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. „Die Erhöhung des Büchergeldes ist ein wichtiger Bestandteil dieser Begabtenförderung. So sorgen wir dafür, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten sich auch in Zukunft mit gutem Handwerkszeug für ihr Studium ausrüsten können. Und dazu gehören heute nicht bloß Bücher, sondern zum Beispiel auch Computer und Software.“

Seit 2005 hat die Bundesregierung die Förderinstrumente zur Unterstützung begabter und leistungsstarker Studierender massiv ausgebaut und damit die Etablierung einer Stipendienkultur in Deutschland vorangetrieben. Die Zahl der aus Bundesmitteln vergebenen Stipendien für Studierende hat sich seit 2005 verdreifacht: von 13.415 auf rund 40.500. „Damit bilden die Stipendien neben dem BAföG und den Studienkrediten bereits jetzt eine wichtige Säule in der Studienfinanzierung“, betonte Bundesministerin Annette Schavan.

Die Steigerung der Stipendienzahlen ist insbesondere auf einen erfolgreichen Ausbau der Begabtenförderungswerke zurückzuführen. Zwischen 2005 und 2012 hat die Bundesregierung die Mittel für die Arbeit dieser Werke von 80,5 Mio. Euro auf rund 175,5 Mio. Euro erhöht. Die Gesamtzahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten der Werke konnte dadurch im gleichen Zeitraum von 13.415 auf rund 25.400 gesteigert werden. Hinzu kommen die mittlerweile 11.000 Empfängerinnen und Empfänger des Deutschlandstipendiums, das privaten Mittelgebern durch die staatliche Ko-Finanzierung einen Anreiz gibt, sich für die Bildung der Nachwuchstalente von morgen zu engagieren. Außerdem gibt es seit 2008 das Aufstiegsstipendium, das sich an Menschen mit Berufserfahrung wendet, die ein Hochschulstudium aufnehmen wollen.

Weitere Informationen zur Begabtenförderung finden Sie unter www.stipendiumplus.de, www.deutschlandstipendium.de, www.sbb-stipendien.de/aufstiegsstipendium und www.bmbf.de/de/dossier_studienfinanzierung.php.