Bürgerbeteiligung und Wissenschaftskommunikation

Die Wissenschaft hat eine gesellschaftliche Verantwortung: Sie muss Diskurse anstoßen, Debatten versachlichen und über Herausforderungen aufklären. Das Bundesforschungsministerium stärkt daher die Wissenschaftskommunikation und die Bürgerbeteiligung.

Wissenschaft vereint: Sie kann komplexe Herausforderungen wie die digitale Transformation oder den Klimawandel aufklären, Unsicherheiten nehmen und Diskurse anstoßen, aus denen Lösungsansätze für dringende Probleme entstehen. Unwissenheit hingegen kann eine Gesellschaft spalten – insbesondere in Zeiten von Falschnachrichten und Filterblasen in Sozialen Medien. Umso wichtiger ist es, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Debatten einmischen, ihre Forschungsergebnisse erklären, Zusammenhänge einordnen und Falsches richtigstellen.

Doch nicht nur die Wissenschaftler sind betroffen: Keiner kann sich zurückziehen. Politikerinnen und Politiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Journalistinnen und Journalisten sowie die Bürgerinnen und Bürger: Sie alle müssen an einem Strang ziehen. Denn es geht um den Zusammenhalt unserer demokratischen, offenen Wissensgesellschaft.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte die Wissenschaftskommunikation stärken. Das macht es unter anderem mit den Wissenschaftsjahren. Zudem bindet es die Zivilgesellschaft über die Bürgerdialoge oder Citizen Science Projekte in Wissenschaft und Forschung mit ein. Darüber hinaus hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek einen Konsultationsprozess angestoßen, um die Rahmenbedingungen für Wissenschaftskommunikation zu verbessern. Den Auftakt dafür machte ein Workshop im Futurium in Berlin, an dem Expertinnen und Experten aus der Wissenschaftskommunikation teilnahmen. Sie tauschten sich über gemeinsame Ziele aus und diskutierten erste Ideen. Die Ergebnisse des Konsultationsprozesses sollen in ein Grundsatzpapier des BMBF mit Handlungsempfehlungen zur Wissenschaftskommunikation einfließen.

Forschung macht Spaß – das zeigen die Wissenschaftsjahre. Sie bieten viele spannende Aktivitäten, regen Debatten an und zeigen, dass Forscherinnnen und Forscher nicht im Elfenbeinturm sitzen. Den Berufswissenschaftlern an Universitäten und Instituten stehen längst begeisterte Hobbyforscher zur Seite: Citizen Science findet immer mehr Anhänger. Und ist für die Wissenschaft eine große Chance. Für die Bürgerdialoge gilt das allemal.