Bürgerdialog des Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Bürgerbeteiligung auch in der Forschungspolitik weiter auszubauen.

Die Zielgenauigkeit und Wirksamkeit politischer Vorhaben soll dadurch erhöht, werden, dass politische Vorhaben stärker aus Sicht und mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger entwickeln werden Bürgerinnen und Bürger sowie die Akteure der Zivilgesellschaft sollen konsequent in die Diskussion um Zukunftsprojekte und die Ausgestaltung von Forschungsagenden eingebunden werden. Neue Formen der Bürgerbeteiligung und der Wissenschaftskommunikation sollen entstehen.

Zukunftsnacht im BMBF: Bürgerinnen und Bürger diskutieren mit. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bereits in vielen Förderprogrammen aktive Bürgerbeteiligungen vorgesehen. Mit der Durchführung des Bürgerdialogs Zukunftstechnologien hat das BMBF den Anfang für einen übergreifenden Dialog mit der Gesellschaft gemacht.

Bürgerinnen und Bürger wurden eingeladen, sich über die aktuelle Forschung auf zukunftsweisenden Gebieten zu informieren und sich im offenen Austausch mit Expertinnen und Experten eine fundierte Meinung bilden zu können. Zugleich bot der Bürgerdialog Zukunftstechnologien den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, konkrete Empfehlungen an Wissenschaft und Politik zu formulieren und so den Umgang mit den diskutierten Zukunftstechnologien mit zu prägen. Kurzum: Es ging darum, Einblick zu gewinnen und mitzureden.

Die Bürgerdialoge befassten sich mit Technologien, die in naher Zukunft unseren Alltag in besonderer Weise prägen werden und die sowohl für Wirtschaft und Wissenschaft als auch für die Gesellschaft eine hohe Relevanz besitzen. Darüber hinaus wurde bei der Themenauswahl auch die Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung berücksichtigt. Drei Bürgerdialoge wurden durchgeführt: zum demografischen Wandel, zur Hightech-Medizin und zum Thema Energietechnologien für die Zukunft.

Ob Zukunftstechnologien, Nanotechnologie, Pflanzenforschung oder High-Tech-Medizin: Viele Anwendungsfelder für Wissenschaft und Forschung klingen abstrakt, dabei sind ihre Auswirkungen auf unseren Alltag sehr konkret. Insbesondere Zukunftstechnologien helfen uns, zentrale Herausforderungen der Gegenwart zu lösen - von einer modernen und menschlichen Medizin über eine sichere, günstige und umweltschonende Energieversorgung bis hin zu einer innovativen und leistungsfähigen Mobilität.

Allerdings sind mit modernen Technologien neben vielen Chancen auch Risiken verbunden. Und aufgrund ihrer Komplexität sind sie für viele Menschen, die von Auswirkungen - im Positiven wie im Negativen - betroffen sind, nur schwer verständlich. Erforderlich ist deshalb auch eine offene, sachliche und verständliche Debatte über Nutzen und mögliche Risiken von Zukunftstechnologien. Deshalb wurden die Bürgerdialoge über Zukunftstechnologien durchgeführt.

Im Rahmen der Bürgerdialoge konnten sich Bürgerinnen und Bürgern offen mit Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik austauschen. Die Bürgerdialoge boten Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Möglichkeiten, sich in den Beratungsprozess einzubringen - in der virtuellen und der realen Welt. Zum Beispiel auf Live-Veranstaltungen wie Bürgerkonferenzen und Bürgergipfeln oder im Rahmen von Online-Konsultationen oder digitalen Themensammlungen. Ebenso brachten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Forschung und Praxis sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Interessengruppen ihre Expertise, ihre Meinungen und Erwartungen in die Dialoge ein.

Am Ende eines jeden Bürgerdialogs wurde ein Bürger-Report herausgegeben. Er zeigt, wo in den Augen der Bürgerinnen und Bürger Chancen und Herausforderungen sowie relevante Handlungsfelder und Fragestellungen zu Zukunftstechnologien liegen. Die Ergebnisse des Bürger-Reports finden Eingang in politische Entscheidungsprozesse.