Bürgerdialog "Zukunft verstehen"

Bei den ZukunftsForen handelt es sich um einen Bürgerdialog zu verschiedenen Zukunftsthemen. Das nächste Thema ist: „Wissen schaffen – Denken und Arbeiten in der Welt von morgen“. Machen Sie mit!

Wie wollen wir im Jahr 2030 leben und arbeiten? Welche Chancen bieten neue Technologien für den Einzelnen und für die Gemeinschaft? Die zukünftige Ausrichtung von Bildung und Forschung steht im Mittelpunkt einer Bürgerdialogreihe, die  Bundesforschungsministerin Johanna Wanka im Sommer 2015 ins Leben gerufen hat.

Die ZukunftsForen bringen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gezielt miteinander ins Gespräch, um gemeinsam Antworten auf zentrale Zukunftsfragen zu finden. An diesem Dialog sollen sich viele Menschen beteiligen. Bis 2017 wird in mehreren ZukunftsForen ein breites Spektrum an Themen debattiert.

Wissen schaffen – Denken und Arbeiten in der Welt von morgen

Thema des vierten ZukunftsForums ist die Veränderung der Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung. Wie verändert sie die Art und Weise, wie wir arbeiten? Nehmen uns Roboter die Arbeitsplätze weg? Oder übernehmen sie nur gefährliche und monotone Tätigkeiten?

Es gilt als sicher, dass die zunehmende digitale Vernetzung in der Produktion die traditionelle industrielle Fertigung zunehmend auflösen wird. Schon heute erhalten Kreative Aufträge über crowdfunding-Plattformen und werden nach Schnelligkeit, Qualität und Menge bezahlt. Wenn künftig mehr und mehr Firmen auf diese Weise Arbeit auslagern, was bedeutet das für Arbeitsverhältnisse, Selbständigkeit und Wirtschaftsbeziehungen?

Das vierte ZukunftsForum soll ein Podium bieten für die Diskussion über die Veränderung der Arbeitswelt und die Frage, welche Ideen dabei helfen, die Arbeitswelt von morgen positiv zu gestalten.

Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt

In der dritten Runde der ZukunftsForen ging es um digitale Bildung. Das Forum hieß darum „Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt“. Denn die Digitalisierung ermöglicht innovative Formen der Wissensvermittlung – in Schulen und Kindergärten, aber auch in der beruflichen Bildung und Weiterbildung.

Welche Kompetenzen sind dafür notwendig und wie sollen die neuen Technologien didaktisch sinnvoll eingesetzt werden? Machen Übersetzungs-Apps den Fremdsprachenunterricht überflüssig? Was bedeutet es für das lebenslange Lernen, wenn das Wissen der Welt jederzeit und überall abrufbar ist? Und lernen wir in Zukunft überwiegend in der virtuellen Realität?

Das dritte ZukunftsForum hat die Trends in der Bildung aufgegriffen. Denn die Digitalisierung verändert nicht nur was wir lernen, sondern auch wie und von wem.

Tauschen, Teilen, Selbermachen

Im zweiten ZukunftsForum drehte sich alles rund um das Thema „Tauschen, Teilen, Selbermachen“. Ist Tauschen das neue Kaufen? Fördert Wissenstransfer via Internet eine Gesellschaft des „Selbermachens“? Und welche Auswirkungen hat die „Sharing Economy“ auf unser Konsumverhalten? Der technische Fortschritt verändert weiter unsere Gesellschaft: Durch Internetportale, Apps und 3D-Drucker eröffnen sich uns neue Wege, um Güter und Dienstleistungen selbst zu entwickeln, herzustellen und zu verbreiten.

Das zweite ZukunftsForum bot Anlass für eine breite gesellschaftliche Debatte über aktuelle Entwicklungen in Bezug auf Eigentum, Konsum und Produktion. Im zweiten ZukunftsForum wurden Themen wie die Sharing Economy, virtuelle Tauschplattformen und die Transformation von Konsumenten zu Produzenten aufgegriffen.

Gesundheit, Pflege, Fitness

Das erste ZukunftsForum widmete sich neuen Technologien in Gesundheit, Pflege und Fitness. „Gesundheit neu denken – Wohlergehen durch Hightech-Medizin und Selbstoptimierung?“ war sein Titel. Gefragt wurde: Was tut unserer Gesundheit wirklich gut? Welche Technologien brauchen wir? Und woran wollen wir in Zukunft forschen?

Der tiefgreifende Wandel der Informations- und Kommunikationstechnologie bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens. Schon jetzt gibt es Entwicklungen wie die sogenannten Wearables,  Fitnessbänder, die Schritte zählen und den Puls messen. Große Möglichkeiten bieten auch Telemedizin und Telepflege, also die computergestützte Betreuung und Überprüfung von Gesundheitsdaten durch Hausarzt oder Pflegedienst aus der Ferne.

Gegenüber Neuem aufgeschlossen?

Die ZukunftsForen beteiligen Bürgerinnen und Bürger in mehrfacher Weise. Am Anfang jedes Forums steht eine repräsentative Befragung zum aktuellen Thema: der ZukunftsMonitor. Er erlaubt einen Einblick in die Werte und Einstellungen der Menschen, die die Aufgeschlossenheit gegenüber Neuerungen bestimmen.

Der ZukunftsTag

Beim anschließenden ZukunftsTag treffen sich 50 Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu moderierten Workshops. Hier debattieren sie in der Tiefe über die unterschiedlichen Aspekte des Themas. Sie wagen einen Blick in die Zukunft und entwickeln Visionen und Szenarios für die Welt von morgen.

Die Expertinnen und Experten geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei Auskunft in Fachfragen und helfen, die Diskussionen in den übergreifenden Zusammenhang einzuordnen.

Die ZukunftsNacht

Die Ergebnisse des ZukunftsTags bilden die Grundlage für die Diskussionen in der ZukunftsNacht. Sie findet kurz nach dem ZukunftsTag im Berliner Dienstgebäude des Bundesministeriums statt. Die ZukunftsNacht ist ein offener Bürgerdialog mit rund 210 Teilnehmern, bei dem auch ein Staatssekretär oder die Bundesbildungsministerin anwesend ist.

Die Strategie- sowie die Fachabteilungen des Ministeriums werten die Diskussion anschließend aus und beziehen sie in die Entwicklung der langfristigen Innovationsstrategien ein. Zugleich helfen die Ergebnisse der ZukunftsForen, gesellschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen. Eine ausführliche Dokumentation sichert die Resultate für den Austausch mit Politik und Gesellschaft.

Für eine Teilnahme bewerben

Die Website www.zukunft-verstehen.de liefert eine Plattform für die ZukunftsForen. Vor allem können sich die Besucher dort für die Teilnahme an der nächsten ZukunftsNacht bewerben. Hier haben sie Gelegenheit, sich an der Diskussion der Themen aktiv zu beteiligen.

Auf der Website können die Besucher auch Kommentare abgeben und den Organisatoren der ZukunftsForen ihre Wünsche, Vorstellungen und Anregungen mitteilen. Dabei wird auf alle Aspekte des Datenschutzes großen Wert gelegt.

In einer Mediathek finden die Besucher Materialien zu den ZukunftsForen: Bilder, Videos und schriftliche Publikationen stehen zum Herunterladen bereit. Denjenigen, die bestimmte Veranstaltungen über das Internet live mitverfolgen möchten, bietet die Website zudem Streaming-Angebote.