Bundesbildungsministerin Karliczek liest Kindern Märchen vor

In der Reihe „Politiker erzählen Märchen“ besuchten 16 Schülerinnen und Schüler aus Lichtenberg heute Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Nach der Märchenstunde durften sie Fragen stellen – über das Leben und die Arbeit der Ministerin.

Anja Karliczek liest Schülerinnen und Schülern das Märchen "Das Wasser des Lebens" vor. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Autogrammstunde: "Damit Mama und Papa auch glauben, dass wir hier waren".

© BMBF/Hans-Joachim Rickel
Ein Highlight des Besuchs: Die Kinder bestaunen die "Regenbogentreppe". © BMBF/Hans-Joachim Rickel

„Es war einmal ein König, der war krank…“, beginnt Bildungsministerin Anja Karliczek die Lesestunde in der Bibliothek des Bundesbildungsministeriums in Berlin. 16 Grundschulkinder der Lew-Tolstoi-Schule in Lichtenberg sind heute zu Besuch, um das Märchen „Das Wasser des Lebens“ der Gebrüder Grimm zu hören – und um der Bundesbildungsministerin Fragen zu stellen. Denn bei »Politiker erzählen Märchen« verschenken Staatsmänner und -frauen alljährlich eine Stunde ihrer Zeit an Schulklassen und lesen den Schülerinnen und Schülern Märchen vor. So zeigen sie, welchen hohen Stellenwert die kulturelle Kinder- und Jugendbildung für die Gesellschaft hat.

„Habt ihr Fragen?“, sagt die Bundesbildungsministerin, als sie das Märchenbuch wieder zuklappt. Überall fängt es an zu rascheln: Die Kinder haben sich gut vorbereitet und zücken ihre Fragezettel – aber das Märchen ist bereits Nebensache. „Das kannte ich schon“, sagen viele der Kinder. Viel lieber wollen sie die Chance nutzen, etwas über Anja Karliczek und ihre Arbeit zu erfahren. „Hat eine Ministerin noch Zeit für die Familie?“, wollen die Schülerinnen und Schüler wissen. „Ich bin viel unterwegs“, sagt Karliczek. „Wichtige Tage – wie Geburtstage – halte ich frei“, erzählt sie.

Neben den Fragen zum Privatleben der Ministerin interessiert die Kinder vor allem eines: die Schule. „Entscheiden Sie, wann wir Ferien haben? Warum gibt es Blockunterricht?“, fragen sie. Nach einem kurzen Exkurs zum Bildungsföderalismus ist das schnell geklärt. „Finden Sie das Schulsystem zeitgemäß?“, fragt ein Mädchen nach. Es sei besser, als immer behauptet werde, kontert die Ministerin. Dennoch gebe es immer etwas zu verbessern: „Wir wollen mit dem DigitalPakt digitale Technologien in die Schulen bringen“, sagt Karliczek. Denn ihr sei es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie sich sicher im Internet bewegen können.

Zum Abschluss wird es dann noch einmal persönlich: „Hatten Sie früher gute Noten?“, fragt ein Mädchen. „Das kam ganz auf das Fach an“, verrät die Ministerin. „Aber wir dürfen uns nicht immer nur an Noten und Abschlüssen festhalten“, sagt sie. Viel wichtiger sei es, etwas fürs Leben zu lernen – und dann das zu machen, was jedem einzelnen Spaß macht.