Bundesbildungsministerium baut digitale Talentförderung aus

Neuer "Jugendwettbewerb Informatik" für Kinder und Jugendliche startet / Wanka: "Spielerischer Zugang zu Informatik mit Spaß am Programmieren"

Für Schülerinnen und Schüler, die mit Begeisterung programmieren wollen, gibt es ab Mai eine neue Herausforderung: den neuen "Jugendwettbewerb Informatik", gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Wettbewerb wendet sich an Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen, die erste Kenntnisse im algorithmischen Denken und Programmieren unter Beweis stellen wollen. Rund um den Wettbewerb werden Kindern und Jugendlichen viele passende Lernangebote gemacht, in der Regel online und kostenfrei: vom Informatik-Grundlagenkurs bei code.org bis zum Programmierkurs "CS Circles".

"Programmieren macht Spaß und ist gar nicht so kompliziert wie gedacht – das merken Schülerinnen und Schüler beim spielerischen Zugang zu Informatik meist schnell. Mit dem neuen Jugendwettbewerb können Programmier-Fans jetzt ihr Talent fürs logische Kombinieren weiter ausprobieren", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. "Der Jugendwettbewerb Informatik ergänzt das breite Angebot der bundesweiten Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler, die das Bundesbildungsministerium fördert. Manchmal prägt die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb den ganzen späteren Werdegang, zum Beispiel wenn sich aus der Begeisterung fürs Experimentieren eine Faszination für Wissenschaft und Forschung entwickelt."

Das BMBF fördert verschiedene Kinder- und Jugendwettbewerbe von "Jugend forscht" über den Bundeswettbewerb Fremdsprachen oder das "Treffen junger Autoren" bis hin zu "Jugend komponiert" oder "Jugend gründet". Die BMBF-geförderten Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF), zu denen auch der neue Wettbewerb gehört, erreichen jährlich rund 300.000 Kinder und Jugendliche an mehr als 1800 Schulen. Die Arbeit von BWINF wird breit unterstützt: Träger sind die Gesellschaft für Informatik e.V., der Fraunhofer IUK-Verbund und das Max-Planck-Institut für Informatik. Mit dem neuen "Jugendwettbewerb Informatik" wird mit Blick auf die Schwierigkeitsstufen im Angebot der Informatikwettbewerbe eine Lücke geschlossen: Der "Informatik-Biber", an dem allein 2016 mehr als 290.000 Schülerinnen und Schüler teilnahmen, vermittelt seit mehr als zehn Jahren die Faszination des digitalen Denkens in der Informatik und erfordert keine Vorkenntnisse. Der "Bundeswettbewerb Informatik" dagegen fördert und fordert seit 1980 Talente, die in der Lage sind, eigenständig informatische Probleme anzugehen und mithilfe von Programmen zu lösen. Der neue Jugendwettbewerb liegt im Anspruch nun dazwischen: Er soll Kinder und Jugendliche anregen, ihr beim "Informatik-Biber" gezeigtes Interesse weiter zu verfolgen und die digitalen Kompetenzen zu erwerben, die nötig sind, um das eigene Talent auszubauen und vielleicht später beim "Bundeswettbewerb Informatik" zu beweisen.

Start des neuen Förderformats ist der 15. Mai 2017. In der ersten Runde des "Jugendwettbewerbs Informatik" werden über die zugehörige Onlineplattform beispielsweise Roboter gesteuert oder die Bewegungen einer virtuellen Schildkröte programmiert. Mehr als einen Web-Browser und Internetzugang benötigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür nicht. In der zweiten Runde nach den Sommerferien Anfang September sind die Besten dann gefordert, komplexere Aufgaben mit eigenen Mitteln zu bearbeiten. Wer es sich zutraut, kann sich dann auch an Aufgaben des renommierten "Bundeswettbewerbs Informatik" heranwagen, der zeitgleich startet.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.bmbf.de/de/ueber-die-schule-hinaus-jugendwettbewerbe-bieten-mehr-885.html

https://www.bwinf.de/jugendwettbewerb/