Bundesbildungsministerium verleiht KAUSA Medienpreis 2015

11 journalistische Beiträge ausgezeichnet / Müller: "Ausbildung ist der Schlüssel zur Integration"

Die Preisträger des KAUSA Medienpreises 2015 © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Stefan Müller, hat heute in Berlin den KAUSA Medienpreis verliehen. Mit dem Preis werden außergewöhnliche Berichte über berufliche Erfolgsgeschichten von Migrantinnen und Migranten ausgezeichnet.

Stefan Müller, Parl. Staatssekretär, während seiner Rede © BMBF/Hans-Joachim Rickel

"Die Preisträger zeigen Mut, Engagement und vorurteilsfreie Berichterstattung. Gerade in der aktuellen öffentlichen Debatte über Flüchtlinge brauchen wir objektive Beispiele gelungener Bildungswege. Die prämierten Beiträge zeigen, dass ein gutes Miteinander möglich ist. Viele integrationswillige Zuwanderer bemühen sich um einen Zugang zu Ausbildung und Arbeit, aber auch zu unserer Gesellschaft und zu unseren Werten. Darum geht es beim KAUSA Medienpreis. Geschichten zu erzählen, die Perspektive zu wechseln und diese Menschen in den Vordergrund zu stellen. Dafür zeichnen wir junge Journalistinnen und Journalisten seit 2010 aus", sagte Müller heute im Römischen Hof.

Die mit Journalisten und Medienexperten besetzte Jury hatte 17 journalistische Beiträge nominiert und 11 davon bei der heutigen feierlichen Preisverleihung in Berlin mit dem KAUSA Medienpreis ausgezeichnet.

Den ersten Platz in der Kategorie Text gewann Felix Rohrbeck mit seinem in "DIE ZEIT" erschienenen Artikel "Die Möbelbauer von Lampedusa". In seinem Beitrag berichtet der Wirtschaftsjournalist über die Firma "Refugees Company for Crafts and Design", bei der Flüchtlinge in Berlin Designermöbel aus dem Holz der Schiffwracks vor Lampedusa produzieren. Das Urteil der Jury zum Beitrag: Hier wird sehr gut dargestellt, welche Zukunftschancen die berufliche Bildung für Flüchtlinge bereithält.

Gewinner in der Kategorie Video © BMBF/Hans-Joachim Rickel

In der Kategorie Video wurden Janina Heckmann und Cylène Marcia Stock mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Die beiden Journalistinnen stellen in ihrem Video "Cucula – das soziale Start-Up von und mit Flüchtlingen", das bei Arte ausgestrahlt wurde, ebenfalls die Firma vor, bei der Flüchtlinge Designermöbel nach italienischen Entwürfen bauen. Geleitet wird das Projekt von Designerinnen und Designern, gemeinsam mit Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Offiziell dürfen die Flüchtlinge nicht arbeiten, sie erhalten unter anderem Deutschunterricht für ihre Arbeit. Die Jury begründet die Auszeichnung der beiden Journalistinnen mit ihrer besonders gelungenen Darstellung des aktuellen Themas.

In der Kategorie Multimedia ging der erste Platz an den 9. Jahrgang der ELECTRONIC MEDIA SCHOOL (ems) für sein Abschlussprojekt "Süper Market Berlin" (www.suepermarketberlin.de), bei dem Business auf deutsch-türkisch im Fokus steht: Mit ihrem Webprojekt zeigen die Volontärinnen und Volontäre der ems auf, wie türkeistämmige Berlinerinnen und Berliner zum wirtschaftlichen Erfolg der Hauptstadt beitragen. In einem türkischen Supermarkt mitten in Berlin treffen die ems-Absolventen türkeistämmige Menschen mit innovativen Ideen – darunter auch Youtube-Star Jilet Ayse. Besonders überzeugend fand die Jury die gute Grafik, die vielen interaktiven Möglichkeiten und die konsequente multimediale Umsetzung.

In der Kategorie Audio wurde kein erster Preis vergeben.

Die weiteren Preisträger sind:

  • Text – Isa Lange (Magazin der Universität Hildesheim) auf Platz zwei und Vivian Pasquet (Brigitte Woman) auf Platz drei.
  • Video – Justus Wilhelm (Radio Bremen) auf Platz zwei und Katrin Rössler (WDR) auf Platz drei.
  • Multimedia – Melisa Karakus (renk-magazin.de) auf Platz zwei und Mariel Müller, Alexandra Reinsberg sowie Elisabeth Winter (http://afklab.pageflow.io/fremde-freunde) auf Platz drei.
  • Audio – Anna Corves (rbb) auf Platz zwei und Vanessa Lünenschloß (BR) auf Platz drei.

Das BMBF verleiht den KAUSA Medienpreis seit 2010 an junge Journalistinnen und Journalisten in den Kategorien Text, Audio, Multimedia und Video. Durch die Beiträge sollen Migrantinnen und Migranten und ihre Bildungswege in Deutschland sichtbar gemacht machen. Der KAUSA Medienpreis wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. KAUSA, die Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration, ist Teil des BMBF-Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Alle ausgezeichneten Beiträge finden Sie auf www.kausa-medienpreis.de