Bundesforschungsministerium stärkt Mikroelektronikforschung in Berlin-Brandenburg

Das Bundesforschungsministerium investiert 117,2 Millionen Euro in die Mikroelektronikforschung in Berlin und Brandenburg. Die geförderten Forschungseinrichtungen sind Teil der „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland.“

Bundesforschungsministerin Wanka eröffnet die Standorte der Forschungsfabrik Mikroelektronik in Berlin-Brandenburg. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Es ist das größte Investitionsprogramm in die Mikroelektronikforschung seit der Wiedervereinigung: Mit 350 Millionen Euro finanziert das Bundesforschungsministerium die „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ (FMD). Ein großer Teil dieser Investition – 117,2 Millionen Euro – fließt in die Region Berlin-Brandenburg: Je zwei Leibniz- und Fraunhofer-Institute modernisieren und erweitern mit dem Fördergeld ihre technologische Infrastruktur und rüsten sich somit für modernste Forschung und Entwicklung in der Mikroelektronik. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat am 6. Juli die Standorte der FMD in Berlin und Brandenburg eröffnet.

Ziel der Investitionen in die FMD ist es, landesweit die Forschungskapazitäten zur Mikroelektronik zu vernetzen, zu bündeln und zu erweitern, um international als Mikroelektronikstandort mehr Gewicht zu erlangen. Dass die Bundesregierung und das Bundesforschungsministeriums mit ihrer Mikroelektronik-Strategie erfolgreich sind, zeigt das Beispiel Bosch: Der Konzern hat kürzlich angekündigt, eine Milliarde Euro in ein Halbleiterwerk in Deutschland zu investieren.

„Die Mikroelektronik-Industrie investiert wieder in Deutschland. Das ist eine Trendwende, die zeigt: Unsere Mikroelektronikforschung sorgt für zukunftsfeste Arbeitsplätze im digitalen Zeitalter. Damit das so bleibt, investieren wir mit der Forschungsfabrik schon heute in die Mikroelektronik-Technologien von morgen und übermorgen – hier in Berlin und Brandenburg wie in ganz Deutschland“, sagte Wanka bei der Auftaktveranstaltung in Berlin.

An den Berliner und Brandenburger Standorten der FMD werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Ferdinand-Braun-Instituts – Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH), des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik – Heinrich-Hertz-Institut (HHI), des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) und des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP) forschen. Deutschlandweit arbeiten mehr als 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an vier instituts- und standortübergreifenden Technologieparks als Teil der FMD zusammen.