Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurde 1970 auf der Basis des Berufsbildungsgesetzes (BBIG) gegründet. Seine heutige Rechtsgrundlage ist das Berufsbildungsreformgesetz (BerBiRefG) vom 23. März 2005, das die Aufgaben des Instituts beschreibt.

Aufgabe des BIBB ist es danach, "durch wissenschaftliche Forschung zur Berufsbildungsforschung beizutragen". Das Forschungsprogramm wird mit dem BMBF abgestimmt.

Die Arbeitsergebnisse des BIBB richten sich in erster Linie an:

  • Akteure der beruflichen Bildung, wie z.B. Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Gewerkschaften, Fachverbände, Kammern, und Ministerien in Bund und Ländern
  • Lehrpersonal in der Aus- und Weiterbildung, Auszubildende und Weiterbildungsteilnehmer/innen, Betriebs- und Unternehmensleitungen, Betriebs- und Personalräte, Berufsschullehrer/innen
  • die wissenschaftliche Öffentlichkeit, z.B. Hochschulen und andere Institutionen der Berufsbildungsforschung.

Weitere gesetzliche Aufgaben des BIBB sind – auf Weisung durch das entsprechende Bundesministerium – die Mitwirkung bei der Vorbereitung von Ausbildungsordnungen und sonstigen Rechtsverordnungen nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung, Aufgaben nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz, sowie die Mitwirkung bei der Erstellung des Berufsbildungsberichtes und der Berufsbildungsstatistik. Weiterhin hat das BIBB die Aufgabe der Förderung von Modellversuchen und überbetrieblichen Berufsbildungsstätten, sowie der Durchführung von europäischen Bildungsprogrammen und anderen Aktivitäten.

Im Hauptausschuss des BIBB – dem „Parlament der Berufsbildung“ – sind Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Bund und Länder gleichberechtigt vertreten. Der Hauptausschuss berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung. Als bundesunmittelbare Einrichtung wird das BIBB aus Haushaltsmitteln des Bundes finanziert und untersteht der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Seinen Sitz hat das Bundesinstitut für Berufsbildung seit September 1999 in Bonn.