Bundeskanzlerin Merkel ehrt „Jugend forscht“-Preisträger

Empfang im Bundeskanzleramt für die Gewinnerinnen und Gewinner des 51. Bundeswettbewerbs von „Jugend forscht“: Mit dabei ist Tassilo Schwarz aus Bayern. Er hat den „Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit" gewonnen.
 

Rund 60 Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher waren im Bundeskanzleramt zu Gast. Preisträger Tassilo Schwarz durfte sein prämiertes Forschungsprojekt Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka persönlich präsentieren. Im Fachgebiet Mathematik/Informatik entwickelte er ein spezielles System, um kleinere Flugobjekte wie zum Beispiel Quadrokopter in der Luft erkennen zu können. Das System kann deren Position ermitteln und sie dabei etwa von Vögeln unterscheiden. Das Prinzip: Zwei Digitalkameras nehmen den Luftraum in Stereo auf. Dringt ein Flugobjekt in diesen ein, nimmt das System sie mithilfe einer ausgefeilten Software ins Visier und verfolgt ihre Flugbahn. Dadurch ist es möglich, gegebenenfalls schnell zu reagieren, was beispielsweise für die Luftsicherheit an Flughäfen wichtig sein kann. Dafür hat er den "Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit" gewonnen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Nach dem Abitur möchte Tassilo Schwarz in den USA Computer Science und Mathematik studieren.

Der Wettbewerb "Jugend forscht" ist zu einer Talentschmiede für den naturwissenschaftlichen-technisch interessierten Nachwuchs geworden.
 

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka

Mit klugen Ideen wie diesen haben sich seit dem Start des Wettbewerbs "Jugend forscht" im Jahr 1965 mehr als 240.000 Schülerinnen und Schüler im Wettbewerb gemessen. Für viele von ihnen ist die Teilnahme nicht nur ein Meilenstein ihrer persönlichen Entwicklung, sondern auch der Beginn einer vielversprechenden Karriere: Neun von zehn erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmern studieren später ein mathematisches, naturwissenschaftlich-technisches oder medizinisches Fach. "Der Wettbewerb gibt den jungen Forscherinnen und Forschern eine Plattform, um selbstbewusst mit eigenen Ideen neue Wege zu gehen, dabei die wissenschaftliche Welt zu erkunden und sich für sie zu begeistern," sagte Bundesministerin Johanna Wanka. "Die Wettbewerbsbeiträge zeigen immer wieder, zu welch faszinierenden Leistungen die Schülerinnen und Schülerfähig sind." Im Anschluss an das Studium ist etwa die Hälfte der ehemaligen Bundessieger in Forschung und Entwicklung an Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder in Unternehmen tätig.

Die Einladung aller Bundessieger und Platzierten (2. bis 5. Preise) zu einem Empfang im Bundeskanzleramt gehört seit 1981 zur Tradition des Wettbewerbs.