Bundesministerin Wanka ermuntert Mädchen zu technischen Berufen

Bundesministerin Wanka hat junge Frauen am Girls' Day dazu ermuntert, sich mehr für Technik und Naturwissenschaften zu interessieren. "Es gibt viele neue und interessante Berufe - und ich wünsche mir, dass mehr junge Mädchen Lust darauf haben."

Kameras, Mikrofone und meterweise Kabel: Am Girls' Day sollen Mädchen in die Welt der Technik schnuppern. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat sich Zeit genommen, um Rede und Antwort zu stehen.
Am Girls' Day sollen Mädchen in die Welt der Technik schnuppern.Johanna Wanka hat sich Zeit genommen, um Rede und Antwort zu stehen. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Der Girls' Day ist der Mädchenzukunftstag und bietet Mädchen die Chance, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Denn die Entscheidung, was man im Leben machen will, ist nicht immer ganz einfach. Das weiß auch Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, die zur Eröffnung des Girls' Day Schülerinnen aus Berlin getroffen und den Mädchen einige Ratschläge mit auf den Weg gegeben hat. "So umworben wie Ihr war noch keine Generation in den letzten dreißig Jahren. Aber Ihr müsst auch wollen", sagte Wanka den Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren.

Entdecken, was zu einem passt

Von überlieferten Rollenbildern müssten sich junge Frauen bei der Berufswahl heute zum Glück nicht mehr leiten lassen. Stattdessen könnten sie auf ihren individuellen Interessen und Talenten aufbauen. "Die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, die Vielfalt der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten kennenzulernen und Eindrücke aus der Praxis zu gewinnen, ist dafür grundlegend. Beim Girls‘ Day können Mädchen ausprobieren, was zu ihnen passt", sagte die Ministerin.

Mädchen in Labor und Werkstatt

Ministerialdirigent Stefan Luther aus dem BMBF zusammen mit Mädchen beim VDE, dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. © Hannibal Hanschke

Wie spannend die Arbeit im Labor oder in einer Werkstatt ist - davon können sich junge Frauen an diesem Tag selbst ein Bild machen. Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland öffnen ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen lernen so Ausbildungsberufe und Studiengänge in der Informationstechnik, im Handwerk, den Naturwissenschaften kennen. Zum Girls' Day gehören auch Treffen mit führenden Frauen aus Wirtschaft und Politik. Bundesministerin Johanna Wanka ist selbst Mathematikerin und hat als Professorin gelehrt, bevor sie in die Politik wechselte.

Weniger junge Frauen als Männer

Der Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag wird gefördert vom Bundesbildungsministerium und vom Bundesfamilienministerium. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 haben etwa 1,5 Millionen Mädchen teilgenommen. Unternehmen und Organisationen beteiligen sich mit rund 10.000 Veranstaltungen.