Bundesministerin Wanka eröffnet deutsch-israelisches Jubiläumssymposium

Bundesministerin Johanna Wanka eröffnet in Israel ein wissenschaftliches Symposium zum 50-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Beide Länder wollen ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit vertiefen.  

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka ist als erste Bundesministerin im 50. Jubiläumsjahr der diplomatischen Beziehungen beider Länder nach Israel gereist. Sie wird am Mittwoch ein hochkarätig und interdisziplinär besetztes Symposium des Weizmann-Instituts, der Max-Planck-Gesellschaft und der israelischen Akademie der Wissenschaften eröffnen, das anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten in Tel Aviv und Rehovot tagt.

Die Wissenschaft hat für die Beziehung beider Länder eine besondere Bedeutung: Der Austausch in der akademischen Welt hat nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Annäherung beider Staaten vorbereitet. Bereits im Jahr 1959 lud das Weizmann Institute of Science (WIS) in Rehovot eine deutsche Delegation der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) nach Israel ein. Dieser Austausch hat später zur Gründung der Minerva-Stiftung geführt. Sie ist das Herzstück der deutsch-israelischen Wissenschaftszusammenarbeit und wird finanziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen. „Wissenschaftler in beiden Ländern leisteten einen erheblichen Beitrag, vertrauensvolle und freundschaftliche Beziehungen zwischen Israel und Deutschland möglich zu machen“, sagte Johanna Wanka.

Wissenschaftliche Kooperation vertiefen

Deutschland und Israel wollen ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit vertiefen. Wanka wird im Rahmen des Symposiums zwei neue Minerva-Zentren eröffnen, die der wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder dienen. Außerdem wird Wanka auch den ARCHES-Preis 2014 (Award for Research Cooperation and High Excellence in Science), mit dem jährlich herausragende deutsch-israelische Forschungskooperationen ausgezeichnet werden.  Zum Abschluss ihrer Reise – wenige Tage nach dem siebzigsten Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz – wird die Bundesministerin in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Kranz niederlegen.

Den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Israel fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits seit 1964. Von besonderer Bedeutung ist die interministerielle Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem israelischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie sowie dem israelischen Wirtschaftsministerium. Weitere vom BMBF finanzierte Programme der bilateralen Wissenschaftskooperation sind die Deutsch-Israelische Stiftung, die Deutsch-Israelische Projektkooperation und der Stiftungsfonds Martin-Buber-Gesellschaft.