Bundespräsident Steinmeier besucht KAUSA-Servicestelle Essen

Bundesbildungsministerium fördert 31 KAUSA-Servicestellen / Karliczek: Wir wollen mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund für die berufliche Bildung gewinnen

Hohen Besuch hat heute die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte KAUSA-Servicestelle Essen erhalten. Im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung informierten sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau, Elke Büdenbender, vor Ort über die Arbeit der Servicestelle und führten Gespräche mit Geflüchteten, ärztlichen Ausbildern und den Projektverantwortlichen.

Zu dem hochrangigen Besuch in der KAUSA-Servicestelle Essen sagte Bildungsministerin Anja Karliczek: „Wir wollen mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund dafür gewinnen, ihren beruflichen Weg mit einer soliden Ausbildung zu starten. Denn eine solide Ausbildung ist nicht nur der Türöffner für eine Karriere in mehr als 300 Berufen, sondern auch für ein gutes Leben. Mit den KAUSA-Servicestellen haben wir ein Netzwerk etabliert, in dem junge Menschen mit Migrationshintergrund eine individuelle Unterstützung für den Einstieg in eine Ausbildung erhalten. Hier bekommen sie eine gute Orientierung über ihre vielfältigen Chancen in der beruflichen Bildung. Deshalb freue ich mich ganz besonders darüber, dass sich Bundespräsident Steinmeier und Frau Büdenbender vor Ort ein Bild von der wichtigen Arbeit in den KAUSA-Servicestellen gemacht haben.“

Das BMBF hat im Oktober 2013 mit dem Aufbau des KAUSA-Netzwerkes begonnen. Heute finden Menschen mit Migrationshintergrund bei insgesamt 31 KAUSA Servicestellen in allen Bundesländern direkte und regional kompetente Ansprechpartner. Seit 2016 werden durch KAUSA auch junge Geflüchtete unterstützt und beraten.

Insgesamt hat KAUSA 7.000 Beratungsleistungen für junge Migrantinnen und Migranten, etwa 10.000 für junge Geflüchtete und fast 4.000 für Unternehmer mit Migrationshintergrund durchgeführt. Etwa 4.500 Jugendliche wurden in Ausbildung oder ausbildungsvorbereitende Maßnahmen vermittelt.

Neben des Angebotes einer individuellen Beratung ist es das Ziel der KAUSA-Servicestellen, die bereits bestehenden Netzwerke zu erweitern und gemeinsam mit Institutionen der Berufsbildung, Schulen, Migrantenorganisationen sowie Unternehmen dauerhafte Strukturen zur Unterstützung beim Einstieg in die berufliche Bildung aufzubauen, um eine Ausbildungsbeteiligung zu ermöglichen.

Eine Initiative der KAUSA-Servicestelle in Essen zielt auf den aktuellen Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ab. Gemeinsam mit der Ärztekammer Nordrhein und dem Jobcenter Essen wurde das Projekt „Eine Chance für Geflüchtete“ begonnen. In diesem Rahmen sollen junge Geflüchtete beim Einstieg in den Ausbildungsberuf „Medizinische Fachangestellte/Medizinischer Fachangestellter“ unterstützt werden. Rund 60 ausgewählte junge Geflüchtete stellten sich bei 26 Essener Ärztinnen und Ärzten in Form eines "Speed-Datings" bei der KAUSA Servicestelle Essen vor. Auf diese Weise konnten insgesamt 19 Verträge zur Einstiegqualifizierung und drei vollwertige Ausbildungsverträge mit hochmotivierten jungen Menschen abgeschlossen werden.