Bundeswettbewerb Informatik

Jedes Jahr am 1. September startet der Bundeswettbewerb Informatik (BwInf), der 1980 ins Leben gerufen wurde. Der Wettbewerb wendet sich an Jugendliche bis 21 Jahre, die Computer nicht nur bedienen, sondern produktiv beherrschen wollen.

Eine Computer nicht nur bedienen, sondern auch beherrschen - darum geht es beim Wettbewerb Informatik. © thinkstock

Der anspruchsvolle Wettbewerb soll Jugendliche dazu anregen, sich mit Informatik und den Einsatzmöglichkeiten von IT-Systemen zu befassen und dabei die Faszination und Vielseitigkeit der Informatik zu erfahren.
Zur Gewinnung von Teilnehmern für den BwInf dient das Online-Quiz "Informatik-Biber". Diese Wettbewerbs-Vorstufe ist deutscher Partner der internationalen Bebras-Initiative und wird jedes Jahr im November ausgetragen.

Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche bis 21 Jahre an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, Auszubildende und Teilnehmer an Freiwilligendiensten.

Mit Algorithmen und Datenstrukturen arbeiten

Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen Aufgaben aus verschiedenen Bereichen der Informatik lösen, die vom einem Aufgabenausschuss ausgewählt und gestellt werden. Die Aufgaben der ersten Runde erfordern Kenntnisse in Algorithmen und Datenstrukturen sowie Qualifikationen im Programmieren in einem Umfang, den sich Teilnehmer für den Wettbewerb nötigenfalls selbst aneignen können. Die Aufgaben der zweiten Runde stellen deutlich höhere Ansprüche an die Einsicht in Denkweisen und Problemlösungsmethoden der Informatik. Die in der dritten Runde gestellten Aufgaben berühren häufig aktuelle Fragen der Informatik-Forschung und -Entwicklung.

Der Wettbewerb läuft in drei Runden ab: die erste Runde jeweils vom 1. September bis Ende November, die zweite von Ende Dezember bis Mitte April. In der ersten und zweiten Runde sind vorgegebene Problemstellungen zu Hause ohne fremde Hilfe zu bearbeiten; in der ersten Runde ist dabei Gruppenarbeit möglich. Die dritte Runde wird in der Regel im September als Kolloquium von Unternehmen, Hochschulen oder anderen Institutionen ausgerichtet. Dort absolviert jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer zwei Fachgespräche mit einer Jury und bearbeitet zwei Aufgabenstellungen im Team.

In allen Runden werden Urkunden für die Teilnahme und für besondere Leistungen vergeben. Teilnehmer der ersten beiden Runden werden je nach Erfolg zu Informatik-Workshops an Unternehmen oder Hochschulen eingeladen; außerdem werden kleine Sachpreise und Buchpreise vergeben, jüngere Teilnehmer können sich für Schülerakademien bewerben. In der dritten Runde sind Geld- und Sachpreise zu gewinnen. Die Bundessieger werden in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Internationale Fortsetzung für die Sieger

Etwa zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten und dritten Runde des Bundeswettbewerbs Informatik sowie zwei bis drei Preisträger des Wettbewerbs Jugend forscht, Sparte Mathematik/Informatik, nehmen an Vorbereitungslehrgängen für die Internationale Informatik-Olympiade (IOI) teil.  Die besten vier werden für das IOI-Team ausgewählt und in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.