CureVac und CEPI bauen Kooperation zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus nCoV-2019 aus

Karliczek: Internationale Zusammenarbeit macht Hoffnung

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei ihrem Statement zu der neuen Kooperation. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

CureVac AG, ein biopharmazeutisches Unternehmen und Pionier in der präklinischen und klinischen Entwicklung mRNA-basierter Medikamente, und die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), eine öffentlich-private Partnerschaft zur Beschleunigung der Impfstoffentwicklung gegen aufkommende Infektionskrankheiten, haben heute ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus nCoV-2019 bekanntgegeben. Ziel dieser Kooperation ist es, einen sicheren Impfstoffkandidaten schnellstmöglich in einer klinischen Studie zu testen. Die Vereinbarung baut auf der bereits bestehenden Partnerschaft zwischen CureVac und CEPI zur Entwicklung einer schnell einsetzbaren Impfstoff-Plattform auf. Sie beinhaltet eine Finanzierung durch CEPI von bis zu 8,3 Millionen US-Dollar für eine beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie für klinische Studien. CEPI wird vom Bundesforschungsministerium mit einer Summe von 90 Millionen Euro mitgetragen.

„CureVacs Technologie und mRNA-Plattform eignen sich besonders für eine, schnelle Reaktion auf virale Ausbrüche wie dem aktuellen“, sagt Dr. Mariola Fotin-Mleczek, Chief Technology Officer bei CureVac. „Dank der finanziellen Mittel von CEPI sind wir in der Lage, die Bekämpfung von derartigen Gesundheitsgefahren noch besser unterstützen zu können. So entwickeln wir aktuell einen Impfstoff, der nach erfolgreichen präklinischen Tests rasch in klinischen Studien am Menschen getestet werden könnte.“

Richard Hatchett, CEO von CEPI: „Angesichts der raschen Verbreitung des Coronavirus hat CEPI schnell reagiert und unsere bestehende Kooperation erweitert, um CureVacs mRNA-basierte Plattform zur Impfstoffentwicklung auch für diesen Virustyp zu nutzen. Wir wollen mithilfe der bekannten Gensequenz des Erregers innerhalb von wenigen Monaten – also wesentlich schneller bisher möglich – einen Impfstoffkandidaten für die klinische Erprobung entwickeln. Dies ist ein sehr ambitionierter Zeitplan. Auch wenn wir erfolgreich sind, was nicht sicher ist, werden wir noch weitere Herausforderungen meistern müssen, bevor wir derartige Impfstoffe auf breiter Basis zur Verfügung stellen können.”

Darüber hinaus arbeitet CureVac an der Entwicklung des The RNA Printer™. Dabei handelt es sich um eine mobile, automatisierte Produktionseinheit zur schnellen Versorgung von mRNA-Wirkstoffen. Im Februar 2019 hat CEPI CureVac eine Förderung dieser Technologie mit bis zu 34 Millionen US-Dollar zugesagt. Diese innovative Plattform soll in Zukunft schnell LNP-formulierte mRNA-Impfstoffkandidaten produzieren, die gegen bekannte Erreger wie das Lassa-Fieber, Gelbfieber und Tollwut eingesetzt werden können. Darüber hinaus soll sie auch eine rasche Reaktion auf neuartige und bisher unbekannte Erreger ermöglichen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist Gründungsmitglied der CEPI-Impfstoffinitiative und fördert diese mit insgesamt 90 Millionen Euro. CEPI bringt ein breites Spektrum unterschiedlicher Akteure zusammen, um dringend benötigte Impfstoffe für die Vermeidung künftiger Pandemien zu entwickeln. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, erklärt:

„Das Corona-Virus beunruhigt in diesen Tagen viele Menschen. Die Entwicklung eines Impfstoffs ist ein äußerst wichtiger Beitrag, um die Erkrankung einzudämmen. Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass durch eine internationale Allianz wie CEPI diese Entwicklung nun vorangetrieben und dabei deutsche Forschungs- und Entwicklungsexpertise genutzt wird. Ich hoffe, dass jetzt in absehbarer Zeit gute Ergebnisse erzielt werden, auf die sehr viele Menschen in diesen Tagen warten.“

Über Curevacs Plattform

CureVacs Technologieplattform zielt darauf ab, die Eigenschaften von mRNA-basierten Therapeutika und Impfstoffen zu optimieren. Die Technologie kann so maßgeschneidert werden, dass sie unterschiedlich starke Immunreaktionen gegen verschiedene Antigene auslöst. Das wiederum kann die Entwicklung potenter prophylaktischer Impfstoffe zur Prävention von Infektionserkrankungen wie Tollwut sowie von Immuntherapien zur Behandlung von Krebserkrankungen ermöglichen. Die Technologie kann aber auch so angepasst werden, dass eine Immunaktivierung vermieden wird, was Anwendungsmöglichkeiten für molekulare Therapien eröffnet. Damit kann sie neue Therapien für Patienten bieten, die an seltenen Krankheiten leiden.


Über das neuartige Coronavirus

Die Familie der Coronaviren kann Erkrankungen der Atemwege, u. a. MERS (Middle East Respiratory Syndrome) und SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) auslösen. Coronaviren werden vom Tier auf den Menschen übertragen und können Stämme bilden, die bisher bei Menschen nicht festgestellt wurden. Am 7. Januar 2020 wurde ein neuartiges Coronavirus (nCoV-2019) als Ursache der in der chinesischen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei aufgetretenen Fälle von Lungenentzündung identifiziert. Seither wurden weltweit in immer mehr Ländern weitere Fälle bekannt.


CEPIs Arbeit zum neuartigen Coronavirus nCoV-2019

Die rasche weltweite Verbreitung und die beispiellosen epidemiologischen Merkmale des neuen Coronavirus sind sehr beunruhigend. CEPI hat auf die Dringlichkeit in Abstimmung mit der WHO reagiert, die für die Erarbeitung einer koordinierten internationalen Reaktion federführend ist. Wir haben mehrere Partnerschaften initiiert, um zu einem besseren Verständnis zu gelangen und Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus zu entwickeln. Bei den Maßnahmen werden sowohl Krisenreaktionsplattformen, die bereits von CEPI unterstützt werden, als auch neue Partnerschaften

genutzt. So sollen nCoV-2019-Impfstoffkandidaten schnellstmöglich in die klinische Erprobung gebracht werden. Folgen Sie unserer Nachrichtenseite für die neuesten Updates.

Über CureVac AG

CureVac ist ein führendes biopharmazeutisches Unternehmen auf dem Gebiet der mRNA-Technologie (Boten-RNA, von engl. messenger RNA). Mit 20 Jahren Expertise arbeitet CureVac daran, dieses vielseitige Molekül für den medizinischen Einsatz zu entwickeln, zu optimieren und in klinischen Studien zu testen. Das Prinzip der proprietären CureVac-Technologie basiert auf der Nutzung von mRNA als Informationsträger, um den menschlichen Körper zur Produktion der entsprechend kodierten Proteine anzuleiten, mit welchen eine Vielzahl von Erkrankungen bekämpft werden können. Das Unternehmen setzt seine Technologien zur Entwicklung von Krebstherapien, Antikörpertherapien, prophylaktischen Impfstoffen und zur Behandlung seltener Erkrankungen ein. CureVac hat signifikante Eigenkapitalinvestitionen erhalten, darunter von der dievini Hopp BioTech holding und der Bill & Melinda Gates Foundation. Zudem kooperiert CureVac mit multinationalen Konzernen und Organisationen wie Boehringer Ingelheim, Eli Lilly & Co, Genmab, CRISPR Therapeutics und der Bill & Melinda Gates Foundation. CureVac hat seinen Hauptsitz in Tübingen und verfügt über weitere Standorte in Frankfurt und Boston, MA, USA.

Weitere Informationen finden Sie unter www.curevac.com oder bei Twitter unter @CureVacAG.

Über CEPI
CEPI ist eine innovative Partnerschaft von öffentlichen, privaten, philanthropischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die 2017 in Davos ins Leben gerufen wurde, um Impfstoffe gegen künftige Epidemien zu entwickeln. CEPI hat bisher über 750 Millionen der angestrebten 1 Milliarde US-Dollar an Fördermitteln eingeworben. CEPIs Schwerpunkt liegt auf Viruserkrankungen wie Ebola, Lassa-Fieber, MERS-CoV, Nipah-Fieber, Rift Valley Fieber (RVF) und Chikungunya. CEPI investiert auch in Plattformtechnologien für die Schnellentwicklung von Impfstoffen und Immunprophylaxen im Kampf gegen unbekannte Erreger (Krankheit X). Bisher hat CEPI Finanzmittel in Höhe von über 475 Millionen US-Dollar für die Impfstoff- und Plattformentwicklung zugesagt.

Erfahren Sie mehr unter www.cepi.net oder @CEPIvaccines.

 

CureVac
Thorsten Schüller, Corporate Communications
CureVac AG, Tübingen, Germany
Tel.: +49 7071 9883-1577
Email: thorsten.schueller@curevac.com
 

CEPI
Rachel Grant, Director of Communications and Advocacy, CEPI
Tel: +44(0)7891249190
Email: rachel.grant@cepi.net

Mario Christodoulou, Communications and Advocacy Manager, CEPI
Tel: +44 (0) 7979300222
Email: Mario.christodoulou@cepi.net
 
Jodie Rogers, Communications Officer, CEPI
Tel: +44(0)79 793 57 459
Email: jodie.rogers@cepi.net

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Svenja Jambo, Pressesprecherin
Tel: +49 30 18 57-5050
Email: presse@bmbf.bund.de