Das BAföG wird noch besser

Studierende profitieren seit dem 1. August 2015 von verschiedenen Verbesserungen im BAföG. Die Ausbildungsförderung ist an die Realitäten im Studium angepasst und Förderlücken geschlossen worden.

Der Bund finanziert das BAföG nun alleine - die Länder haben so mehr Geld für die Hochschulfinanzierung. © Thinkstock / camij

Die Bundesregierung übernimmt Verantwortung für Schülerinnen, Schüler und Studierende und setzt ein weiteres Zeichen für Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen:

Ab dem 1. August 2015 gelten verschiedene Verbesserungen im BAföG. Bislang erhielten Studierende maximal 360 Euro monatlich als Überbrückung, wenn ihr Erstantrag nicht rechtzeitig bearbeitet wurde. Jetzt orientiert sich dieser Abschlag ausschließlich an der Höhe der voraussichtlichen BAföG-Zahlung und damit am konkreten Bedarf der Studierenden.

Außerdem ist die Förderung während des Übergangs zwischen Bachelor- und Masterstudium erleichtert worden. So kann, wer ein Masterstudium aufnehmen will, bereits von dem Zeitpunkt an mit Förderung rechnen, ab dem er für den Master vorläufig zugelassen ist - etwa weil der Bachelorabschluss noch aussteht. Künftig kann man auch vorab klären lassen, ob für ein geplantes Masterstudium überhaupt BAföG bezogen werden könnte. Und: Bestimmte zusätzliche Nachweise zur Studienleistung bei frühen Zwischenprüfungen fallen weg.

Unterdessen sind nach der BAföG-Statistik 2014 die durchschnittlichen monatlichen Förderungsbeträge wieder gestiegen. Die BAföG-Statistik, die das Statistische Bundesamt am 30. Juli 2015 vorgelegt hat, zeigt einen leichten Rückgang der Gefördertenzahl im Vergleich zum Vorjahr (minus 3,5 Prozent). Dabei ist die Zahl der mit BAföG geförderten Schülerinnen und Schüler entsprechend den bundesweit demografisch bedingt zurückgehenden Gesamtschülerzahlen stärker zurückgegangen (minus 5 Prozent), als die der geförderten Studierenden (minus 2,9 Prozent). Insgesamt gab es im Jahr 2014 rund 925.000 BAföG-Empfänger.

Seit Jahresbeginn steht das BAföG auf neuen Füßen: Der Bund finanziert die Ausbildungsförderung nun alleine und entlastet die Länder damit dauerhaft jedes Jahr um rund 1,2 Milliarden Euro. Dadurch haben die Ländern neue finanzielle Möglichkeiten. Und bald folgt der nächste Schritt der BAföG-Reform: Im Sommer 2016 werden die Freibeträge und Bedarfssätze um sieben Prozent angehoben. "Nach der Übernahme der BAföG-Finanzierung durch den Bund folgen strukturelle und substanzielle Verbesserungen, die den Kreis der BAföG-Empfänger um rund 100.000 Geförderte anwachsen lassen werden", sagte Bundesministerin Johanna Wanka.