Das Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Das Berufsbildungsgesetz schafft die Rahmenbedingungen für die berufliche Bildung. Es sichert die hohe Qualität der Ausbildung und verbessert die Ausbildungschancen für junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen oder regionalen Herkunft.

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Die Erwartungen an das System der beruflichen Bildung sind hoch, insbesondere im Hinblick auf Flexibilität und Durchlässigkeit. Ob Weiterbildung oder Wechsel des Berufsbildes – heute kann sich kaum noch ein Arbeitnehmer vorstellen, ein Leben lang denselben Beruf auszuüben.

Dieser Wandel der Arbeitswelt soll durch systematische Innovationen begleitet werden, damit die duale Berufsausbildung auch in Zukunft ein Garant für hohe Beschäftigung und Zufriedenheit ist. Das mit dem Berufsbildungsreformgesetz im Jahr 2005 vollständig novellierte Berufsbildungsgesetz (BBiG) aus dem Jahr 1969 bietet hierfür den rechtlichen Rahmen.

Die Novelle des Berufsbildungsgesetzes hat beispielsweise dafür gesorgt, dass zeitlich befristete Ausbildungsabschnitte im Ausland erstmals  als Teil einer anerkannten Berufsausbildung im dualen System behandelt werden können. Neben Neuerungen im Prüfungswesen hat die Reform auch dazu beigetragen, starre Grenzen sowohl zwischen betrieblicher und schulischer Berufsausbildung als auch zwischen Aus- und Fortbildung  aufzuheben: So wurden durch die Novelle zum einen neue Möglichkeiten der Anrechnung berufsschulischer Vorbildung und zur Zulassung berufsschulischer Absolventen zur Kammerprüfung geschaffen. Zum anderen können nun Zusatzqualifikationen, die über das Ausbildungsberufsbild hinaus vermittelt werden, gesondert geprüft und bescheinigt werden. Damit wird es auch möglich, Teile einer Aufstiegsfortbildung bereits während der Erstausbildung zu absolvieren.

Eine Evaluierung des BBiG gut 10 Jahre nach der Novelle von 2005 hat gezeigt, dass sich das BBiG bewährt hat (Bericht vom 23.03.2016). Die geltenden Regelungen des BBiG bieten einen verlässlichen und zeitgemäßen Handlungsrahmen für die Ordnung und Durchführung  der beruflichen Bildung. Gleichzeitig gewährleisten sie die notwendige Flexibilität, um auch auf neue Herausforderungen reagieren zu können.

Mit dem Bericht des Bundesbildungsministeriums über die Evaluation des Berufsbildungsgesetzes ist die Vereinbarung des Koalitionsvertrages für die 18. Legislaturperiode, das Berufsbildungsgesetz zu evaluieren und Anpassungen zu prüfen, umgesetzt worden.