Das Forschungsschiff Heincke

FS Heincke im Billefjord auf Spitzbergen
FS Heincke im Billefjord auf Spitzbergen © Kristina Baer, AWI

Das Forschungsschiff HEINCKE wurde im Jahr 1990 in Dienst gestellt und gehört zu den mittelgroßen deutschen Forschungsschiffen. Einsatzgebiete sind zumeist die Nordsee und der Nordatlantik. Das Schiff wird vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) betrieben. Namensgeber ist Friedrich Heincke, der erste Direktor der 1892 gegründeten „Königlichen Biologischen Anstalt Helgoland“, die heute zum Alfred-Wegener-Institut gehört.

An durchschnittlich 250 Tagen im Jahr ist die HEINCKE auf See und bietet zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen Platz zum Leben und Arbeiten. Das Schiff ist baugleich zum Forschungsschiff ALKOR und verfügt über vier moderne wissenschaftliche Labore unter Deck sowie leistungsfähige technische Anlagen wie Kräne und Winden. Die HEINCKE wird für biologische, geowissenschaftliche und hydrographische Forschungsprojekte eingesetzt.

Die Vergabe von Schiffszeiten erfolgt auf der Grundlage eines transparenten, einheitlichen Verfahrens, welches vom Gutachterpanel Forschungsschiffe (GPF) koordiniert wird und eine externe wissenschaftliche Bewertung der Fahrtanträge beinhaltet. Vorschläge für Forschungsfahrten können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen tätig sind, über das Portal deutsche Forschungsschiffe einreichen.

Im Zeitraum von 2007 bis 2009 wurde das Forschungsschiff HEINCKE generalüberholt und ist hinsichtlich der technischen und wissenschaftlichen Ausstattung auf dem aktuellen Stand. Im Jahr 2014 wurden zudem neue Motoren und eine Abgasreinigungsanlage nachgerüstet.

Technische Daten

 Länge:  55 m
 Reisegeschwindigkeit:  12,5 kn
 Seezeit: (max.)  21 Tage
Wissenschaftliches Personal: (max.)  12 Personen
Einsatzgebiete: überwiegend Nordsee und Nordatlantik
Vorlaufzeit für Fahrtvorschläge:  ca. 1 Jahr
Eigner:  Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch das BMBF)