Das kulturelle Erbe bewahren

Was „verraten“ Objekte in Museen, Bibliotheken und Hochschulsammlungen über verschiedene Kulturen? Wie erhalten Forschende das kulturelle Erbe für die Nachwelt? Das zeigt das Bundesforschungsministerium in einer Video-Reihe zum Kulturerbejahr 2018.

Im Keller der Hochschule Niederrhein lag jahrelang ein wissenschaftlicher Schatz: kleine Flaschen mit synthetischen Farbstoffen aus dem 19. Jahrhundert. Siriuslichtgrün, Pfaublau oder Benzaminviolet steht verschnörkelt auf den vergilbten Etiketten. Die unscheinbaren Fläschchen wurden lange Zeit kaum beachtet – dabei enthalten sie kulturelles Erbe. Sie gewähren beispielsweise Einblicke in die Geschichte der chemischen Industrie. Die historische Farbstoffsammlung ist nur eines von vielen Beispielen für ungehobene Schätze, die in ganz Europa in Museen, Bibliotheken und Hochschulen lagern. Das Bundesforschungsministerium unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Förderlinien „Die Sprache der Objekte“, „Allianz für universitäre Sammlungen“ und „eHeritage“ dabei, dieses kulturelle Erbe zu erforschen und zu sichern. In einer Video-Reihe zeigt das Ministerium jetzt die Arbeit der Forschenden.

„Gerade in Zeiten des rasanten technologischen Wandels ermöglicht unser kulturelles Erbe, dass wir uns unserer Herkunft bewusst bleiben“, sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Das setzt jedoch voraus, dass Objekte des kulturellen Erbes erforscht, systematisch erfasst und auch gezeigt werden. „Nur so können sie unserer Gesellschaft auch zugutekommen“, sagt Karliczek.

Die Video-Reihe zeigt mehrere Projekte: