Auf ins ewige Eis – Die Ausstellung im BMBF

Von einem Wollhaarmammut und schwimmenden Forschungslaboren – die Polarausstellung im Bundesforschungsministerium bietet spannende Einblicke in die Erforschung von Arktis und Antarktis. Besuchen Sie uns und entdecken Sie eine faszinierende Welt.

Extrem, lebensfeindlich und von unwirklicher Schönheit – die Welt jenseits der Polarkreise hat den Menschen seit jeher fasziniert. Denn Arktis und Antarktis können uns viel verraten, zum Beispiel über die Zukunft unseres Planeten. Die Klimaerwärmung der Erde mit all ihren Veränderungen macht sich in den sensiblen Ökosystemen der Polarregionen bereits bemerkbar.

Die Ausstellung „Das Meer beginnt hier“ ist ab 8. November täglich von 10-18 Uhr im Foyer des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin, Kapelle-Ufer 1, geöffnet.

Für Forscherinnen und Forscher sind Arktis und Antarktis deshalb wichtige Standorte. Doch wer bei einer klirrenden Kälte von bis zu -50 Grad Celsius forschen will, braucht eine gute Basis – wie die Neumayer-Station III in der Antarktis. Dort lassen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Beispiel jeden Tag einen großen Ballon in die Luft steigen. Erfahren Sie in unserer Ausstellung, warum uns die Polarregionen nicht kalt lassen sollten.

Denn das ewige Eis kann uns auch etwas über die Vergangenheit der Erde erzählen. Permafrostböden prägen fast ein Viertel der Landoberfläche auf der Nordhalbkugel. Wie eine Betonschicht hält der Dauerfrost Eis, Boden und Felsgestein zusammen. Wegen der Erderwärmung aber zieht er sich Jahr für Jahr weiter zurück – und befördert manchmal ein Zeugnis der Geschichte zutage, wie den mehr als 20.000 Jahre alten Schädel eines Wollhaarmammuts in unserer Ausstellung. Warum das Tauen des Dauerfrostes den Klimawandel sogar noch beschleunigen kann, erfahren Sie im Foyer des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Ausstellung steht im Kontext des Wissenschaftsjahres 2016*17, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Meeren und Ozeanen widmet. Denn Sie bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche und sind für das Leben auf unserem Planeten von großer Bedeutung. Sie beeinflussen unser Klima, dienen als Rohstoff- und Energielieferant, sind Heimat für unzählige Arten. Forschung kann uns dabei helfen, den größten Lebensraum der Erde besser zu verstehen, nachhaltig zu nutzen und zu schützen.

Sie haben wenig Zeit?

Unsere Ausstellung ist auch für einen kurzen Abstecher ins ewige Eis gut geeignet, nach dem Motto: Meer entdecken in 20 Minuten.