Das Weiterbildungsstipendium

Wer sich nach erfolgreicher Ausbildung beruflich entwickeln möchte, für den ist das Weiterbildungsstipendium richtig. Die finanzielle Unterstützung soll junge Fachkräfte ermutigen, durch Weiterbildung den Grundstein für beruflichen Erfolg zu legen.

Das Weiterbildungsstipendium richtet sich an talentierte und leistungsbereite Fachkräfte unter 25 Jahren, die bereits ihre berufliche Ausbildung abgeschlossen haben. Mit einem Weiterbildungsstipendium können Fachkräfte bis zu drei Jahre fachliche oder fachübergreifende Weiterbildungen finanzieren. Damit unterstützt das Bundesbildungsministerium junge Menschen, sich in ihrem Beruf durch Weiterbildung zu qualifizieren und neue berufliche Möglichkeiten bis hin zur Selbständigkeit zu entdecken.

Das Weiterbildungsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat sich seit seinem Start im Jahre 1991 als Erfolgsmodell erwiesen. Insgesamt wurden seither mehr als 100.000 Stipendien vergeben; jährlich etwa 6.000.

Die Förderung umfasst Zuschüsse für die Kosten von fachlichen oder berufsübergreifenden Weiterbildungen in Höhe von insgesamt maximal 6.000 Euro, verteilt auf drei Förderjahre. Die Weiterbildung muss grundsätzlich berufsbegleitend durchgeführt werden. Auch Kosten für berufsbegleitende Studiengänge, die auf der Ausbildung oder Berufstätigkeit aufbauen, können bezuschusst werden.

Das Weiterbildungsstipendium basiert auf einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Das Bundesbildungsministerium hat die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) damit beauftragt, das Programm zu koordinieren. Weiterhin tragen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Bundesverband der Freien Berufe sowie knapp 300 für die Berufsausbildung zuständige Stellen und Kammern zum erfolgreichen Gelingen des Förderprogramms bei.

Stipendiaten und ihre Geschichten

Melanie Schönenberg: "Durch das Weiterbildungsstipendium bin ich statt mit 40 schon mit 25 Jahren Pflegedienstleiterin geworden." © Urs Kuckertz Photography

Melanie Schönenberg hat eine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin gemacht. Das Stipendium nutzte sie für die Kurse zur Pflegedienstleistung und zur Heimleitung. Bereits mit 25 Jahren hat sie den Posten als Leiterin des Pflegedienstes im Altenwohnhaus St.Josef in Selm übernommen.

Annett Garbe: "Ich mag das nicht, wenn man irgendwo stehen bleibt. Ich möchte mich gerne weiterentwickeln und Neues lernen." © Urs Kuckertz Photography

Annett Garbe machte eine Ausbildung zur Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk. Mit dem Weiterbildungsstipendium absolvierte sie Lehrgänge zur Verkaufsleiterin und zur Betriebswirtin. Heute arbeitet die 29-jährige und vierfache Mutter als freiberufliche Verkaufstrainerin in verschiedenen Bildungseinrichtungen.

Björn Wiese: "Ich konnte bei der Bäckereieröffnung auf das ganze Wissen aus den Lehrgängen in der Zeit des Stipendiums zurückgreifen. Somit war ich top vorbereitet für die Selbständigkeit." © Urs Kuckertz Photography

Björn Wiese machte eine Ausbildung zum Bäcker und war dann Stipendiat der Handwerkskammer Frankfurt/Oder. Heute ist er Bäckermeister und Inhaber der Privatbäckerei Wiese mit 80 Angestellten.