Daten sammeln – für unsere Gesundheit

Die größte Gesundheitsstudie Deutschlands hat ein wichtiges Etappenziel erreicht: 200.000 Menschen haben bereits an den ersten Untersuchungen teilgenommen. Damit die Langzeitstudie gelingt, gilt für die Teilnehmenden jetzt: Auf zur Folgeuntersuchung!

Wie entstehen Krankheiten? Warum erkranken manche Menschen an Demenz, während andere verschont bleiben? Welchen Einfluss haben die Gene auf Erkrankungen? Der Schlüssel zu diesen Fragen könnte in uns allen schlummern. Unsere Gesundheitsdaten sind ein Schatz, den es zu heben gilt: Dafür hat Bundesforschungsministerium gemeinsam mit 13 Bundesländern und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren 2013 die NAKO Gesundheitsstudie gestartet. Zwischen 2013 und 2023 investieren die Partner rund 256 Millionen Euro in die größte Langzeitstudie Deutschlands.  

Ziel der Studie ist es, Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser zu verstehen, um sie wirkungsvoller bekämpfen zu können. „Die Studienergebnisse werden uns helfen, Volkskrankheiten früher zu erkennen, sie besser zu behandeln und ihnen wirksamer vorzubeugen“, sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. „Wir könnten beispielsweise erfahren, wie unsere Umwelt und unsere Lebensweise bestimmte Krankheiten beeinflussen. Von dem Datenschatz dieser Gesundheitsstudie werden noch viele Generationen profitieren. Sie wird der Gesundheit vieler Bürgerinnen und Bürgern nutzen. Ich danke den vielen Forschenden, aber auch den Bürgerinnen und Bürgern, die dieses Ziel durch ihre Teilnahme an der NAKO Gesundheitsstudie unterstützen“, so die Ministerin.

Frauen und Männer im Alter von 20 bis 69 Jahren wurden für die Gesundheitsstudie per Zufallsstichprobe ausgewählt und angeschrieben. Der Zufall ist dabei entscheidend: Denn eine freiwillige Teilnahme würde die Ergebnisse verfälschen und ist somit nicht möglich. Um möglichst umfangreiche Ergebnisse zu erhalten, ist es wichtig, dass die Teilnehmenden über viele Jahre dabei bleiben. Seit Herbst 2018 laufen daher die Folgeuntersuchungen.

Die NAKO-Forschenden werden die Teilnehmenden in den kommenden 20 bis 30 Jahren wiederholt untersuchen. In den 18 Studienzentren messen sie etwa den Blutdruck, prüfen die Lungenfunktion und führen Ultraschalluntersuchungen durch. Viele Teilnehmende erhalten zusätzlich eine Ganzkörper-Magnetresonanztomographie (MRT)-Untersuchung. Zudem sammeln die Forschenden Bioproben, wie etwa Blut und Urin, und befragen die Teilnehmenden zu ihren Lebensumständen, zur Lebensweise und zum Gesundheitsverhalten.