Dem Plastik auf der Spur: Jugendaktion „Plastikpiraten“ gestartet

Wie viel Plastik schwimmt in deutschen Flüssen? Bei der Aktion „Plastikpiraten“ werden Jugendliche Proben aus Flüssen nehmen. Die Daten werden anschließend ausgewertet, um das Plastikvorkommen in deutschen Flüssen zu erforschen.

Fabian Stiller, Melanie Baasch und Lena Weiß vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz nehmen die ersten Plastikproben an der Kieler Förde. © BMBF/Wissenschaftsjahr 2016*17

Tüten, Flaschen und Joghurtbecher – Bäche und Flüsse tragen jede Menge Plastikmüll ins Meer. Wie sehr die Fließgewässer aber mit Plastik und Mikroplastik belastet sind, ist vielerorts noch weitgehend unerforscht. Wie viel und welcher Plastikmüll lässt sich dort finden? Wo sammelt sich besonders viel Müll? Und welche Rolle spielen Fließgeschwindigkeit und Wassertiefe dabei?

Diese Forschungsfragen zu beantworten, ist das Ziel des Projekts „Plastikpiraten“ im Wissenschaftsjahr 2016*17 an: Jugendliche werden in den kommenden zwei Monaten in ganz Deutschland untersuchen, wie viel Plastikmüll in unseren Gewässern schwimmt. Es wird gefiltert, gezählt, gewogen und das Ergebnis auf einer digitalen Deutschlandkarte dokumentiert.

Mitmachen ist ganz einfach

Bestellen Sie jetzt das Material zur Aktion und nehmen Sie noch bis 18. November mit Ihrer Gruppe Proben aus deutschen Flüssen.

Mit den gewonnenen Daten arbeitet anschließend die „Kieler Forschungswerkstatt“, das Schülerlabor der Universität Kiel. Dort wird zum Beispiel analysiert, welche Flussabschnitte besonders stark mit Plastik verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt. Aus diesen Beobachtungen lassen sich Maßnahmen zum Schutz der Flüsse und Meere ableiten.

Teilnehmen können Jugendgruppen oder Schulklassen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren. Alle Mitwirkenden nehmen zudem an einer Verlosung teil und können tolle Preise gewinnen.

Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Was ist Citizen Science?

Bei Citizen-Science-Projekten können sich Bürgerinnen und Bürger in die Forschung einbringen. Im Deutschen spricht man daher auch von Bürgerwissenschaften: Wissenschaftlerinnen und Forscher arbeiten mit Bürgerinnen und Bürgern Hand in Hand. Die Aktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ ist eine Citizen-Science-Aktion. Jugendliche unterstützen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darin, möglichst viele Daten über die Verbreitung von Makro- und Mikroplastik in deutschen Flüssen zu sammeln.

Kann ich auch allein teilnehmen?

Die Aktion „Plastikpiraten“ ist eine wissenschaftliche Gemeinschaftsleistung. Für eine Einzelperson ist der wissenschaftlichen Aufwand in der Kürze der Zeit kaum möglich. Aus diesem Grund können nur Projektgruppen an der Aktion teilnehmen.

Was kann ich gewinnen?

Jede Projektgruppe nimmt bei Einhaltung der Teilnahmebedingungen an der Verlosung teil und kann einen der Hauptpreise gewinnen, zum Beispiel eine Gruppenreise ans Meer, eine geführte Kanutour oder den Besuch einer faszinierenden Unterwasserwelt. Dazu kommen noch viele weitere interessante Preise.