Demenz besser verstehen

Das Bundesforschungsministerium fördert die Demenzforschung in Deutschland mit jährlich rund 90 Millionen Euro. Immer mehr Menschen leiden unter dieser Krankheit.

Damit Forschung schneller beim Menschen ankommt: Die 102-jährige Eva Framm lebt in einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke in Kalsow. © dpa/picture-alliance

In Deutschland leiden derzeit rund 1,4 Millionen Menschen an einer Demenzerkrankung. Die häufigste und bekannteste Form der Demenz ist die Alzheimererkrankung. Nicht nur für die Betroffenen selbst, auch für ihre Angehörigen ist die Krankheit eine große Belastung. Aufgrund des demographischen Wandels wird die Demenz zukünftig noch mehr Menschen betreffen.

Für viele Menschen ist
Demenz gleichbedeutend
mit Alzheimer.
Dabei verbirgt sich hinter
dem Begriff eine
Vielzahl unterschiedlicher
Krankheitsformen
und Symptome.

Die Demenz gehört zu den Volkskrankheiten. Wir müssen noch besser verstehen, was die Ursachen für diese Erkrankung sind und wie sie entsteht. Das ist die Grundlage für wirksame Therapien.

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert die Demenzforschung in Deutschland darum mit jährlich rund 90 Millionen Euro. Ein großer Teil der Förderung fließt in das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Hier arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deutschlandweit an neun Standorten zusammen. Das DZNE ist in allen Forschungsbereichen von der Grundlagenforschung bis hin zur Versorgungsforschung aktiv. So sollen die Ergebnisse der Forschung schneller bei den Menschen ankommen.

Demenzerkrankungen nehmen weltweit zu. Das BMBF engagiert sich daher zunehmend in internationalen Kooperationsprojekten. Die EU Mitgliedsstaaten sowie weitere Partner tragen die Initiative „EU Joint Programme – Neurodegenerative Disease Research“ (JPND). Durch gemeinsame Programmplanung und Aktivitäten in der Forschung werden vorhandene Ressourcen besser genutzt und Forschungskapazitäten gebündelt.