Der Studierendensurvey

Was ist die soziale Herkunft der Studierenden? Wie kommen sie zu ihrem Studienfach? Welche Pläne haben sie? Auf diese und viele andere Fragen liefert der Studierendensurvey umfassende Antworten. Dazu wurden fast 30.000 junge Leute befragt.

Ein Ergebnis des Studierendensurveys: Die meisten Hochschüler studieren gerne. © Thinkstock

Im Studierendensurvey werden seit 1982 in der Regel im Abstand von drei Jahren rund 29.000 Studierende an ausgewählten 25 Hochschulen (15 Universitäten und 10 Fachhochschulen) zu ihrer Studiensituation und zu ihren studentischen Orientierungen schriftlich befragt.

Diese vom Bundesbildungsministerium (BMBF) geförderte Erhebungsreihe ist die einzige Langzeitreihe in Deutschland, die so komplex die nachfolgenden Themen untersucht:

  • Hochschulzugang, Studienfachwahl, Motive und Erwartungen
  • Studienstrategien, Studienverlauf
  • Studienintensität, Zeitaufwand und Studiendauer
  • Studienanforderungen, Regelungen und Prüfungen
  • Fachstudium, Situation der Lehre und Studienqualität
  • Studentische Lebensform, soziale Situation, Erwerbstätigkeit
  • Hochschulpolitik, Partizipation und studentische Vertretung
  • Auslandsmobilität im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge
  • Berufswahl, Berufswerte und Tätigkeitsbereiche, Berufsaussichten und Arbeitsmarktreaktionen
  • Gesellschaftliche Werte und politische Orientierungen der Studierenden
  • Wünsche und Forderungen der Studierenden

Der Studierendensurvey liefert zusammen mit der Sozialerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Situation der Studierenden wichtige empirische Standarddaten in der Studierendenforschung für das Hochschulkapitel der nationalen Bildungsberichterstattung.

Im Mittelpunkt der Auswertungen der Befragungen stehen insbesondere die folgenden Schwerpunkte:

  1. Anforderungen und Studierbarkeit,
  2. Studieneffizienz und Studienbewältigung,
  3. Studienqualität und Lehrevaluation,
  4. Entwicklung der Auslandsaktivitäten,
  5. Berufs- und Arbeitsmarkterwartungen

Erstellt wird diese Studierendenbefragung von der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz.

In diesem Jahr haben mehr als 500.000 junge Leute ihr Studium in Deutschland aufgenommen, fast 2,8 Millionen Studierende sind insgesamt an deutschen Hochschulen eingeschrieben - so viele wie nie zuvor. Der neue Rekordwert zeigt eindrücklich, wie attraktiv unsere Hochschulen sind. Wir wollen die Studierenden dabei unterstützen, erfolgreich ihren Weg zum Abschluss zu gehen. Mit dem Hochschulpakt haben Bund und Länder deshalb Vorsorge getroffen und finanzieren die zusätzlichen Studienplätze. Zugleich verbessern wir mit dem Qualitätspakt Lehre die Studienbedingungen. Nicht nur die OECD hat gerade dem deutschen Bildungssystem gute Noten ausgestellt, auch drei Viertel der Studierenden sagen laut einer Befragung: Wir studieren gern.

Bundesministerin Johanna Wanka am 25.11.2015 zur neuen Rekordzahl von Studierenden in Deutschland