Deutsch-amerikanischer Wissensgipfel

Seit 15 Jahren pflegen die GAIN-Tagungen in den USA Netzwerke deutscher Nachwuchswissenschaftler / Quennet-Thielen: "Rückkehr attraktiver denn je"

Welche Perspektiven in ihrer Heimat haben deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die derzeit in den USA oder Kanada forschen? Wie können wissenschaftliche Kooperationen und transatlantischer Austausch gepflegt und verbessert werden? Darüber diskutieren bereits zum 15. Mal zahlreiche Nachwuchswissenschaftler auf der GAIN-Jahrestagung mit Spitzenvertretern der deutschen Wissenschaftslandschaft, Forschung und Industrie. Mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind bei dem dreitägigen Treffen in San Francisco dabei, das am Freitag beginnt. Das "German Academic International Network" (GAIN) verbindet über Aktivitäten wie die Jahrestagung Forschende aus Deutschland in Nordamerika.

"GAIN hat in den vergangenen 15 Jahren stark dazu beigetragen, eine feste Bindung zu deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über den Atlantik hinweg zu schaffen", sagte Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), im Vorfeld der Tagung in San Francisco.

Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler informieren sich bei der Jahrestagung über die Karriereperspektiven an deutschen Hochschulen, Fachhochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in der deutschen Wirtschaft. Dabei spielen Karrierewege jenseits der Professur in Management, Verwaltung, Industrie und die Gründung von Start-ups eine immer größere Rolle. Dabei sind den Nachwuchswissenschaftlern zunehmend auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und "dual career"-Perspektiven, das heißt Arbeitsmöglichkeiten auch für ihre Partner, wichtig.

GAIN wird vom BMBF über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziert. Zum 15. Jubiläum will das Netzwerk seine Aktivitäten weiter ausbauen, etwa durch ein breiteres Angebot im Internet wie Webinare, also online-Seminare. Laut einer Verbleibstudie kehren etwa zwei Drittel der Nachwuchswissenschaftler, die an GAIN-Tagungen teilnehmen, auch wieder nach Deutschland zurück.

"Für deutsche Wissenschaftler im Ausland lohnen sich nicht nur die Erfahrungen dort, sondern auch die Rückkehr nach Deutschland – und das mehr denn je", sagt Quennet-Thielen. "Unsere Anstrengungen der vergangenen Jahre, Bildung, Forschung und Innovation vorrangig zu fördern, zahlen sich aus. Die wachsende Zahl von Studierenden und Gastwissenschaftlern aus dem Ausland zeigt: Deutschland wird weltweit als eines der attraktivsten Zielländer für den wissenschaftlichen Nachwuchs wahrgenommen. Auch in den USA. Und mit unserer Offensive für den wissenschaftlichen Nachwuchs und der Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes werden wir die Bedingungen nochmals verbessern."

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/908.php

Informationen und Daten zum Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern zwischen Nordamerika und Deutschland finden Sie in der Publikation "Wissenschaft weltoffen". In der Ausgabe 2014 ist beispielsweise ein Schwerpunkt zum Austausch USA-Deutschland erschienen: http://www.wissenschaft-weltoffen.de/