Deutsch-griechisches Pilotprojekt zur dualen Ausbildung startet

MENDI zielt auf Zusammenarbeit in der Wachstumsbranche Tourismus / Rachel in Athen: „Beschäftigungschancen junger Menschen fördern“

Deutschland und Griechenland haben heute in Athen ein gemeinsames Projekt zur dualen Ausbildung im Tourismussektor gestartet. „Wir setzen damit ein Zeichen, dass eine praxisorientierte Ausbildung die Beschäftigungschancen junger Menschen in Griechenland fördern kann“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel, bei der Auftaktveranstaltung für das Pilotprojekt „MENDI – Mentoring Dual International“ in Athen. An der feierlichen Eröffnung nahmen auch der griechische Minister für Bildung, Konstantinos Arvanitopoulos und die Ministerin für Tourismus, Olga Kefalogianni, teil.

Ziel von MENDI ist es, Elemente des dualen Ausbildungssystems in Griechenland einzuführen. „In der Wachstumsbranche Tourismus soll exemplarisch deutlich werden, dass die Beschäftigungsfähigkeit Jugendlicher durch stärker arbeitsplatzorientiertes Lernen deutlich verbessert werden kann“, betonte Rachel.

Deutsche und griechische Einrichtungen und Unternehmen arbeiten dabei eng zusammen. Mit Unterstützung des BMBF baut die DEKRA-Akademie in enger Kooperation mit der TUI-Tochter Robinson Club Qualifizierungen nach deutschem Vorbild an den Standorten Athen und Heraklion auf. Durch die Zusammenarbeit mit der Außenhandelskammer (AHK) in Athen wird sichergestellt, dass die erlangten Abschlüsse in auch Deutschland anerkannt werden. Die Universität Osnabrück übernimmt die wissenschaftliche Projektbegleitung.

Grundlage für das Projekt MENDI ist das Berliner Memorandum, das die Bildungsminister sieben europäischer Länder – unter anderem auch Deutschlands und Griechenlands - im Dezember 2012 unterzeichnet haben. Im April dieses Jahres haben die beiden Länder im Rahmen bilateralen deutsch-griechischen Kooperationsvereinbarung zur Berufsbildung eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die aus Vertretern der jeweiligen Ministerien, Berufsbildungsexperten und Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie Kammern besteht. Unter der Leitung der Bildungsministerien der beiden Länder werden dort die Projektfortschritte bewertet und weitere gemeinsame Projekte in der Beruflichen Bildung entwickelt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/17127.php