Tunesien

Die deutsch-tunesische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung ist seit den politischen Umbrüchen 2011 intensiviert worden. Zu Energie, Ernährung und Wasser forschen beide Länder gemeinsam. Die praxisnahe Lehre wird gefördert.

Effizientes Wasserressourcenmanagement: Tröpfchenbewässerung in der Landwirtschaft
Effizientes Wasserressourcenmanagement: Tröpfchenbewässerung in der Landwirtschaft © KfW-Bildarchiv / photothek.net

Staat, Gesellschaft und Wirtschaft werden in Tunesien seit dem Umbruch im Jahr 2011 auf neue Grundlagen gestellt: Demokratie, Pluralismus und Exportorientierung sind die Stichworte. In der Hochschul- und Forschungspolitik wurden seitdem Reformen angestoßen und die Förderung von Forschung und Technologie wurde intensiviert. Denn Bildung und Forschung stellen tragende Pfeiler der nationalen Entwicklungsstrategie dar. Sie sollen dazu beitragen, dass Wirtschaftswachstum zu befördern und die gegenwärtigen großen gesellschaftlichen Herausforderungen in Tunesien zu bewältigen. Hier sind vor allem der Schutz von natürlichen Ressourcen und die hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und Akademikern zu nennen.

Die Schwerpunkte der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit mit Tunesien liegen daher bei den erneuerbaren Energien, bei Energieeffizienz, Bioökonomie und Wasser. Zudem unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung Tunesien bei der Stärkung der innovationsrelevanten Rahmenbedingungen, des Anwendungsbezugs in der Forschung, dem Technologietransfer und der praxisnahen Lehre an Hochschulen. Tunesien ist zudem seit Januar 2016 zum EU-Forschungsprogramm Horizont assoziiert.

Der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD), der in Tunis ein Verbindungsbüro unterhält, bietet seit 2011 verstärkt Programme zur Förderung der Zusammenarbeit deutscher und tunesischer Hochschulen an. Ebenso berät der DAAD in seinem Informationszentrum in Tunis seit 2012 tunesische Studierende und Hochschulpartner, die mit deutschen Partnern kooperieren möchten.