Deutsche haben großes Interesse an wissenschaftlichen Themen

Mehr als ein Drittel der Deutschen haben ein großes oder sogar sehr großes Interesse an wissenschaftlichen Themen. Das ist das Ergebnis des "Wissenschaftsbarometers 2015". Eine Mehrheit erhofft sich von Forschung wirtschaftlichen Nutzen.

In der Gruppe der Befragten mit Abitur oder Hochschulabschluss zeigen sich sogar 63 Prozent interessiert an Wissenschaft und Forschung. Als Informationsquellen werden Fernsehsendungen sowie Artikel in Zeitungen oder Magazinen am häufigsten genannt. Aber auch Vorträge, Diskussionen oder Gespräche dienen zur Information über wissenschaftliche Themen.

Das "Wissenschaftsbarometer 2015", eine repräsentative Umfrage, wurde von der Initiative "Wissenschaft im Dialog" in Auftrag gegeben. Sie basiert auf 1000 Telefoninterviews, die TNS Emnid in der Zeit vom 30. Juni bis zum 4. Juli 2015 gemacht hat.

Besonders wichtig ist das Internet: Zwei Drittel der Befragten gaben an, sich im Internet über Wissenschaft und Forschung zu informieren. Immerhin 35 Prozent nutzen die Webauftritte von wissenschaftlichen Einrichtungen, Organisationen oder Ähnlichem. Unter den Online-Informationsquellen am häufigsten genannt wurden freilich die Websites von Nachrichtenmedien, Zeitungen, Fernsehsendern und von Youtube.

Hoch ist der Umfrage zufolge der Anteil derjenigen, die sich für einen stabilen Forschungsetat aussprechen. 52 Prozent sagen, die Mittel für Forschung sollten auch dann nicht gekürzt werden, wenn die Staatsausgaben insgesamt reduziert werden müssten - zum Beispiel um Schulen zu machen. Nur vier Prozent sind der Meinung, Forschung sollte einer der ersten Bereiche sein, in denen Sparmaßnahmen getroffen werden.

Beinahe alle Befragten betrachten Forschungsfinanzierung als wichtig. Investition in die Grundlagenforschung werden von der Mehrheit zudem als eine der besten Möglichkeiten gesehen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Auch die Zusammenarbeit von öffentlichen Forschungseinrichtungen mit Unternehmen sehen die meisten sehr positiv: 78 Prozent geben an, diese Kooperation bringe für die Wissenschaft eher Vorteile.