Deutsche Hochschulen bringen europäische Vernetzung voran

Zweiter Pilot der „Europäischen Hochschulen“ ausgewählt

Die Europäische Kommission hat heute die Gewinner der zweiten Pilotrunde der „Europäischen Hochschulen“ bekannt gegeben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) gratulieren den ausgewählten 20 deutschen Hochschulen.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärt hierzu: „Gerade jetzt, in Zeiten der Pandemie, brauchen wir den europäischen Zusammenhalt mehr denn je. Wir stehen vor einer der größten Herausforderungen unserer Zeit, die wir nur gemeinsam mit unseren Partnern in einem widerstandsfähigen, souveränen und nachhaltigen Europa bewältigen können.

Die Initiative der ‚Europäischen Hochschulen‘ symbolisiert in besonderer Weise, dass Europas Stärke in seiner Vielfalt liegt. Die Allianzen, die nun ausgewählt wurden, bestehen aus Hochschulen aus mindestens drei Mitgliedsländern. Sie werden als Teil der Vision der ‚Universities of the Future‘ dazu beitragen, den Austausch innerhalb von Forschung und Lehre in Europa grenzüberschreitend weiter zu intensivieren – mit dem Ziel, voneinander zu lernen, gemeinsam die europäische Identität zu fördern und die bereits sehr guten Kooperationen der europäischen Universitäten weiter auszubauen. So bringen wir das Innovationspotential in Europa voran. Dies ist mir auch für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sehr wichtig.

Ich freue mich sehr, dass 20 deutsche Hochschulen gemeinsam mit ihren Partnerinstitutionen in der zweiten Runde so hervorragend abgeschnitten haben und nun eine führende Rolle in der europäischen Vernetzung übernehmen werden.“ 

DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee ergänzt: „Es ist für Deutschland ein großer Gewinn, dass sich erneut so viele unserer Hochschulen in europäische Hochschulallianzen einbringen können. Europas intellektuelles Zentrum sind seine Hochschulen: der gemeinsame europäische Hochschulraum ist insoweit ein Stabilitätsanker für Europa, und an den Hochschulen in Europa wird die europäische Idee in besonderer Weise gelebt. Die neuen Hochschulallianzen werden einen weiteren großen Beitrag dazu leisten, über gemeinsame Forschung und Lehre die gemeinsame europäische Identität zu fördern und zu festigen.“

Aus den 62 eingegangenen Bewerbungen wurden von der EU 24 Europäische Hochschulallianzen ausgewählt, an denen 165 Hochschulen aus 26 Ländern beteiligt sind. Darunter befinden sich 20 deutsche, die an 18 der insgesamt 24 Netzwerke mitwirken. Das BMBF bietet den deutschen Hochschulen, wie bereits zur ersten Pilotrunde der Europäischen Hochschulen, über den Deutschen Akademischen Austauschdienst erneut zusätzliche Unterstützung in Form eines nationalen Begleitprogramms an.

In der ersten Pilotrunde der EU-Kommission wurden im Jahr 2019 bereits 17 Hochschulallianzen ausgewählt. An den Allianzen, die für drei Jahre gefördert werden, sind bislang 15 deutsche Hochschulen beteiligt. Nach der aktuellen zweiten Pilotausschreibung soll die Initiative in den nächsten Jahren in eine reguläre Förderlinie des zukünftigen Erasmus-Programms überführt werden. Um diese Weiterentwicklung und den nachhaltigen Erfolg der Europäischen Hochschulallianzen zu ermöglichen, wird die Initiative auch eine hohe Priorität unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft einnehmen.

Die folgenden deutschen Hochschulen werden nun in der zweiten Pilotrunde der Europäischen Allianzen für drei Jahre gefördert:

Universität Siegen
Universität Duisburg-Essen
Humboldt-Universität zu Berlin
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Universität Mannheim
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Technische Universität Berlin
Georg-August-Universität Göttingen
Universität Konstanz
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Universität zu Köln
Hochschule Mittweida – University Of Applied Sciences
Technische Universität Bergakademie Freiberg
Technische Universität München
Hochschule Darmstadt - University Of Applied Sciences
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Universität des Saarlandes
Ruhr-Universität Bochum
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf