Deutsche Impulse für den Europäischen Forschungsraum

Deutschland baut sein Engagement für den Europäischen Forschungsraum (EFR) weiter aus: Im Förderprogramm "Innovationsunion Europa" stellt das BMBF jetzt 40 Millionen Euro bereit, um Forschenden einen besseren Zugang zum EFR zu ermöglichen.

Informeller WBF-Rat

Bundesforschungsministerin Karliczek möchte mit der EU wichtige Zukunftsthemen voranbringen. "Dazu wollen wir den Europäischen Forschungsraum leistungsfähiger und dynamischer machen", sagt sie beim informellen Treffen der EU-Forschungsministerinnen und -minister.

© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das BMBF hat ein nationales Förderprogramm „Innovationsunion Europa – Deutsche Impulse für den Europäischen Forschungsraum (EFR)“ mit einem Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro aufgelegt. Über das eigentliche finanzielle Engagement im EFR hinaus stellt es Mittel bereit, um deutschen Forschenden über alle Forschungsbereiche hinweg einen verbesserten Zugang zum EFR zu ermöglichen und die europäische Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung zu vertiefen. Das Förderprogramm ist damit ein deutliches Bekenntnis Deutschlands zum EFR.

Gemeinsame europäische Forschung und Innovation sind die langfristig wirkende Versicherung für einen zukunftsfähigen europäischen Kontinent. Anlässlich des informellen Treffens der europäischen Forschungsminister unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft betonte Bundesministerin Anja Karliczek, Deutschland werde die Ratspräsidentschaft nutzen, um die Kräfte zu bündeln, damit Europa gestärkt für die Zukunft aus der Krise hervorgehe. Ein schlagkräftiger und dynamischer EFR sei Voraussetzung nicht nur für eine erfolgreiche Pandemiebekämpfung, sondern auch, um ein technologisch-souveränes Europa zu bauen oder um Europas Klimaziele zu erreichen. Das BMBF übernehme mit dem Förderprogramm Verantwortung für die weitere Ausgestaltung des EFR und für die Zukunft der europäischen Innovationsunion, so die Ministerin.

Förderprogramm zur „Innovationsunion Europa“

Das Förderprogramm wird bis 2025 die deutsche Forschung dabei unterstützen, sich europäisch zu vernetzen und ihre Kapazitäten für grenzüberschreitende Forschung und Innovation auszubauen. Die Verdichtung der Netzwerke zwischen Forschenden in Europa zu befördern, bedeutet Exzellenz der deutschen und europäischen Forschung und die Innovationskraft Europas zu stärken.

Das Förderprogramm bezieht Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft mit ein und unterstützt damit den Transfer europäischer Forschungsergebnisse. Ziel ist es, innovative Ideen gemeinsam umzusetzen und den Europäischen Forschungsraum als Motor für technologische Entwicklungen, soziale Innovationen und gesellschaftlichen Fortschritt in Europa zu stärken. Dafür wird auch der grenzüberschreitende Austausch mit der Gesellschaft ausgebaut. Das Förderprogramm unterstützt die Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern an Forschung. Denn Bürgerwissenschaft ist eine große Chance für die Wissenschaft und Gewinn für die Gesellschaft. Das führt die im Rahmen der Trio-Ratspräsidentschaft von Deutschland, Portugal und Slowenien umgesetzte Initiative „Plastic Pirates: Go Europe!“ exemplarisch vor.

Das nationale Förderprogramm zum EFR arbeitet fachübergreifend – denn der EFR bietet Möglichkeiten in allen Forschungsbereichen und Anwendungsfeldern. Das Förderprogramm umfasst ein breites Spektrum an Maßnahmen wie den Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum oder das ERA-Fellowship-Programm "Science Management" mit seinem Fokus auf die Zusammenarbeit mit noch forschungsschwächeren Mitgliedstaaten. Neue Maßnahmen werden fortlaufend starten.