Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung

Damit erfolgreiche Krebsforschung auch beim Patienten ankommt, müssen unterschiedliche Fachrichtungen eng zusammen arbeiten. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung, kurz DKTK, kooperieren 21 Einrichtungen an acht Standorten.

Eine Kernaufgabe der Krebsforschung ist es, die Ergebnisse der Grundlagenforschung auf neue Ansätze zur Prävention, Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen hin zu überprüfen. An den acht Standorten des DKTK verpflichten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ärzte und Ärztinnen genau diesem "translationalen" Gedanken.

DKTK konkret: Was erforscht werden soll

Im Einzelnen befasst sich das DKTK mit

  • den Signalwegen der Krebsentstehung
  •  der molekularen Diagnostik von Krebserkrankungen
  • der Tumorimmunologie und Immuntherapien
  • der Rolle der Stammzellen bei Krebs
  • der Strahlentherapie und Bildgebung sowie der Therapieresistenz und mit
  • der Prävention und Früherkennung von Krebserkrankungen

Eine besondere Rolle nimmt dabei die personalisierte Medizin ein: Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat das DKTK Anfang 2015 die größte Sequenziereinheit Deutschlands eingerichtet. Damit kann die Erbinformation von Patienten schnell und präzise analysiert werden, um so die Diagnose und Therapie von Krebs spezifisch auf die Patienten auszurichten.

Die Sequenziereinheit ist Teil der fünf DKTK-Forschungsplattformen. Sie sollen die gemeinsame Forschung der einzelnen Standorte unterstützen. Im Zentrum steht die Klinische Kommunikationsplattform. Sie dient einerseits der Rekrutierung von Patientinnen und Patienten für standortübergreifende klinische Studien. Andererseits werden hier die lokalen Biobanken und die Tumordokumentation der einzelnen Partnerstandorte in einem datenschutzkonformen Format miteinander verbunden.

Attraktive Angebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Der breit gefächerten Nachwuchsförderung kommt im DKTK eine besondere Bedeutung zu. "Wichtig ist es vor allem, junge Medizinerinnen und Mediziner mit einer gewissen klinischen Erfahrung in die Krebsforschung zu holen", betont Otmar Wiestler. Speziell für diese Nachwuchsgruppe ist am DKTK die "School of Oncology" aufgebaut worden. Auf der anderen Seite werden Forscherinnen und Forscher mit naturwissenschaftlichem Hintergrund stärker an die translationale medizinische Forschung herangeführt.