Deutschland bildet sich

OECD-Studie belegt positive Entwicklungen insbesondere bei Bildungsbeteiligung und Berufsvorbereitung in Bund und Ländern

Das deutsche Bildungssystem zeichnet sich durch eine signifikante Stabilität und Leistungsfähigkeit aus. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige OECD-Bericht „Education at a Glance/Bildung auf einen Blick“, der von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 9. September 2014 gemeinsam mit der OECD in Berlin vorgestellt wurde. Die Bildungsbeteiligung, insbesondere die der 3- und 4-Jährigen mit 91 und 96 Prozent, ist in Deutschland im internationalen Vergleich überdurchschnittlich. Zudem erreicht unser Land ein sehr hohes Bildungsniveau. 86 Prozent der Erwachsenen verfügen mindestens über einen Abschluss im Sekundarbereich II, der OECD-Durchschnitt liegt bei 75 Prozent.

„Deutschland bildet sich wie nie zuvor. Und das ist die beste Absicherung gegen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka bei der Präsentation der Ergebnisse. Die Studie mache klar, dass die Bildungsausgaben für Schülerinnen und Schüler und Studierende überdurchschnittlich gesteigert werden konnten. „Der Erfolg unseres Bildungssystems resultiert auch daraus, dass den jungen Menschen mit Hochschulausbildung und beruflicher Bildung zwei gleichwertige Alternativen zur Verfügung stehen. Beide bieten optimale Möglichkeiten für die berufliche Zukunft. Besonders freut mich, dass der Anteil der Frauen, die ein naturwissenschaftliches Studium erfolgreich abschließen, in Deutschland in den letzten zwölf Jahren um über zehn Prozentpunkte gestiegen ist“, so Wanka.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, betonte: „Je höher der Bildungs- und Kompetenzstand der Bevölkerung, desto besser ist diese für die Anforderungen der modernen Lebens- und Arbeitswelt gerüstet. Wir haben viel erreicht, besonders im Bereich der frühkindlichen Bildung, und die Studienanfänger- und Absolventenzahlen sind so hoch wie nie.“ Wichtig sei, der Bildungsarmut weiter entgegenzusteuern und die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems voranzutreiben. „Deutschland hat in den vergangenen Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um die Qualität des Bildungswesens nachhaltig zu steigern. Die Investitionen zahlen sich aus. Doch ruhen wir uns darauf nicht aus, sondern jetzt geht es darum, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter fortzusetzen“, so die KMK-Präsidentin.

Zentrale Verbesserungen im deutschen Bildungssystem sind laut OECD-Studie zudem der gesunkene Anteil junger Menschen, die sich weder in Bildung noch in Beschäftigung befinden und der gestiegene Anteil der Studienanfängerinnen und Studienanfängern an deutschen Hochschulen mit 53 Prozent.

Eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse sowie weitere Informationen findet sich im Internet unter: www.bmbf.de